Klosterruine Stuben gegenüber von Bremm am Moselufer
Klosterruine Stuben gegenüber von Bremm am Moselufer

Klosterruine Stuben am Moselufer

Kloster Stuben – Teil der sogenannten Staurothek, einem reichverziertes Kreuzreliquiar aus der Sammlung der byzantinischen Kaiser (heute im Diözesanmuseum Limburg an der Lahn)
Kloster Stuben – Teil der sogenannten Staurothek, einem reichverziertes Kreuzreliquiar aus der Sammlung der byzantinischen Kaiser (heute im Diözesanmuseum Limburg an der Lahn)

Die weithin sichtbare sehenswerte Ruine der Kirche des ehemaligen Kloster Stuben steht innerhalb der Moselschleife, die sich von den Orten Neef über Bremm bis Ediger Eller zieht. Das ehemalige Augustinerinnenkloster existierte hier von 1137–1802 und nahm im Mittelalter bevorzugt Jungfrauen und Witwen adligen Standes auf. Die Gründung des Stifts zu Beginn des 12. Jahrhunderts geht auf die Augustinerchorherren von Kloster Springiersbach zurück. Die Tochter des dortigen Adeligen Egelolf überzeugte diesen, dem Kloster seine Besitzungen auf der Landzunge bei Bremm zum Bau eines Klosters zu überlassen. Bereits kurz nach der Gründung 1137 hatte sich hier ein großer Frauenkonvent niedergelassen, der jedoch vom Trierer Erzbischof Albero in seiner Gründungsbestätigung auf 100 Frauen beschränkt wurde.

1208 überreichte der Ritter Heinrich von Ulmen seiner Schwester Irmgard (mittlerweile Vorsteherin des Stifts) die sogenannte Staurothek (ein reichverziertes Kreuzreliquiar in einer Art Schaukasten aus der Sammlung der byzantinischen Kaiser ) mit berühmten Reliquien darunter u.a. auch ein Holzpartikel vom hl. Kreuz Christi sowie das Siegeskreuz der Kaiser von Byzanz, eines der kostbarsten Kunstwerke der Welt. Diese hatte er vom vierten Kreuzzug (1202–1204) aus Konstantinopel mitgebracht. Das führte zu einem wahren Pilgerboom nach Stuben.

Sanierung und Weinlage „Bremmer Abtei Kloster Stuben“

Die Gebäude des  Klosters wurden in der Folgezeit nach Verfall mehrmals wiederaufgebaut und umgebaut, bis sie schließlich nach Auflösung des Kloster 1820 auf Abriss versteigert. Fast 600 Jahre lang, von 1208-1789 wurde in Stuben die wertvolle Staurothek aufbewahrt. Die wertvollen Reliquien und die Staurothek wurden gerettet und befinden sich heute im Diözesanmuseum Limburg an der Lahn.

Wären heute noch diese Schätze in einem intakten Kloster Stuben an der Mosel, würde der Strom von Kunstbegeisterten aus aller Welt nicht versiegen. Zum Glück betreut der Förderverein CALMONT REGION e.V. gemeinsam mit der Denkmalpflege die Kirchenruine nach der Sanierung 2002 ständig, um die Reste der Kirche des Klosters zu erhalten. Im Zuge der Sanierung der Kirchenruine führte das Landesamt für Denkmalpflege seit 2002 umfangreiche Ausgrabungen auch außerhalb der Ruine durch, die neue Erkenntnisse zur vorklösterlichen Besiedlung und Entwicklung des Klosters geliefert haben.

Der Weinbau um Stuben
Die heutige Weinlage „Bremmer Abtei Kloster Stuben“ umfasst die Güter des ehemaligen Augustinerklosters auf der Moselschleife. Auf der flachen Hanglage werden vor allem frühreifende Weinsorten angebaut. Wegen der intensiven Sonneneinstrahlung und geschützt durch die Steillagen des Calmonts gedeiht hier trotz des flachen Geländes der Riesling prächtig.

Tourist-Info Klosterruine Stuben

Förderverein Calmont-Region e.V. 
Moselstraße 1
56814 Bremm
Tel./Fax: 0 26 75 / 91 18 00

Anfahrt
Die Klosterruine ist über Nef über einen Schotterweg vorbei an Weinbergen erreichbar Vor Ort gibt es einen Parkplatz. Am besten parkt man am Ortsrand von Nef und geht zu Fuß ( etwa 1 km).

Internet – Webseite der Gemeinde Bremm: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.bremm.info/fl_xga.htm?/kloster.htm

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