Drachenfels im Siebengebirge

Drachenfels mit Schloss Drachenburg und Burgruine
Drachenfels mit Schloss Drachenburg und Burgruine

Heute ist der Drachenfels im Siebengebirge eines der beliebtesten Ausflugsziele in Europa. Im Zuge der aufkommenden Rheinromantik im 19 Jahrhundert erlangte der aus aufsteigendem Magna eines Vulkans entstandene Bergkegel wegen der Burgruine und seiner Lage in fast 300 Meter über dem Fluss internationale Berühmtheit. Kein Berg wird in Europa häufiger bestiegen als der Drachenfels, ob zu Fuß, mit dem Esel oder mit der ältesten Zahnradbahn Deutschlands, der Drachenfelsbahn. Das im historistischen Stil Schloss Drachenburg wurde 1882–84 erbaut. Der Drachenfels liegt am Rheinsteig, einem rechtsrheinischen Wanderweg von Bonn nach Wiesbaden.

Die Drachenfels-Sagen

Drachenfelsbahn an der Haltestelle Schloss Drachenburg
Drachenfelsbahn an der Haltestelle Schloss Drachenburg

Nachdem der Drachenfels bereits seit der Römerzeit als Steinbruch genutzt wurde, ließ der Erzbischof von Köln Mitte des 12. Jahrhunderts dort seine Burg errichten. Zu dieser Zeit erscheint auch der Name "mons dracu" erstmals in den Urkunden. Der Name geht auf eine Sage zurück, in der eine Schar Heiden eine christliche Jungfrau dem Drachen opfern wollen, der das Drachenloch auf der Südseite des Felsens bewohnte. Das Kreuz am Hals der Frau erschreckte jedoch den Drachen und er stürzte in die Tiefe und ertrank im Rhein. Später wurde auch die Drachentötung der Nibelungensage mit dem Hauptakteur Siegfried an den Drachenfels verlegt. Die neu hergerichtete Drachenhöhle und die Nibelungenhalle berichten davon.

Burgruine Drachenfels

Drachenfels – die alte Burgruine hoch über Königswinter
Drachenfels – die alte Burgruine hoch über Königswinter

Die Burganlage auf dem Drachenfels wurde nach 1138 vom Kölner Erzbischof Arnold begonnen und um 1167 mit Bergfried, Palas, Kapelle und Dienstbotenwohnungen fertiggestellt. Sie diente zur Absicherung des Kölner Gebietes nach Süden hin. Die Burg fiel schließlich dem Dreissigjährigen Krieg zum Opfer. Die vom Steinabbau übrig gebliebenen Ruinen wurden 1807 gesichert und auf Drängen des zukünftigen Königs Wilhelm IV gelangen sie schließlich in Staatsbesitz. Der staufische Bergfried und die östlichen Zwingermauern mit einem kleinen Turm  blieben zu Teilen erhalten. Die Ruine auf dem Drachenfels ist heute das weithin sichtbare Wahrzeichen des Siebengebirges.

Schloss Drachenburg

Schloss Drachenburg auf dem Drachenfels
Schloss Drachenburg auf dem Drachenfels

Neugotisches Märchenschloss aus dem 19. Jahrhundert bei Königswinter im Siebengebirge. Zu Fuß, mit der Zahnradbahn oder sogar per Esel erreicht man oberhalb von Königswinter auf halben Wege zum berühmten Drachenfels mit der Burgruine das Prunkstück der neugotischen Burgen aus dem 19. Jahrhundert: das Schloss Drachenburg. Es wurde von dem späteren Baron Stephan Sarter in Auftrag gegeben, der als Bankier, Börsenmakler und Mitfinanzier des Sueskanal zu Geld und Ruhm gekommen war. Das Äußere des von 1882-84 gebauten Schloss Drachenburg vereint alle klassischen Klischeevorstellungen des 19. Jahrhundert einer Burg. Es sind staufische, frühgotische und spätmittelalterliche Architekturelemente der Glanzzeiten deutscher Vergangenheit verbaut.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchloss Drachenburg

Drachenwelt Königswinter mit Nibelungenhalle, Drachenhöhle und Reptilienzoo

Drachenfels – Nibelungenhalle
Drachenfels – Nibelungenhalle

Nibelungenhalle – Auf halbem Weg hinauf zum Drachenfels finden Besucher die „Nibelungenhalle“. Der im Jugendstil errichtete Kuppelbau wurde 1913 zum 100. Geburtstag Richard Wagners eröffnet und beherbergt mit zahlreichen mystisch anmutenden Gemälden zu den vier Ringopern Rheingold, Walküre, Siegfried und Götterdämmerung eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen zum "Ring des Nibelungen". In der großen Apsis des Baus sind ein Wagnerrelief auf Drachenfelser Trachitstein und Gemälde zum dramatischen Musikwerk "Parsifal" zu sehen.

