Kloster Heisterbach im Siebengebirge

Kloster Heisterbach – Chorruine der Abteikirche
Kloster Heisterbach – Chorruine der Abteikirche

Im Heisterbacher Tal im Siebengebirge steht eine der eindrucksvollsten Klosterruinen des Rheinlandes: Die Chorreste der Abteikirche des ehemaligen Klosters Heisterbach, das von zwölf Mönchen des Zisterzienserorden im Jahr 1192 gegründet wurde. Diese waren vom Kloster Himmerod in der Eifel entsandt worden, um den neuen strengeren Glauben der aus den Benediktiner hervorgegangen Zisterzienser um Bernhard von Clairvaux (1090-1153) zu verbreiten. Ab 1211 hieß das Kloster „Maria im Peterstal in Heisterbach“. Später wurde es nur noch Kloster Heisterbach genannt.

Kloster Heisterbach – Ruine des Umgangschor mit Kapellenkranz
Kloster Heisterbach – Ruine des Umgangschor mit Kapellenkranz

Die 88 Meter lange und 44 Meter breite neue Abteikirche wurde 1237 geweiht. An Größe wurde sie seinerzeit nur vom Kölner Dom übertroffen. Um die Apsis wurde gemäß dem damaligen Geschmack ein Umgangschor mit Kapellenkranz angelegt, der auch heute noch bei der Heisterbacher Ruine erhalten ist. Auch der später gebaute Altenberger Dom erhielt einen solchen Kapellenkranz. Fast 100 Jahre später war die komplette Klosteranlage fertiggestellt. Die vor 1448 gefertigten Klappaltarbilder des Meisters des Heisterbacher Altars ist in alle Winde verstreut, wobei die meisten Teile im Kölner Wallraf-Richartz-Museum und in der Münchener Alten Pinakothek zu sehen sind.

Mit der Säkularisation kam das vorläufige Ende des Klosters und die Gebäude wurden abgerissen oder teilweise gesprengt, darunter auch die Kirche, von der nur noch das Chorfragment übrigblieb. 1918 erwarben die Kölner Cellitinnen das gesamte Gebiet um das Kloster und es zog wieder klösterliches Leben in die alten Mauern ein. Am 18. Oktober 1984 wurde die „Stiftung Abtei Heisterbach“ gegründet. Sie hat sich die Pflege und Erforschung dieses Kulturerbes zur Aufgabe gemacht.

Infos Kloster Heisterbach

Klosterlandschaft Heisterbach
Heisterbacher Straße
53639 Königswinter

Öffnungszeiten: Das Klostergelände ist tagsüber frei zugänglich. Die Ausstellung in der Zehntscheune ist in den Monaten Mai bis Oktober samstags und sonntags von 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet.

Internet: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.klosterlandschaft-heisterbach.de/

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