Die Bundeskunsthalle in Bonn am Abend
Die Bundeskunsthalle in Bonn am Abend

Bundeskunsthalle in Bonn

Blick in eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle
Blick in eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle

Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland ist mit seinen zahlreichen Ausstellungen eines der meistbesuchten Museen in Deutschland. In dem modernen Gebäude mit drei charakteristischen Lichtschächten auf dem Dach sind seit der Eröffnung 1992 zahlreiche Kunstschätze aus der ganzen Welt präsentiert worden. Das Museo Nacional del Prado war mit Velázquez, Rubens und Lorrain zu Gast in Bonn, die Kaiserliche Sammlung aus dem Nationalen Palastmuseum Taipeh, in Taiwan und die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul mit geretteten Schätzen ebenso. Auf der 5600 m² großen Ausstellungsfläche der Bundeskunsthalle werden ständig bis zu vier Ausstellungen parallel gezeigt.

Ausstellungen aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte, Wissenschaft und Technik

Wissenschaftsausstellung in der Bundeskunsthalle
Wissenschaftsausstellung in der Bundeskunsthalle

Namhafte Künstler wie Ferdinand Hodler oder Ernst Kudwig Kirchner wurden neben den Gegenwartskünstlern wie Marina Abramović, Gregor Schneider oder Katharina Sieverding in großen Einzelausstellungen präsentiert. In den ersten zehn Jahren konnten über 100 Ausstellungen aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte, Wissenschaft und Technik präsentiert werden. Auch Konzerte, Theateraufführungen, Konferenzen Lesungen und Filmvorführungen finden in einem Veranstaltungssaal mit bis zu 600 Sitzplätzen statt. Sogar eine Schachweltmeisterschaft ist hier ausgefochten worden. Der Sammelschwerpunkt der für jedermann frei zugänglichen Bibliothek mit 50.000 Medien liegt auf der Geschichte des Ausstellungswesens.

Info Bundeskunsthalle

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn
Telefon: 0228 91710
E-Mail: info@bundeskunsthalle.de
Web: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.bundeskunsthalle.de

Alle Angaben Stand 04.2019

Öffnungszeiten
Montag geschlossen,
Dienstag und Mittwoch 10 bis 21 Uhr,
Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen (auch an Montagen) 10 bis 19 Uhr.

Eintritt
Alle Besucher/-innen bis einschließlich 18 Jahre haben an allen Tagen freien Eintritt in die Ausstellungen der Bundeskunsthalle.
Tageskarte für Dauerausstellung regulär/ermäßigt 17 €/11,50 €.

Aktuelle Ausstellungen in der Bundeskunsthalle 2020

Beethoven-Denkmal in Bonn
Beethoven-Denkmal in Bonn

BEETHOVEN - WELT.BÜRGER.MUSIK
17. Dezember 2019 bis 26. April 2020
Zum 250. Geburtstag des großen Komponisten und Visionärs Ludwig van Beethoven (1770–1827) präsentiert die Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Beethoven-Haus Bonn die zentrale Ausstellung zum Jubiläumsjahr 2020. Die Schau zeichnet die wichtigsten Lebensstationen Beethovens nach und verschränkt diese mit seinem musikalischen Werk. Sie gliedert sich in Themenkreise wie „Beethovens Sicht auf sich selbst“, „Freundschaften“ und „Geschäftliche Strategien“, denen jeweils musikalische Schlüsselwerke zugeordnet sind. Es wird nicht nur die Arbeitsweise des Komponisten, sondern auch der kulturhistorische Kontext seiner Lebens- und Wirkungsgeschichte veranschaulicht.

WIR KAPITALISTEN  - VON ANFANG BIS TURBO
13. März bis 12. Juli 2020
Der Kapitalismus ist weit mehr als nur ein ökonomisches System. Er ist eine Gesellschaftsordnung, die unser Denken, Fühlen und Dasein seit Jahrhunderten prägt. Aus einer kulturhistorischen Perspektive betrachtet die Ausstellung die grundlegenden Eigenschaften des Kapitalismus: Rationalisierung, Individualisierung, Akkumulation, Geld und Investitionen sowie typische kapitalistische Dynamiken wie ungebremstes Wachstum und schöpferische Krisen. Mit Objekten aus Kunst, Geschichte und Alltagskultur ermöglicht die Ausstellung eine Annäherung an ein komplexes Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz – und großer Lebensnähe für uns alle.

