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Bad Münstereifel

Fachwerk mit Ladenschildern des CityOutlets in Bad Münstereifel
Fachwerk mit Ladenschildern des CityOutlets in Bad Münstereifel

Im mittelalterlich anmutenden Stadtkern von Bad Münstereifel leben heute etwa 6000 Einwohner. Die zum Kreis Euskirchen gehörende Kleinstadt bietet neben der fast vollständig restaurierten Stadtmauer mit Stadttoren und Türmen ein historisches Zentrum mit vielen Fachwerkhäusern. Bad Münstereifel ist bestens auf Gäste eingestellt. Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomie für jeden Anspruch sind in der mittelalterlichen Stadt zu finden: Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen.

Ende der 1980er Jahre blieben die Kurgäste aus und Bad Münstereifel musste sich einem Wandel unterziehen. Viele historische Gebäude entlang der Fußgängerzone wurden von privaten Investoren saniert und knapp 40 Geschäfte als „City-Outlet-Centers“ angesiedelt. Zahlreiche namhafte Mode-Hersteller bieten heute in den  Fachwerkhäusern in der Innenstadt ihre Produkte an. Neben dem romantischem Flair einer mittelalterlichen Stadt, gastronomischer Vielfalt und einem attraktiven Freizeit- und Kulturangebot bietet Bad Münstereifel heute dieses außergewöhnliche Shopping-Erlebnis. Viermal im Jahr gibt es einen verkaufsoffenen Sonntag in Münstereifel.

Am 14. Juli 2021 wurde Bad Münstereifel durch die Flut in großen Teilen zerstört. Der Wiederaufbau ist im vollen Gange (Siehe weiter unten "Aus der Geschichte von Bad Münstereifel".

Aus der Geschichte von Bad Münstereifel

Alte Gasse in Bad Münstereifel
Alte Gasse mit Fachwerkhäusern in Bad Münstereifel

Die Gründung der heutigen Stadt Bad Münstereifel geht auf eine Klostergründung des Abtes von Prüm mit dem Namen "Novum Monasterium" zurück. Die Schenkung der Gebeine des Märtyrerehepaares Chrysanthus und Daria von Papst Serpius II. an das Kloster im Jahre 844 führte zu einer regen Wallfahrt nach dem dann genannten "Monasterium in Eiflia". Die heutige romanische Basilika wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Nach der Aufhebung des Klosters 1803 begann sie zu verfallen und schließlich stürzte 1872 der nordwestliche Flankenturm ein. Der Wiederaufbau mit Restaurierung wurde 1890 abgeschlossen. Münstereifel kam 1262 unter die Herrschaft der damals mächtigen Grafen von Jülich. Sie ließen umgehend die heute noch zu sehende Stadtbefestigung mit vier Toren, 18 Wehrtürmen und einer Landesburg errichten. Ein knapp zwei Kilometer langer Abschnitt der instandgesetzten Stadtmauer ist heute begehbar.

1618 kamen die Kapuziner nach Münstereifel, die neben neuen Klostergebäuden mit Kirche auch eine Tuchmanufaktur mit vielen Arbeitsplätzen errichteten. Der Ort entwickelte sich zu einem wichtigen Handelspunkt. Zahlreiche sehenswerte Fachwerkhäuser wurden gebaut. Das mittelalterliche Leben mit Wollwebereien, Gerbereien und Brauereien ist heute noch an den vielen Brücken, Abgängen und romantischen Szenen an der Erft zu spüren. Die Errichtung der Klostergebäude erfolgte zwischen 1652 und 1674, die der Jesuitenkirche von 1659 bis 1668; das heutige Gymnasialgebäude wurde zwischen 1724 und 1727 errichtet. Es war die einzige höhere Schule zwischen Köln und Trier.

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Windeckhaus - Das schönste und auffälligste Fachwerkhaus in Bad Münstereifel
Windeckhaus - Das schönste und auffälligste Fachwerkhaus in Bad Münstereifel

Das schönste und auffälligste Fachwerkhaus in Bad Münstereifel aus dieser Zeit ist das Windeckhaus, eines der schönsten Fachwerkhäuser im Rheinland, errichtet in den Jahren 1644 bis 1664 in der Orchheimer Straße. Durch sein reiches Schnitzwerk hebt es sich deutlich von den Nachbarhäusern ab. Seit 2012 ziert das imposante Gebäude sogar eine Briefmarke in der Serie Deutscher Fachwerkbau. Der Bauherr war nicht der Hofrat Windeck, der das Haus erst im 18. Jahrhundert bewohnte, sondern Paulus Pick, der außer in den Steuerlisten des 17. Jahrhunderts nicht in städtischen Akten erscheint. Er dürfte ein wohlhabender Tuchhändler gewesen sein, der im Erdgeschoss seine Ware feilbot.

1689 zerstörten die Franzosen während ihres Kriegszuges die Burg, die dadurch ihren Status als Amtssitz verlor und zur Ruine verfiel. Ein weiterer Schlag für die Stadt war 1802 die Auflösung der sieben Klöster durch Napoleon. Münstereifel verlor politisch und wirtschaftlich in der Folgezeit an Bedeutung. Sogar die romanische Stiftskirche verfiel. Als auf dem Burggelände 1879 im Zuge der deutschen Romantik ein Tanzsaal errichtet wurde, brachte der Fremdenverkehr eine erneute Belebung der Wirtschaft. Der Wiederaufbau mit Restaurierung der sehenswerten Stiftskirche wurde 1890 abgeschlossen. 1926 wurde Münstereifel Kneippkurort und seit 1967 heißt es "Bad Münstereifel". Im August 2014 wurde das „City Outlet Bad Münstereifel“ mit einer kleinen Zeremonie unter Beisein zahlreicher Prominenz eröffnet.

Die Flutkatastrophe am 14. Juli 2021 traf Bad Münstereifel sehr hart

Eins der dunkelsten Kapitel der Stadt war die Flut am 14. Juli 2021, die große Teile der Stadt zerstörte. Keiner hatte die vielen Warnhinweise richtig ernst genommen: 200 Liter Wasser auf den Quadratmeter? So was gibt es doch nicht. Doch das gab es an jenen 14. Juli 2021. Und die Innenstadt von Bad Münstereifel wurde von der reißenden Erft, die sich in einen meterhohen Fluß verwandelt hatte, förmlich zerrissen. Die Beseitigung der Schäden ist im vollen Gange und wird noch einige Zeit dauern.

Tourist-Info Bad Münstereifel

Tourist-Info Bad Münstereifel
Kölner Strasse 13 - Im Bahnhof
53902 Bad Münstereifel
Tel.: 02253/54 22 44
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Bad Münstereifel mit Steinbrücke vor der Flut
Bad Münstereifel mit Steinbrücke vor der Flut
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