Kirchen in der Eifel – Schatztruhen der Region

Die zahlreichen Kirchen und Klöster in der Eifel und an der Mosel sind architektonische Baudenkmaler und beherbergen eine unüberschaubare Zahl an wertvollen Kunstschätzen.

Bad Münstereifel – romanische Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria

Bad Münstereifel – romanische Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria

Das Benediktinerkloster, dem Münstereifel Entstehung und Namen verdankt, wurde 830 vom Prümer Kloster aus gegründet. Die Reliquien des römischen Märtyrerpaars Chrysanthus und Daria wurden 844 in das Kloster gebracht. Dadurch gewann es erheblich an Bedeutung und viele Pilger kamen nach Münstereifel. Die heutige dreischiffige, querschifflose Basilika wurde im 11. Jahrhundert erbaut..
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Bad Münstereifel – Jesuitenkirche

Bad Münstereifel – Blick vom Berg auf die Jesuitenkirche

Die Jesuiten wirkten nun gut hundert Jahre in Kirche und Schule von Bad Münstereifel. Die Schule (heute: St. Michael-Gymnasium) war die einzige höhere Schule zwischen Köln und Trier. Das Kirchengebäude sollte schließlich mit Verfügung von 1868 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Ein Religionslehrer sorgte für eine Gebäudesicherung.
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Blankenheim – Kirche St. Mariä Himmelfahrt

Blankenheim – Kirche St. Mariä Himmelfahrt

Die heute in der Pfarrkirche von Blankenheim aufgestellten drei Schnitzaltäre, die als geschlossenes Ensemble dieser Zeit eine Kostbarkeit darstellen, befanden sich ursprünglich in der Schlosskapelle. Es befinden sich spätgotische Schnitzgruppen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts darin. Weitere bemerkenswerte Stückesind die Sakramentsnische mit Durchsteckgitter, die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert und zwei spätgotische Chorstühle.
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Bleialf – seltene gotische Fresken in der Pfarrkiche

Neben den gotischen Fresken der südtiroler Sankt-Prokulus-Kirche in Naturns zählen die um 1500 geschaffenen Bleialfer Wandmalereien in der Kirche Mariä Himmelfahrt zu den ältesten und bedeutendsten in Europa, die viele Fachleute aus der ganzen Welt anziehen. Der Gemäldezyklus stellt den Zehn Geboten die Zehn Ägyptischen Plagen gegenüber.
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Buchet in der Schneifel – Sankt-Barbara-Kapelle – eine interessante Architektur

Buchet in der Eifel – Innenraum der Barbara-Kapelle

1999 wurde in Buchet in der Schneifel eine Kapelle errichtet. "Gut Ding braucht Weil", heißt es ja und das Warten hat sich gelohnt. Nach Entwürfen von Professor Alexander Boeminghaus baute die Dorfgemeinschaft in Eigenleistung eine Kapelle in Form eines Buchenblatts.
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Heimbach – Kirchen St. Clemens und St. Salvator

Heimbach – Chorraum mit barockem Altar in der Kirche St. Clemens

Am Hang gegenüber der Burg Hengebach in Heimbach liegen die alte Pfarrkirche St. Clemens von 1725 und die moderne Wallfahrtskirche St. Salvator von 1981. Heimbach ist seit Jahrhunderten ein bekannter Wallfahrtsort. Die eigens für die "Schmerzhafte Madonna" (im Zentrum des Schnitzaltars) im letzten Jahrhundert errichtete St. Salvator-Wallfahrtskirche ist jährlich der Anziehungspunkt für viele Gläubige.
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Hillesheim – Pfarrkirche St. Martin

Hillesheim – Kirche St. Martin von Südosten gesehen

Von historischer Bedeutung in Hillesheim sind außerdem noch große Teile des alten Inventars des Vorgängerbaus der 1852 neu errichteten klassizistischen Pfarrkirche St. Martin. Der Sakramentsaltar aus der Spätrenaissance in der Mitte der Chorwand und ein Seitenaltar von 1609 gehören dazu.
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Kronenburg/Eifel – Kirche St. Johann Baptist