JULIUS VON BISMARCK - FEUER MIT FEUER
27. März bis 30. August 2020
„Ich ziehe meine Inspiration aus der Wissenschaft und arbeite künstlerisch“, sagt Julius von Bismarck über seine Werkstrategie. Immer auf der Suche nach anderen Formen der Wahrnehmung, erforscht er mit künstlerischen Mitteln Mensch, Natur und Technologie. So setzte er sich auf einer rasant rotierenden Scheibe, seinem Egocentric System, den Fliehkräften aus, um auf diese Weise die eigene und unsere Wahrnehmung zu hinterfragen und zu manipulieren. Für seine Arbeit Punishment peitschte der 36-jährige Künstler in Rio de Janeiro das Meer, in New York die Freiheitsstatue sowie die Berge in den Alpen. In den USA ging er auf Hurrikan-Jagd oder fing in Venezuela Blitze ein, um die Ästhetik der Naturgewalten zu untersuchen.

STATE OF THE ARTS - DIE VERSCHMELZUNG DER KÜNSTE
17. April bis 28. Juni 2020
Die Ausstellung State of the Arts präsentiert eines der spannendsten Phänomene dieser Zeit: Die Verschmelzung von darstellender und bildender Kunst. Kunst zu erleben, heißt gerade heute immer häufiger, sich nicht nur auf neue Seheindrücke einzustellen. Stattdessen steht ein umfassendes Erleben im Mittelpunkt, das sämtliche Sinne einschließt. Künstler*innen kombinieren Tanz, Performance, Poesie und Musik und laden das Publikum ein, sich auf ein sinnliches Kunsterleben einzulassen. Dazu gehört mitunter auch, als Besucher selbst zum Teil des Werkes zu werden und eine distanzierte Wahrnehmungshaltung aufzubrechen.

DOPPELLEBEN - BILDENDE KÜNSTLER*INNEN MACHEN MUSIK
19. Juni bis 4. Oktober 2020
Die Schau rückt bedeutende Künstler*innen in den Fokus, die neben der bildenden Kunst auch Musik machen. Die Ausstellung spannt einen Bogen vom frühen 20. Jh. bis heute. Beginnend mit Duchamp und den Futuristen über Yves Klein und die Fluxuskünstler*innen Nam June Paik und Yoko Ono, führt sie zu zentralen Figuren der 1960er- und 70er-Jahre wie A. R. Penck, Hanne Darboven oder Hermann Nitsch. Vertreter des Proto-Punk wie Captain Beefheart und Alan Vega sind Vorläufer der zahlreichen Künstlerbands der 80er-Jahre, in denen unter anderem Albert Oehlen, oder Pipilotti Rist gespielt haben. Die stilistisch heterogenere Szene seit den 1990er-Jahren ist unter anderem durch Carsten Nicolai oder Emily Sundblad vertreten.

MAX KLINGER
4. September 2020 bis 3. Januar 2021
Der Spätromantiker und Pionier des deutschen Symbolismus Max Klinger (1857–1920) gehört zu den eigenwilligsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Epoche. Angeregt von Richard Wagner, strebte Klinger die Überwindung von Gattungsgrenzen im Sinne eines Gesamtkunstwerks an, in dem Malerei, Skulptur, Architektur – möglichst auch die Musik – zu einer harmonischen Einheit verschmelzen. Sein monumentales Beethoven-Denkmal gilt als zentrales Beispiel der damaligen Beethoven-Verehrung und wird zum Abschluss der Beethoven-Jubiläumsjahrs 2020 auch in Bonn zu sehen sein. Klinger gehört zu den umstrittensten Künstlern der vergangenen 100 Jahre, dessen Rezeption von tiefer Bewunderung zu Lebzeiten über eine ideologische Vereinnahmung durch die National-sozialisten bis zu einem eher verhaltenen Interesse in der Nachkriegszeit reicht.

JERUSALEM
27. November 2020 bis 28. März 2021
Jerusalem, der biblische Ort mit mehrtausendjähriger Geschichte, geprägt von Symbolen und Mythen, multireligiös und multikulturell. Den unzähligen Jerusalembildern in der europäischen Kunst und Kulturgeschichte und den mannigfaltigen religiösen und künstlerischen Vorstellungen und Sehnsüchten, politischen Träumen und wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sie hervorgebracht haben, ist diese Ausstellung gewidmet. Sie präsentiert die von Eroberern und Pilgern seit dem Mittelalter nach Europa mitgebrachten prachtvollen Reliquien, Reliquiare, Souvenirs und die in Europa von Künstlern, Schriftstellern und Forschern geschaffenen Buch- und Tafelmalereien, Reiseberichte und historische Modelle.

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