Zülpich – Stadt und Sehenswürdigkeiten

Blick auf Zülpich mit den Türmen der Landesburg
Blick auf Zülpich mit den Türmen der Landesburg

In Zülpich-Hoven kreuzten sich einst die römischen Fernstraßen Köln - Reims und Trier - Xanten. Rasch entwickelte sich der von den Kelten gegründete Ort mit dem Namen Tolbiacum zu einer stattlichen Ansiedlung. Heute hat die Stadt, zu der stattliche 24 Orte gehören, etwa 20.000 Einwohner. 2014 fand die Landesgartenschau (NRW) in Zülpich statt, die auf Dauer das Stadtbild deutlich verändert hat.

Der Innenstadtbereich rund um den Marktplatz und ist neu gepflastert, am Weiertor wurden alte Obstgärten reaktiviert und ein Weinberg angelegt. Ein Turm der Landesburg ist zum öffentlichen Aussichtsturm ausgebaut worden. Im Zentrum der Stadt Zülpich gibt es eine ganze Reihe von Boutiquen, Fachgeschäften und Gastronomiebetriebe, sowie Supermärkte und Handwerksbetriebe. Für Übernachtungen stehen Hotels und Pensionen zur Verfügung.

Sehenswertes vom Museum Römerthernen bis zum Seepark

Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur

Römerthermen Zülpich – Blick in den Ausstellungsraum
Römerthermen Zülpich – Blick in den Ausstellungsraum

Der Kulturgeschichte des Badens ist das Museum für Badekultur in Zülpich gewidmet. Das Herzstück des modernen Museumsbau der Römerthermen Zülpich sind die Reste eines römischen Badehauses aus dem zweiten Jahrhundert nach Christi. Von römischen Badeartikel bis hin zu moderner Strandmode reicht die breite Palette der Ausstellungsstücke. Große steinerne Sitzwannen lassen erahnen, dass hier vor fast 2.000 Jahren eine richtig gut durchdachte Wellness-Oase mit Heizstellen und Abwasserkanälen war.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterRömerthermen Zülpich – Museum für Badekultur

Seebad am Zülpicher See

Strandkörbe des Seeparks am Zülpicher See
Strandkörbe des Seeparks am Zülpicher See

Das nordwestliche Ufer des Sees in Zülpich war in die Landesgartenschau 2014 als Ausstellungsfläche eingebunden. Die komplette Badestelle ist renoviert worden und erstrahlt in neuem Glanz. Außerhalb des Seebades ist das Baden verboten. Für Badefans bietet das moderne Seebad einen Sandstrand mit Strandkörben, Seebühne und Liegewiese sowie einen Wasserspielplatz. Tretboote und Grillboote, sogenannte BBQ-Donuts, stehen nahe dem Seebad zum Verleih bereit. Das bereits zur LAGA eröffnete Restaurant Lago-Beach-Zülpich sorgt für das leibliche Wohl.
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Zülpicher Gartenschaupark

Zülpich Gartenschaupark – Blick auf die Mustergärten
Zülpich Gartenschaupark – Blick auf die Mustergärten

Das Gelände der Landesgartenschau mit den Themengärten, der Römerbastion und dem Strandbad ist in den Zülpicher Gartenschaupark umgewandelt worden, der Gartenliebhaber und Badegäste gleichermaßen anlocken soll. Die bestehende Bepflanzung mit Narzissenwiese oder dem Europawald blieb also bestehen und wird auch in den nächsten Jahren die Besucher erfreuen. Die von Fachbetrieben angelegten Mustergärten (teilweise mit Wasserspielen) an der mit einem Rosenband bestückten Promenade oberhalb des Sees bieten für Gartenfreunde neue Anregungen, teils mediterran, teils alternativ futuristisch.
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Landesburg mit Aussichtsturm

