Historisches Blechspielzeug

Blechspielzeug – Puppenherde aus der Sammlung des Rheinischen Landesmuseums für Volkskunde
Blechspielzeug – Puppenherde aus der Sammlung des Rheinischen Landesmuseums für Volkskunde
Blechspielzeug nach 1920 – Schweine- und Gänsekutschen und Lastenträger der Firma Stock
Blechspielzeug nach 1920 – Schweine- und Gänsekutschen und Lastenträger der Firma Stock
Blechspielzeug – Eisenbahn-Spielzeug von verschiedenen Herstellern (Märklin, Gebrüder Bing, Karl Bub, Siegfried Günthermann)aus der Sammlung des Rheinischen Landesmuseums für Volkskunde
Blechspielzeug – Eisenbahn-Spielzeug von verschiedenen Herstellern (Märklin, Gebrüder Bing, Karl Bub, Siegfried Günthermann)aus der Sammlung des Rheinischen Landesmuseums für Volkskunde

Die Ursprünge des Blechspielzeugs haben viel mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert zu tun. Die umfangreiche Palette der neuentwickelten Maschinen ermöglichte das Walzen und Stanzen von Blech im großen Stil. Der Siegeszug des Weißblech-Spielzeuges, bedingt durch die Massenproduktion, konnte beginnen. Es löste teilweise das bis dahin dominierende Holzspielzeug ab und wurde erst in den 1970er-Jahren von Kunststoffspielzeug aus dem Markt gedrängt.

Heute sind sie beliebte und wertvolle Sammlerstücke.

Einst wurden sie achtlos weggeworfen, heute sind sie beliebte und teils wertvolle Sammlerstücke: Spielzeuge aus Blech. Als erster Hersteller gilt die schwäbische Firma Rock & Graner um 1813. Die Produktion war in den Anfängen nach heutigen Gesichtspunkten noch sehr aufwändig. Die einzelnen Bauteile wurden von Hand ausgeschnitten, zusammen gelötet und lackiert.

Erst nach und nach setzte ein automatisierter Herstellungsprozess ein und ersetzte die Handarbeit. Die Bemalung mit Pinsel wurde durch die neue Methode der Lithographie-Bedruckung ersetzt. In dieser Zeit wurden Nürnberg-Fürth, Württemberg und Brandenburg a. d. Havel die drei bedeutenden Zentren der deutschen Blechspielzeug-Herstellung. Frühe und bekannte Firmennamen sind Issmayer (1818), Hess (1826), Bub (1851), Plank (1866), Günthermann (1877), Bing (1879) und später Schuco (1912).

Herausragend sind die Firma Märklin (1859) aus Göppingen in Württemberg und die Firma "Ernst Paul Lehmann Patentwerk" (1881), die Dank ihrer innovativen Entwicklungen zu den ersten Marktführern wurden. Nachgeebaut wurde fast alles: Eisenbahnen mit Zubehör, Automobile, Pferdewargen, Motorräder,, Dampfmaschinen, Dampfschiffe, Sraßenbahnen, Flugzeuge, Tanzende etc. Aber auch die damals berühmte "Laterna Magica", ein optisches Gerät zur Projektion von farbigen Glasbildern, wurde aus Blech hergestellt.

In den 1950er-Jahren eroberten japanische und chinesische Erzeugnisse den europäischen Markt und der Niedergang einiger Spielzeugfabrikanten war besiegelt. Die Ausstellung "Alles Blech" in Kommern präsentiert mit zahlreichen Exponaten aus allen Schaffensperioden die Vielzahl des Spielzeuges, darunter Massenprodukte und vile wertvolle seltene Sammlerstücke.

Im Öffnet internen Link im aktuellen FensterLVR-Freilichtmuseum Kommern war 2014 die Ausstellung "Alles Blech - Historisches Blechspielzeug aus der Sammlung des Rheinischen Landesmuseums für Volkskunde" mit vielen interessanten Exponaten aus allen Jahrzehnten der Blechspielzeug-Produktion zu sehen, die hier zu sehen sind.

Tourist-Info Freilichtmuseum Kommern

Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde
53894 Mechernich-Kommern
Tel.: +49 (0) 2443-9980-0

Öffnungszeiten
29. März bis 31. Oktober: Täglich 9-19 Uhr, 1. November bis 28. März: Täglich 10-17 Uhr. Einlass bis 1 Stunde vor Schließung.
24. und 31. Dezember: 10-14 Uhr, 25. / 26. Dezember und 1. Januar: 11-17 Uhr.
Eintritt und Parkgebühr
Erwachsene: 7,50 €, Schwerbehinderte, Studenten, Auszubildende 5,50 €, Kinder / Jugendliche unter 18 Jahre: Eintritt frei
Parkplatz vorhanden. Parkgebühr 2,50 €. Alle Angaben Stand 11.2016

Weitere Informationen auf der Homepage Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.kommern.lvr.de

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Freilichtmuseum Kommern – die Geschichte des Rheinlandes

Freilichtmuseum Kommern – Kutsche in der Baugruppe Westerwald

Im Freilichtmuseum Kommern warten 70 historische Gebäude aus Eifel, Westerwald, Mittelrhein, Niederrhein, Bergisches Land und Rheinland mit allerlei Tieren des bäuerlichen Lebens wie Schweine, Hühner, Gänse, Ziegen, Rinder und Pferde auf die Besucher. Alte Handwerksberufe werden live vor Ort demonstriert. Familienmuseum. Öffnet internen Link im aktuellen FensterVideo und weitere Infos

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