Kronenburg - die Kirche St. Johann Baptist

Im spätgotischen Innenraum der Kronenburger Kirche St. Johann Baptist, die 1508 fertiggestellt wurde, trägt ein einzelner Pfeiler vier reich geschmückte Gewölbe. Diese so genannten Einstützenkirchen, nach dem Vorbild der Hospitalkirche in Kues entstanden, sind 37 mal in der Eifel zu finden. Sie vermitteln ein vollkommen anderes Raumgefühl als die dreischiffigen Basiliken.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterSt. Johann Baptist in Kronenburg

Kronenburgerhütte St.-Brigida-Kapelle

Barocke Brigidakapelle in Kronenburgerhütte

Die Kapelle im Ortsteil Kronenburgerhütte wurde im Jahr 1734 als Saalkirche mit dreiseitig geschlossenem Chor im Baustil des Barock errichtet. Das kleine Gotteshaus wurde von einem Everhard Lux gestiftet. Der Glockenturm  an der Westseite wurde erst im Jahr 1901 angebaut. Im Innern befindet sich ein vermutlich aus der Barockzeit stammender Hochaltar.
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Mayen – Kirchen St. Clemens und Herz Jesu

Mayen – Kirche St. Clemens

Die schwerbeschädigte gotische Kirche St. Clemens, die mit ihrem verdrehten Turm schon immer das Wahrzeichen von Mayen war, wurde nach den Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Im Innenraum haben lediglich einige Heiligenfiguren, ein Sakramentstürmchen und das alte Taufbecken die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg überstanden. Mayens zweite große Kirche "Herz Jesu" ist ein imposanter Bau mit 5 Türmen, die beiden Glockentürme davon sind 43 Meter hoch.
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Mechernich-Wachendorf Bruder-Klaus-Kapelle

Bruder-Klaus-Kapelle – Feldkapelle in Mechernich-Wachendorf

Die fünfeckige Bruder-Klaus-Kapelle in Mechernich-Wachendorf wurde von 2005 bis 2007 nach Entwürfen des Schweizer Architekten Peter Zumthor (der auch das Kölner Museum Kolomba entworfen hat) von der Familie Scheidtweiler als Stifterin und Bauherrin und vielen Helfern errichtet. Sie ist dem 1947 von Pius XII heilig gesprochenen Bruder Klaus gewidmet.
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Mirbach – Erlöserkirche – eine wahrlich kuriose Geschichte

Mirbach – Erlöserkirche von 1902

In Mirbach / Eifel bei Hillesheim wurde 1902 eine neuromanische Erlöserkirche errichtet, die bereits kurz nach ihrer Fertigstellung heftiger Kritik ausgesetzt war. Auch heute fragt man sich noch, warum in dem kleinen Eifelort Mirbach eine derart prächtige Kirche steht. Des Rätsels Lösung ist kurios und einfach. Ein Adeliger aus der wilhelminischen Zeit mit Namen Ernst Freiherr von Mirbach war auf der Suche nach seinen Urahnen auf den gleichnamigen Ort gestoßen und erklärte diesen ohne belegbare Dokumente kurzerhand zum seinem Ahnensitz.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterErlöserkirche Mirbach

Monreal – Gotische Kirche

Monreal – im Hindergrund die aus Bruchsteinen erbaute gotische Kirche

Die gotische Kirche Heiligste Dreifaltigkeit in Monreal liegt mitten im Ort am Ufer der Elz. Sie wurde 1460 als Kirche eines Kollegiatstiftes aus Bruchstein erbaut. Ein Kollegiatstift ist eine "weltgeistliche" Gemeinschaft, die keiner Ordensgemeinschaft angehören. An der Westfassade erhebt sich der Glockenturm mit seinem spitz zulaufenden Pyramidendach. Die Außenwände gliedern die hoch angesetzten Strebepfeiler.
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Münstermaifeld – historischer Ortskern und gewaltige Kirche