Zülpich – Aussichtturm der Landesburg
Zülpich – Aussichtturm der Landesburg

Die kurkölnische Landesburg in Zülpich wurde Ende des 14. Jahrhunderts als Hoheitssymbol und Außenposten der Kölner Erzbischöfe gegen die Grafschaft Jülich erbaut. Köln und Jülich waren im Mittelalter ständig wegen Territoriumsstreitigkeiten verfeindet. Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Landesburg durch französische Truppen niedergebrannt. Die Ruine kam 1741 in Privatbesitz. Ab 1870 betrieb die Zülpicher Fabrikantenfamilie Sieger in der teilweise wiederaufgebauten Burganlage eine Schnapsbrennerei, die sogar bis in die 1980er Jahre produzierte. Im Zweiten Weltkrieg folgte eine erneute Zerstörung der Burg und der fast ganzen Stadt Zülpich durch Bombenangriffe. In den 1950er Jahren wurde alles teilweise wiederaufgebaut. Der 30 Meter hohe Aussichtsturm der Landesburg kann seit der Landesgartenschau NRW Zülpich (LAGA) im Jahr 2014 wieder erklommen werden. Im Innenhof und im Erdgeschoss befindet sich die „Geschichtswerkstatt Zülpich“.

Kirche St. Peter in Zülpich

Zülpich – Antwerpener Altar in St. Peter
Zülpich – Antwerpener Altar in St. Peter

Die bei dem verhängnisvollen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zerstörte über tausend Jahre alte Kirche St. Peter wurde als moderner Bau mit einem weithin sichtbaren Turm 1953 neu aufgebaut. Angeblich soll Chlodwig, der Sieger über die Germanen, in der alten Kirche zum ersten Mal getauft worden sein. Auch Kaiser Willhelm II. soll sich im Jahre 1911 in der Kirche aufgehalten haben. Sehenswert sind im Innern unter anderem die beiden Schnitzaltäre, die wohl aus der Antwerpener Werkstatt stammen. Die Krypta der Pfarrkirche St. Peter ist ein Meisterwerk romanischer Baukunst. Zwei Marmortafeln, die 1811 auf Veranlassung Napoleons hin vom Institut de France gestiftet wurden, sind im Innern zu sehen.

Die Clodwig-Stele – Erinnerung an die Schlacht von Zülpich

Zülpich – Clodwig-Stele vom Bildhauer Ulrich Rückriem
Zülpich – Clodwig-Stele vom Bildhauer Ulrich Rückriem

Ein stehender Begriff in der europäischen Geschichtsschreibung ist die "Schlacht von Zülpich". 496 schlug bei Zülpich der Frankenkönig Clodwig nach der Erscheinung eines Kreuzes die Alemannen und trat anschließend zum christlichen Glauben über. Dies hat zur Festigung des christlichen Glaubens in Europa beigetragen. Eine aus spanischem Granit gemeißelte Stele des international bekannten Künstlers Ulrich Rückriem steht seit einigen Jahren auf dem vermuteten Schlachtort, einem Feld bei Zülpich-Langendorf. Leider ist keine Hinweistafel an der Stele zu finden, da der Künstler der Meinung ist, dass das Werk für sich sprechen soll.

Tourist-Infos Zülpich

Touristinfo Stadt Zülpich
Markt 21
53909 Zülpich
Tel: 02252 / 52212

Weitere Infos auf der Webseite Zülpich Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.zuelpich.de

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Aus der Geschichte von Zülpich

Zülpich – Kölner Tor an der Stadtmauer
Zülpich – Kölner Tor an der Stadtmauer

Im zweiten Jahrhundert verlangten die römischen Anwohner und Durchreisenden des damaligen Tolbiacum ein bisschen Luxus auf dem Lande und so wurde eine große Therme gebaut, die, wie die Ausgrabungen zu Tage brachten, in mehreren Bauphasen umgebaut und erweitert wurde. Die Ruinen dieser Therme wurden bereits 1931 teilweise ausgegraben. Im Jahre 1997 wurde durch die Initiative des Zülpicher Geschichtsverein der Dornröschenschlaf dieser Reste der römischen Badeanlage beendet. Ein moderner Museumsbau schützt seitdem die römische Badeanlage und zudem ist noch ein recht anschauliches "Museum der Badekultur" daraus entstanden. Nach einigen Eroberungen und Zerstörungen wuchs die Stadt Zülpich im Mittelalter beträchtlich und wurde durch eine mächtige Stadtmauer mit vier Toren und einer Landesburg geschützt. Diese Anlagen sind zum größten Teil heute noch gut erhalten und prägen das Stadtbild von Zülpich, Innerhalb der Mauer sticht allerdings eine moderne Bebauung hervor, was auf einen heftigen Bombenangriff am 24. Dezember 1944 zurückzuführen ist, der die Innenstadt fast komplett zerstörte.