Boppard am Rhein – Stadt und Sehenswürdigkeiten

Boppard – Marktplatz mit Kirche und Rathaus
Boppard – Marktplatz mit Kirche und Rathaus

Rund um den Marktplatz von Boppard mit der sehenswerten Kirche St- Severus befindet sich eine weitläufige Fußgängerzone mit zahlreichen Geschäften von der Apotheke über Bäckereien bis hin zu Boutiquen. Zum Schlemmen und Genießen stehen zahlreiche gemütliche Weinlokale, Cafés und Restaurants zur Verfügung. Neben dem Weinbau ist der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle von Boppard und ist somit bestens auf Gäste eingestellt. Hotels, Gasthäuser, Pensionen, Ferienwohnungen ist das breite Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten.

Um die 15.000 Einwohner leben in der Stadt am Rhein, der auf einer Länge von siebzehn Kilometern die östliche Grenze der Stadt und seinen Ortsbezirken bildet. Bekannt ist die größte Schleife des Rheins: die Bopparder Hamm. Eine Sesselbahn bringt die Besucher in einer 20 Minuten dauernden Fahrt von April bis Oktober bis auf den Hirschkopf, von dem aus die beiden Aussichtspunkte Gedeonseck und Vierseenblick nördlich der Stadt in wenigen Minuten erreichbar sind. Von den beiden Ausflugslokalen dort hat man einen atemberaubenden Blick auf die sehenswerte Rheinschleife.

Sehenswertes in Boppard – das Römerkastell

Boppard – Reste des Römerkastell in der Innenstadt
Boppard – Reste des Römerkastell in der Innenstadt

Der alte Stadtkern ist innerhalb eines alten Römerkastell gewachsen, von dem heute noch eine ganze Reihe von Mauerresten zu sehen sind. Am Rheinufer trifft man auf eine breite Promenade mit vielen Lokalen und Anlegestellen von drei Schifffahrtslinien (Köln-Düsseldorfer, Hebel-Linie und Loreley Linie Weinand). Im Zuge der römischen Befestigung der Rheingrenze wurde zwischen 357 und 359 das mächtige rechteckige Bopparder Kastell errichtet, das mit über 20 wuchtigen Türmen an der Landseite bewahrt war. und dessen drei Meter dicke Mauern mindestens neun Meter hoch waren. Die flächenmäßige Ausdehnung der römischen Kaserne hatte stattliche 308 x 154 Meter, sozusagen eine Großburg. Zahlreiche große Mauerreste sind heute noch in das Stadtbild von Boppard integriert.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterRömer-Kastell in Boppard

Spätromanische Kirche Sankt Severus

Kirche St. Severus in Boppard
Kirche St. Severus in Boppard

Nachdem die Römer um 405 das Kastell wegen des Einfalls der Wandalen verlassen hatten, suchte die germanische Bevölkerung innerhalb der Mauer Schutz und der Grundstein für die heutige Stadt Boppard war gelegt. Bereits im 5. Jahrhundert wurde aus der alten römischen Therme im Kastell eine christliche Kirche. Sozusagen wurde aus dem alten Freizeitbad ein Gotteshaus. Auf diesen Grundmauern wurde im 13. Jahrhundert die heute noch zu sehende spätromanische Kirche Sankt Severus errichtet, deren Innenraum architektonisch reich gestaltet und dekorativ ausgemalt ist. Ein Blick in die Kirche ist unbedingt zu empfehlen. Zu den Sehenswürdigkeiten von Boppard gehört neben der spätromanischen Kirche St. Serverus auch die Karmeliter-Kirche.

Kurfürstliche Burg in Boppard

Boppard – Turm der Kurfürstlichen Burg
Boppard – Turm der Kurfürstlichen Burg

Die Kurfürstliche Burg auch Alte Burg genannt, befindet sich in der Altstadt von Boppard direkt am Rhein. Sie ist mit der Stadtbefestigung ab 1265 errichtet worden und wurde später zur Sicherung des Rheinzolls ausgebaut. Für den Bau wurden teilweise auch Steine des Römerkastells verwendet. Das westlich an die Burg angrenzende Zollhaus entstand wahrscheinlich ebenfalls im 14. Jahrhundert. Das heutige Aussehen erhielt die „Alte Burg“ durch einen Ausbau in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Seit 1951 wurde dann das städtische Museum von Boppard in der Kurfürstlichen Burg untergebracht. Ab 2015 erfolgte eine Umgestaltung des Umfelds mit dem Burgplatz der Kurfürstlichen Burg.

