Schneifel-Wanderung – Tannenwälder und Schwarzer Mann

Fast am höchsten Punkt der Schneifel liegt der Parkplatz an der Blockhütte "Schwarzer Mann", der Ausgangspunkt der Wanderng. Von hier aus geht der ca. 12. km lange Rundweg entlang der wenig befahrenen Landstrasse in den überwiegend mit Fichten bepflanzten Wald.

Bunkerruinen, Tranchot-Stein und Schwarzer Mann

Schneifel-Wanderung – gesprengte Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg säumen den Weg
Schneifel-Wanderung – gesprengte Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg säumen den Weg
Der Schwarze Mann – Holzskulptur auf dem höchsten Punkt der Schneifel
Der Schwarze Mann – Holzskulptur auf dem höchsten Punkt der Schneifel

Die Ursprünge dieser Monokultur liegt bei den Preußen, die den Bauern dieser verarmten Gegend wieder Holz für den täglichen Gebrauch zur Verfügung stellen wollte und deshalb die kahlgeschlagene Hügelkette mit dem schnell wachsenden Fichten wieder aufforstete. Mittlerweile sind jedoch durch gezielte Forstwirtschaft schon wieder große Teile mit Mischwald bepflanzt worden.

Durch den dichten Fichtenwald sind bereits hier erste Bunkerruinen des Zweiten Welkrieges zu sehen. Schließlich gelangt man zum Schwarzen Mann, den man hier jahrzehntelang vergeblich suchte. Nach den vielen Fragen von Touristen, wo denn der Schwarze Mann sei, haben sich einige Einheimische erbarmt und nach ihren Vorstellungen ein hölzernes Abbild jenes Mannes schnitzen lassen, den es nie gegeben hat.

Schwarzer Mann heißt der höchste Berg der Schneifel, wohl deshalb, weil die schwarzen Gesichter der Bergleute des Öffnet internen Link im aktuellen FensterBleialfer Bleierzwerk an den besonders bei schlechtem Wetter dunklen Waldrücken erinnerten. Mit dem Kinderschreck Der Schwarze Mann hat der Name also nichts zu tun. Die lebensgroße Skulptur steht auf einem über eine Treppe zu erreichendes Holzpodest. In unmittelbarer Nähe ist dann auch der bekannte aber eher unspektakuläre Tranchot-Stein zu finden, einer der ältesten Vermessungspunkte der Eifel, benannt nach dem französischen Geographen Jean Joseph Tranchot (1752-1815), der im Auftrag Napoleons so ziemlich alles in Europa vermessen hat und ein riesiges Kartenwerk hinterlassen hat.

Im weiteren Verlauf der Wanderung säumen dann viele Ruinen, der von den Franzosen nach dem Zweiten Weltkrieg gesprengten Bunkern, den Weg. Über 170 dieser Bunker sind im Bereich der Schneifel von 1938-1940 im Zuge der Siegfried-Linie gebaut worden. Sie sind inzwischen, wenn überhaupt, nur noch als bewachsene Beton-Trümmer erkennbar. Viele Bunkerruinen wurden um dieletzte Jahrtausendwende zertrümmert und eingeebnet und erst die vielen Proteste zeitgeschichtlich interessierter Bürger führten dazu, dass diese Arbeiten eingestellt wurden. Infotafeln wären hier erforderlich, um dieses Zeitdokument zu erläutern.

Beim Zertrümmern der Anlagen wurden allerdings durch Betonröhren Zugänge zu den Hohlräumen für Kleinsäuger geschaffen, von denen die Tier- und Pflanzenwelt profitiert hat. In den Trümmern haben sich hervorragende Biotope für seltene Tiere und Pflanzen entwickelt. Wildkatze und Fledermäuse, seltene Moose und Flechten haben mittlerweile diese feuchten Lebensräume erobert.

Karte mit Streckenverlauf Schneifel-Wanderung

Schneifel-Westwallbunker-Wanderung – Karte mit Streckenverlauf

Infos Schneifel- und Bunker-Wanderung

Schneifel-Wanderung – Rund um den "Schwarzen Mann“
Parkplatz an der L 20 am Blockhaus "Schwarzer Mann“.
Länge: 12 km, kaum Anstiege, leichte Wanderung.
Weitere Informationen zum Thema Westwall-Bunker finden Sie auf unserer Öffnet internen Link im aktuellen FensterWestwall-Seite

Tourist-Information Prümer Land
Haus des Gastes
Hahnplatz 1, 54595 Prüm
Telefon: 06551 505
E-Mail: ti@pruem.de

Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.pruem.de

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Der Schwarze Mann – Holzskulptur auf dem höchsten Punkt der Schneifel
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Westwall-Bunker in der Schneifel – begehbare Zeitgeschichte

Westwall-Bunker in der Schneifel – die Bunker wurden nach dem Zweiten Weltkrieg gesprengt.

Im Bereich der Schneifel wurden von 1938 bis 1940 ca. 170 Bunkeranlagen gebaut, teilweise nur wenige Meter voneinander entfernt. Im Altkreis Prüm waren es insgesamt ca. 1.200 Bunker. Zusätzlich gab es noch auf einer Länge von 35 km eine gut 13 m breite Höckerlinie, die Panzer bis 36 Tonnen aufhalten konnten. Die Summe von 3,5 Mrd. RM wurde verbaut. Öffnet internen Link im aktuellen FensterVideo und Infos

Bleialf in der Schneifel

Blick in die Eifellandschaft bei Bleialf

Bleialf ist das Zentrum der Schneifel (Schnee-Eifel) bei Prüm an der belgischen Grenze, das bei Wanderern, Radfahrern und Skifahrern (Wintersportzentrum Schwarzer Mann) beliebt ist. Ein Bleierz-Bergwerk und die gotischen Fresken, einzigartig in Europa, in der Kirche sind sehenswert. Öffnet internen Link im aktuellen FensterVideo und weitere Infos über Bleialf