Münstermaifeld – ehemalige Stiftskirche

Sehenswert ist der malerische mittelalterliche Stadtkern in Zentrum von Münstermaifeld mit den verwinkelten Gassen, der Propstei und den klassizistischen Herrenhäusern, die den Marktplatz und die Kirche umgeben. Weithin sichtbar ist das Westwerk mit den beiden Türmen der ehemaligen Stiftskirche St. Martin und St. Severus, die auch als "Maifeldmünster" bezeichnet wird. Sie wurde im 12. bis 13. Jahrhundert im romanisch-gotischen Stil erbaut. Die Kirche besticht im Innern auch heute noch durch die Weite des Raumes und die beeindruckenden Gewölbe.
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Nettersheim – Ahekapelle bei Engelgau

Ahekapelle bei Engelgau, Gemeinde Nettersheim – Choransicht

Die Ahekapelle bei Engelgau in der Gemeinde Nettersheim ist dem hl. Servatius geweiht. Sie hat eine lange Tradition als Wallfahrtskapelle. Vermutet wird, das der Sakralbau auf den Resten einer römischen Villa rustica steht, da im Umfeld römische Trümmer und eine Grabstein gefunden wurde. Im Grundbuch der Abtei Steinfeld aus dem Jahr 1503 werden drei zinspflichtige Höfe "In der Ahe" ausgewiesen.
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Nettersheim-Roderath – Kapelle St. Antonius

Kapelle St. Antonius und St. Maternus und in Nettersheim-Roderath

Die denkmalgeschützte Kapelle St. Antonius und St. Maternus in Nettersheim-Roderath ist dem heiligen Antonius dem Großen und dem heiligen Maternus geweiht. Das 1849 fertiggestellte Gotteshaus wurde aus Kalkstein, dem sogenannten Roderather Marmors aus dem örtlichen Steinbruch, errichtet, der sowohl im Sockel, an den Fenstergewänden wie auch an den Eckquaderungen von Schiff und Kirchturm sichtbar ist.
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Nideggen – sehenswerte romanische Basilika

Nideggen – romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert

Die wuchtige aber doch harmonische romanische Pfarrkirche St. Johannes Baptist ist wie der ganze Ort Nideggen aus Rotsandstein gebaut und wurde bereits gegen Ende des 12. Jh. in der Vorburg errichtet. Der harmonische Bau ist außen sparsam gegliedert, lediglich am Chor ist ein schmückender Rundbogenfries mit symbolhaften Menschen- und Tierköpfen angebracht. Der weite Innenraum der dreischiffigen Basilika mit einem flachgedeckten Mittelschiff öffnet den Blick auf die farbenprächtigen Fresken des Chores.
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Prüm – sehenswerte Basilika mit bewegter Geschichte

Prüm – Altar und Chorgestühl in der Basilika

Die Basilika St. Salvator in Prüm und die angrenzenden ehemaligen Abteigebäude (ein Gymnasium ist heute dort untergebracht) sind die wichtigsten und auffälligsten Sehenswürdigkeiten von Prüm. Ein erster Höhepunkt in der Prümer Geschichte ist 799 die Einweihung der wegen ihres Reichtum so genannten "Goldenen Kirche" durch Papst Leo II. in Anwesenheit des Kaisers Karl der Große. Das pompöse Grab dessen Sohnes Kaiser Lothar I. wurde 1878 von Kaiser Wilhelm gestiftet und im Chor der Prümer Basilika aufgestellt.
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Schleiden – Schlosskirche

Schleiden – Schlosskirche – Detail aus den berühmten Glasfenstern

Das Panorama von Schleiden wird vom wieder aufgebauten Schloss und der weithin sichtbaren gelben Schlosskirche dominiert. Der Vorgängerbau wurde 1230 als Burgkapelle geweiht. Die von außen recht unscheinbare Schlosskirche überrascht in ihrem Inneren mit einer dreischiffigen Halle. Der große Saalbau ist unverändert geblieben und einzigartig in der ganzen Eifel.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchlosskirche Schleiden

