Walberberg – ein typisches Dorf im rheinischen Vorgebirge

Bornheim-Walberberg – Kirchturm St. Walburga und Hexenturm
Bornheim-Walberberg – Kirchturm St. Walburga und Hexenturm
Bornheim-Walberberg – das ehemalige Dominikaner-Kloster heute ein Hotel
Bornheim-Walberberg – das ehemalige Dominikaner-Kloster heute ein Hotel
Kitzburg in Walberberg - ein kleiner Herrensitz mit Wassergraben, der seine Ursprünge um 1725 hat
Kitzburg in Walberberg - ein kleiner Herrensitz mit Wassergraben, der seine Ursprünge um 1725 hat

Walberberg, ein Stadtteil von Bornheim im Rhein-Sieg-Kreis, ist ein typischer Vorgebirgsort und liegt zwischen Köln und Bonn, mit jeweils rund 13 km Luftlinie Entfernung zu diesen Zentren. Die Ortschaft ist durch die Autobahn 553 und die Linie 18 der KVB gut an die benachbarten Zentren angebunden. Als Vorgebirge bezeichnet man den Hang der Ville zur Rheinebene zwischen Bonn-Duisdorf und Hürth. Die Ortschaft Walberberg, heute ein Stadtteil von Bornheim, wird deutlich sichtbar von der Landwirtschaft beherscht. In der östlich gelegenen Ebene liegen hunderte Obst- und Gemüsefelder, die früher gerne als die Vorratskammer des Rheinlandes bezeichnet wurden.

Über die Grenzen des Kölner Raumes hinaus wurde das neue Walberberger Kloster bekannt, das ab 1925 nach Kauf und Um- und Neubau der alten Rheindorfer Burg bis 1975 eine angesehene Philosophisch-Theologische Hochschule der Dominikaner beherbergte. Die deutsche Wehrmacht beschlagnahmte im 2. Weltkrieg die Gebäude und nutzte diese als Hilfslazarett. 2007 wurde das Kloster und seine weitläufigen Bauten aus Kostengründen von den Dominikanern aufgegeben und an eine Unternehmensgruppe verkauft. Verschiedene Einrichtungen im Bereich Betreutes Wohnen, Pflege, Hotel und Gastronomie sind dort heute zu finden. Das kleine Walberberger Heimatmusseum wurde aus dem Kloster in das Pfarrzentrum im "Haus im Garten" umgesiedelt.

An Pfingsten treffen sich seit einigen Jahren in Bornheim-Walberberg die Öffnet internen Link im aktuellen FensterOldtimer-Schlepper-Fans. Bis zu 150 Fahrzeuge präsentieren sich jährlich in den Straßen des Vorgebirgsortes, um anschließend in einer Parade durch die Straßen zu fahren. Zahlreiche fein herausgeputzte historische Modelle fahren neben vielen noch im täglichen Betrieb eingesetzten Traktoren eine Rundstrecke namens "Monte Walburgis" durch Walberberg.

Sehenswertes in Walberberg

Die ältesten Teile der ehemaligen Klosterkirche und heutigen Pfarrkirche St. Walburga sind aus dem 8. Jahrhundert. Im Innenraum befinden sich ein romanisches Taufbecken und die Grabplatte der ersten Äbtissin des Zisterzienserinnen-Klosters in Walberberg sowie Reliquien der Hl. Walburga, die nicht bestätigt sind.

Eine 500 Meter lange Heckenallee führt zur Kitzburg, einem kleinen Herrensitz mit Wassergraben, der seine Ursprünge um 1725 hat und in der heutigen Form im 18. und 19. Jahrhundert umgebaut wurde. Ein weitläufiger Park umgibt das Anwesen, das nach einigen Besitzerwechseln heute im Besitz der Familie der Freiherrn von Canstein ist. Die Burg kann nicht besichtigt werden. Gelegentlich ist sie für Filmaufnahmen bekannter Fernsehserien genutzt worden.

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Telefon +49 (228) 9544-100
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Der Förderkreis Historisches Walberberg beleuchtet ausführlich die Geschichte von Walberberg. Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.walberberg.info

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Aus der Geschichte von Walberberg

Bornheim-Walberberg – Die selten gezeigten Reliquien der Heiligen Walburga in der Kirche von Walberberg
Bornheim-Walberberg  – Reliquien der Heiligen Walburga in der Kirche

Walberberg wurde erstmals 1118 als »mons sanctae walburgis« (Berg der heiligen Walburga) urkundlich erwähnt und wird im Volksmund noch heute "Berch" (Berg[e]) genannt, wie der Ort vor der Übertragung der Reliquien der heiligen Walburga hieß. Zwei weithin sichtbare Wahrzeichen, der sogenannte "Hexenturm" und der Kirchturm, dominieren das Ortsbild von Walberberg. Der fünfgeschossige Hexenturm ist 21 Meter hoch und hat 8,60 Meter im Durchmesser. Er wurde vermutlich als Wohn- und Wehrturm einer Burg oder eines befestigten Fronhofes in der Nähe des 1197 erbauten Zisterzienserinnen-Klosters in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts zum Teil aus Gestein der römischen Wasserleitung erbaut. Ursprünglich war der Turm, wie damals üblich, nicht verputzt. Das Kloster dominierte wohl 250 Jahre lang das Leben im kleinen Walberberg bis es zerstört wurde. Die Bezeichnung Hexenturm tauchte wohl erstmals im 19. Jahrhundert auf. Der Walberberger Turm kann nur im Rahmen von Führungen, z.B. im Rahmen des "Tag des Denkmals" besichtigt werden.