Drachenhöhle – Im Jahre 1933, rechtzeitig zu Wagners 50. Todestag, wurde die Drachenhöhle in Form eines dunklen Ganges um die Nibelungenhalle herum errichtet. Dieser führt zu einem kleinen Garten mit Weiher, an dem ein mit Efeu und Ranken überwucherter 13 m langer Drachen liegt. Der Architekt und Bildhauer Franz Josef Krings entwarf nach dem Vorbild eines urzeitlichen Molchsauriers aus dem Trias den Drachen, der nach der Nibelungensage von Siegfried getötet wurde.

Reptilienzoo – Da einige Reptilien dem Aussehen von Drachen ähneln können, gibt es auf dem Drachenfels auch einen Reptilienzoo mit fast 100 verschiedenen Reptilien, Vögeln und Insekten aus aller Herren Länder wie Nord-und Südamerika, Australien, Indien, Indonesien, Afrika, oder Madagaskar.

Nibelungenhalle Königswinter, Drachenfelsstraße 107, 53639 Königswinter

Öffnungszeiten: 15. März bis 1. November täglich von 10 bis 18 Uhr, 2. November bis 14. März und an den Wochenenden, Sonn-und Feiertags und in den Weihnachtsferien täglich von 11 – 16 Uhr.
Eintritt: Erwachsene 6,00 €, Kinder (4-14 Jahre) 4,00 €

Internet: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://nibelungenhalle.de

Drachenfelsbahn

Drachenfelsbahn – Zahnradbahn am Drachenfels
Drachenfelsbahn – Zahnradbahn am Drachenfels

Bereits 1834 wurde unterhalb des Gipfels ein Gasthaus errichtet. Die älteste Zahnradbahn Deutschlands folgte dann 1883 mit einer feierlichen Eröffnung. Die meterspurige Drachenfelsbahn verbindet seit 1883 die im Rheintal gelegene Altstadt von Königswinter mit dem Siebengebirge und endet knapp unterhalb des Drachenfels-Gipfels. 1913 wurde die Unternehmerfamilie Mühlens (4711 - echt kölnisch Wasser) aus Köln Eigentümer der Bahn. Seit 1953 wird der Bahnbetrieb elektrisch betrieben. Um dem zurückgehenden Tourismus entgegen zu wirken, wurde 2005 ein neuer moderner Bahnhof der Zahnradbahn mit Tourist-Information am Fuße des Drachenfels eröffnet.

Bergbahnen im Siebengebirge AG, Drachenfelsstraße 53, 53639 Königswinter
Tel +49 (0) 22 23 9 20 90

Alle Angaben Stand 01.2020

PREISE
Erwachsene:
Berg- und Talfahrt: 12,00 Euro pro Person
Berg- oder Talfahrt (einfach): 10,00 Euro pro Person
Kinder von 4 bis 13 Jahren:
Berg- und Talfahrt: 6,00 Euro pro Person
Berg- oder Talfahrt (einfach): 5,00 Euro pro Person
FAMILIENKARTE - 2 ERWACHSENE UND 2 KINDER
Berg- und Talfahrt 30,00 Euro
Berg- oder Talfahrt 25,00 Euro

Internet Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.drachenfelsbahn-koenigswinter.de

Tourist-Info Drachenfels & Restaurant

Tourismus Siebengebirge GmbH
Drachenfelsstraße 51, 53639 Königswinter
Tel. 02223 917711
E-Mail info (at) siebengebirge.com
Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.siebengebirge.com

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Restaurant Drachenfels

2013 wurde das Gasthaus mit Gartenwirtschaft komplett erneuert und erweitert. Beindruckend ist von der Terrasse der weite Panoramablick über das Rheintal.

Restaurant Drachenfels, Auf dem Drachenfels, 53639 Königswinter
Telefon: 02244 29699-0
E.Mail: info@der-drachenfels.de

Öffnungszeiten
Januar - März
Mo. - Fr. 12:00 - 17:00 Uhr, Sa. von 11:00 - 18:00 Uhr, So. von 10:00 - 18:00 Uhr

April
Montag bis Sonntag 10.00-19.00 Uhr

Mai bis einschließlich September
Montag bis Sonntag 9.00-19.00 Uhr

Oktober
Montag bis Sonntag 10.00-18.00 Uhr

November
Montag- Freitag 12.00-17.00 Uhr
Samstag und Sonntag 11.00-18.00 Uhr
Feiertag 11.00-18.00 Uhr

Dezember
Samstag 11:00 - 18:00 Uhr
Sonntag 10:00 - 18:00 Uhr

Internet Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.der-drachenfels.de