Sinzig – Romanische Kirche St. Peter

Sinzig – Romanische Kirche St. Peter

Die Pfarrkirche St. Peter in Sinzig liegt auf einem Hügelsporn in der Nähe derAhrmündung. Bereits von weitem sieht man das Wahrzeichen von Sinzig, die auffällige rötlich-weiße Kirche St. Peter, ein unter Fachleuten geschätztes Meisterwerk der Spätromanik. Sie ist einer der wichtigsten Sakralbauten im gesamten Rheinland. In einer Kapelle in der Kirche liegt der sogenannte "Vogt von Sinzig", eine mumifizierte Leiche, in einem Glassarg.
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Kirchen in der Eifel von Bad Münstereifel bis Sinzig

Kronenburg – ein einzelner Pfeiler trägt das ganze Gewölbe der Kronenburger "Einstützenkirche" von 1508. Der Kirchturm diente gleichzeitig als zusätzlicher Wehrturm der Burganlage.
Kronenburg – ein einzelner Pfeiler trägt das ganze Gewölbe der Kronenburger "Einstützenkirche" von 1508. Der Kirchturm diente gleichzeitig als zusätzlicher Wehrturm der Burganlage

Gut 4500 Kirchen gibt es in Deutschland, davon ein beträchtlicher Teil in Rheinland und Eifel. Darunter sind die vielen Pfarr- oder Gemeindekirchen, die Klosterkirchen oder auch die Bischofskirche, die bei den Katholiken als Kathedrale oder Dom bezeichnet werden. Der Großteil der christlichen Kirchen folgt vier Grundrissen, die sich aus den frühzeitlichen und mittelalterlichen Idealvorstellungen eines Gotteshauses entwickelt haben.

Als erste Grundform hat sich im römischen Reich die BASILIKA entwickelt. Das Wort Basilika kommt aus dem griechischen und bedeutet Königshalle. Ihr Innenraum ist in durch Säulenreihen getrennte Längsschiffe, meistens drei, aufgeteilt. Dieses Schema wurde von der altchristlichen und romanischen Architektur übernommen. Charakteristisch für eine Basilika ist, das das Mittelschiff höher als die Seitenschiffe ist. Beispiele sind die Münstereifeler Stiftskirche oder St. Salvator in Prüm. Die SAALKIRCHE ist ein einschiffiges Gebäude mit nur einem Raum, dem meist noch ein Chor angegliedert ist. Der Innenraum ist nicht durch Säulen oder Stützen unterteilt. Viele kleine Dorfkirchen, wie z. B. St. Clemens in Heimbach, Sankt Margaretha in Ormont oder St. Martin in Nettersheim sind Saalbauten.

Eine HALLENKIRCHE ähnelt der Basilika, die Seitenschiffe sind jedoch genauso oder fast so hoch wie das Mittelschiff. Ein Beispiel ist die katholische Kirche St. Lauritius in Ahrweiler. Aus der ursprünglich einschiffigen Saalkirche St. Mariä Geburt in Baasem (Gemeinde Dahlem) wurde durch die Erweiterung um 1510 eine zweischiffige spätgotische Hallenkirche. Die vierte Grundform ist der ZENTRALBAU, bei dem die Hauptachsen gleich lang sind. Daraus ergeben sich z. B. kreuzförmige, quadratische, ovale oder kreisförmige Grundrisse. Der Zentralraum im Aachener Dom, die Pfalzkapelle, ist ein Zentralbau oder auch die romanische Kirche St. Gereon in Köln.

Neben diesen Grundformen gibt es darüber hinaus eine ganze Reihe von Sonderbauformen. Die in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts gebaute Kapelle in Buchet in der Schneifel bei Prüm hat als Grundriss die Form eines Buchenblattes, dessen Rippen sich im Gebälk der Decke aus Eifeler Fichtenholz widerspiegeln.