Stadtbefestigung und der versetzte Säuerlingsturm

Der versetzte Säuerlingsturm in Boppard
Der versetzte Säuerlingsturm in Boppard

Boppard hatte in dieser Zeit seine erste Glanzzeit, die Begierden von benachbarten Herrschern weckte. Die Stadtbefestigung wurde unter Einbeziehung der alten römischen Mauern auf die neuen Stadtteile ausgeweitet und die Alte Burg gebaut, ein mittelalterliches Bollwerk direkt am Rhein, deren weithin sichtbarer Turm zusammen mit den Türmen der Severus-Kirche heute stadtbildprägend ist. Übrigens wurde der Säuerlingsturm, ein Teil der Stadtbefestigung, im Zuge des Baus der Hunsrückbahn (Simmern bis Boppard) abgetragen und an den heutigen Standort im Norden der Stadt versetzt. Oberhalb von Boppard führt die Strecke durch zahlreiche Tunnel und das bekannte 150 Meter hohe Hubertus-Viadukt. Im Laufe des 13. bis 15. Jahrhunderts wurde, bedingt durch die gefüllte Stadtkasse, die Stadtbefestigung mit Mauern, Wehrtürmen und Stadttoren erreichtet, die heute zum größten Teil noch erhalten ist und zu den besterhaltenen im Rheinland gehört.

Die berühmte Rheinschleife – der Bopparder Hamm

Boppard – sehenswerte Rheinschleife Bopparder Hamm
Boppard – sehenswerte Rheinschleife Bopparder Hamm

Der Bopparder Hamm ist die größte Schleife des Rheins, vergleichbar mit der Saarschleife von Mettlach. Schon zur Römerzeit wurde Wein im Bopparder Hamm angebaut. Das hat sich rund um die Rheinschleife bis heute mit guter Qualität fortgesetzt. Engelstein, An der Rabenlay, Ohlenberg, Feuerlay, und Mandelstein sind bekannte Einzellagen. Eine Seilbahn führt hinauf zum Vierseenblick oberhalb der Stadt Boppard, von dem man einen weiten Blick auf die komplette Rheinschleife hat. Auch Gastronomie ist dort zu finden. Der Bopparder Hamm dient bei der jährlichen Veranstaltung „Rhein in Flammen“ am zweiten Samstag im August  als Sammelpunkt für den über 70 Schiffe umfassenden Schiffskorso, der dann im Rahmen der Veranstaltung bis nach Koblenz fährt.

Tourist-Info Boppard

Marktplatz (Altes Rathaus)
D-56154 Boppard
Tel. 06742 – 3888
E-Mail tourist@boppard.de
Weitere Infos auf der Webseite der Stadt Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.boppard-tourismus.de

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Wandern und Radfahren rund um Boppard

RheinBurgenWeg – Logo
RheinBurgenWeg – Logo

Boppard liegt direkt am 120 km langen Rheinradweg der das Rheintal an beiden Ufern von Norden nach Süden durchquert. Eine Besonderheit des Radwanderns am romantischen Rhein bilden die vielen Schiffs- und Fähranleger, die ein regelrechtes Ufer-Hopping zulassen. Den individuellen Plänen und Wünschen sind so fast keine Grenzen gesetzt. Gleichzeitig knüpfen hier mehrere Radwege aus den Seitentälern kommend an den Rheinradweg an. Der Mittelrhein-Klettersteig führt seit 2006 in luftige Höhen und bietet ganz außergewöhnliches Rheinerlebnis mit dem gewissen Schuss Adrenalin. Er ist die sportliche Variante des linksrheinischen Rhein-Burgenwanderweges und fordert neben Kondition, Trittsicherheit und gutem Schuhwerk auch schwindelfreie Wanderer.