
Der Nationalpark Eifel ist einer von bislang 14 Nationalparks in Deutschland. Bedingung für einen solchen Park ist, dass 75 Prozent seiner Fläche innerhalb von 30 Jahren nach der Gründung der Natur ohne menschlichen Eingriff überlassen werden. Ein Naturpark wird zum Urwald.

Der Nationalpark Eifel bietet folgende kostenlose Angebote an:
> Wanderungen mit Rangern (kostenlos und ohne Anmeldung) oder zertifizierten WaldführerInnen (individuelle Wandertouren, 15 Euro Aufwandsentschädigung pro Stunde und Gruppe)
Weitere Informationen "Geführtes Wandern"
> Schiffstouren mit Rangern (kostenlos und ohne Anmeldung, jeden ersten und dritten Montag in den Monaten April bis Oktober einschließlich)
> Mehrsprachig geführte Wanderungen (kostenlos und ohne Anmeldung, jeden Sonntag im Juli und August, 13 Uhr am Adlerhof am Forum Vogelsang)
> Gebärdensprachlich begleitete Wanderungen (kostenlos und ohne Anmeldung, deutsch und niederländisch)
Landesbetrieb Wald und Holz NRW,
Nationalparkforstamt Eifel
Urftseestraße 34, 53937 Schleiden-Gemünd
Telefon 0049 (0) 24 44. 95 10-0
info@nationalpark-eifel.de
http://www.nationalpark-eifel.de/
Öffnungszeiten der Verwaltung:
Mo. bis Do.: 9:00 - 12:30 Uhr und 13:30 - 15:00 Uhr
Fr.: 9:00 - 14:00 Uhr
Das Gebiet des Eifeler Nationalparks ist 10.700 Hektar groß. Es grenzt im Nordwesten an den Rurstausee und umfasst die Urfttalsperre und den ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang. Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang selbst gehört nicht zum Nationalpark.
Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wird sich die Natur im Nationalpark Eifel unter ständiger Beobachtung von Experten zu einem urwaldähnlichen Zustand zurückentwickeln. Wildkatzen, Schwarzstörche und hunderte weitere Tierarten werden ein ungestörtes Umfeld haben und viele bedrohte Pflanzen werden sich in Ruhe entwickeln können.
Weite Teile des heutigen Nationalparks waren noch zu Beginn des 19. Jahrhundert waldfrei. Die intensive Gewinnung von Holzkohle, für viele Menschen der einzige Broterwerb in der Eifel, führte zu diesem Kahlschlag. Die preußische Verwaltung ordnete die Bepflanzung der Freiflächen mit den schnell wachsenden Fichten an. Diese sollen im Zuge der Renaturisierung im Nationalpark nach und nach den Buchen weichen.
Das ökologische Herzstück des Nationalparks ist das Waldgebiet Kermeter. Auf dem Bergrücken zwischen Rursee und Urftsee wachsen auf großer Fläche heimische Buchen-Mischwälder.
Im Zentrum des Kermeters befindet sich ein barrierefreier Naturerlebnisraum. Am Ausgangspunkt, dem Rastplatz Kermeter, befindet sich ein ertastbarer Kartentisch, der einen Überblick über das 4,7 Kilometer lange Wegenetz gibt. Zahlreiche Rastplätze und Sinnesliegen, an denen Tafeln mit philosophischen Zitaten zur Natur angebracht sind, bieten Gehörlosen und sehbeeinträchtigten Besuchern die Möglichkeit zu einer intensiven Naturerfahrung.
Die beiden Aussichtspunkte des Wilden Kermeter sind weitere Highlights des Rundweges. Ein grandioser Panoramablick über den Rursee bietet sich von der Hirschley, freie Sicht auf die ehemalige NS-"Ordenburg" hat man vom Vogelsang-Blick. Für Kinder gibt es eine eigene Nationalpark Eifel-Website:
http://www.kinder.nationalpark-eifel.de/
Um es mit dem französischen Schriftsteller Paul Claudel zu sagen: " Betritt man einen Wald, so ist es, als trete man in das Innere einer Seele."
Infos über die Nationalpark-Tore in der Eifel finden Sie auf unserer Seite Nationalparktore