Weihnachtskrippen Rheinland & Eifel – Christliche Tradition zur Adventszeit

Die heutigen Weihnachtskrippen gehen bereits auf das frühe Christentum zurück. Die ersten Krippen waren jedoch im Gegensatz zu den heutigen Landschaftskrippen sehr spartanisch. Die Darstellungen in den Anfängen des Christentums zeigten lediglich das Jesuskind (nach dem Lukas-Evangelium in der Futterkrippe liegend) mit den zwei Tieren Ochse und Esel. Die Mutter Maria kam erst im Mittelalter hinzu, der hl. Joseph sogar viel später.

Die bildliche Darstellung der Weihnachtsgeschichte

Krippen-Szene St. Margareta in Brühl
Krippen-Szene St. Margareta in Brühl
Krippen-Szene Freilichtmuseum Kommern
Krippen-Szene Freilichtmuseum Kommern

Die heutigen Weihnachtskrippen gehen bereits auf das frühe Christentum zurück. Die ersten Krippen waren jedoch im Gegensatz zu den heutigen Landschaftskrippen sehr spartanisch. Die Darstellungen in den Anfängen des Christentums zeigten lediglich das Jesuskind (nach dem Lukas-Evangelium in der Futterkrippe liegend) mit den zwei Tieren Ochse und Esel. Die Mutter Maria kam erst im Mittelalter hinzu, der hl. Joseph sogar viel später.

Belegt durch Mosaiken in Ravenna und Rom sind allerdings frühe Darstellungen um 500 mit den drei Weisen aus dem Morgenland, den späteren Hl. Drei Königen, die Geschenke darbringen. Weihnachtskrippen sind eine bildliche Darstellung der Weihnachtsgeschichte und dem Dreikönigsfest. Wobei die Schilderungen der Evangelisten Matthäus und Lukas in den Einzelheiten grundlegend voneinander abweichen.

Eine Kombination von beiden ist meistens heute zu sehen. Vereinfacht gesagt, die Hirten haben eine Erscheinung, die Sterndeuter, Weisen oder Magier, als "drei Könige" interpretiert, machen sich danach auf die Reise zum Geburtsort des "Erlösers", der als "Krippe im Stall" oder wie bei Matthäus als "Haus, wo das Kind war" beschrieben wird.

Wie dem auch sei, die Story hat sich durchgesetzt, nicht zuletzt Dank des hl. Franz von Assisi, der 1223 im italienischen Greccio anstelle einer Predigt die Geschichte mit lebenden Menschen und Tieren nachstellte. Wohl aus dem Grund, da die damaligen Gläubigen weder lesen noch schreiben konnten und am besten mit Bildern überzeugt werden konnten. Als erste gennannte Krippe gilt heute eine von den Jesuiten in Prag inszenierte Darstellung.

Heute reicht das Spektrum von der klassischen Nachbildung der Landschaft um Jerusalem bis hin zu Bauten mit Legosteine. Interessant sind die Krippen mit lokalem Kolotit, die, wie zum Beispiel im Kölner Dom Ausschnitte aus der Kölner Stadtgeschichte, zeigen.Im Kölner Umland und der Eifel findet man vielerorts ebenfalls lokale Bezüge, wie in der Krippe in der evangelischen Kirche in Brühl-Badorf. die ihren Schwerpunkt in einigen Szenen auf das Arbeitsfeld Braunkohle legt. In Bornheim-Walberberg taucht der zu Lebzeiten beliebte und engagierte Pater Bertram im Krippenensemble auf.

Die Krippe wird zu Weihnachten aufgestellt, vielerorts jedoch schon zu Beginn der Adventszeit. Ein reger Besucherstrom (vor allem Familien mit Kindern) zu den Adventswochenenden ist dann in den Kirchen zu verzeichnen.

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Aachener und Kölner Krippenweg

Krippen-Szene in der evangelischen Kirche St. Jakobus in Brühl-Badorf
Krippen-Szene in der evangelischen Kirche St. Jakobus in Brühl-Badorf

Aachen: 26. November 2016 bis 6. Januar 2017
Köln: 21. November 2016 bis 6. Januar 2017

An rund 100 Stationen in ganz Köln wird und an 40 Stationen in Aachen internationale Krippenkunst auf höchstem Niveau geboten. Gezeigt werden traditionelle Weihnachtskrippen aus verschiedenen historischen Epochen, zeitgenössische Künstlerkrippen und volkstümliche Weihnachtsdarstellungen aus vielen Kulturen. Zu finden sind die Krippen an öffentlich zugänglichen Standorten wie Schaufenstern von Geschäften, in kulturellen und kirchlichen Institutionen, im Hauptbahnhof, auf den Weihnachtsmärkten und selbstverständlich auch in zahlreichen der Aachener und Kölner Kirchen.

Weitere Infos im Internet
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