Blick auf das Freiburger Münster vom Kanonenplatz
Blick auf das Freiburger Münster vom Kanonenplatz

Freiburger Münster

Freiburger Münster – Blick in den Innenraum
Freiburger Münster – Blick in den Innenraum

Wiederaufgebaut wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in der Freiburger Innenstadt fast alles, außer dem Münster, das weitgehend von den Bomben verschont blieb. Das Wahrzeichen Freiburgs, das man mal den schönsten Turm der Christenheit genannt hat, ragt weithin sichtbar in den Himmel. Mittlerweile ist die Turmspitze nach jahrelanger Sanierung wieder ohne Gerüst. „Die westliche gotische Einturmfassade ist ein Meisterwerk von europäischen Rang“, so steht es in einem Stadtführer.

Samstags ist der Marktplatz rund um das Münster mit Marktständen zugestellt, so dass man einen Besuch des Münsters mit einem Maktbummel verbinden kann. Die Rheinländer sind ja mit dem Kölner Dom, der als die schönste gotische Kathedrale der Welt gilt, bestens vertraut. Aber auch er wird vom Freiburger Münster beeindruckt sein.

Mit dem Bau des Freiburger Münster wurde um 1200 begonnen und im wesentlichen 1513 vollendet. Das Querschiff ist romanisch, das Langhaus und der Unterbau des Turms sind frühgotisch, der 116 m hohe Turmaufbau (1330 vollendet) ist hochgotisch. Mit Bau des spätgotischen Chors wurde 1354 begonnen, er wurde mit einigen Unterbrechungen bis 1513 zu Ende gebracht.

Portalvorhalle und Innenausstattung

Vorhalle mit Darstellungen des Jüngsten Gerichts und Szenen mit Jesus
Vorhalle mit Darstellungen des Jüngsten Gerichts und Szenen mit Jesus

Bereits die Vorhalle mit einer beinahe erdrückenden Fülle von hervorragender Bauplastik, mit fast dem ganzen Weltbild des Christentums, zieht einen in den Bann. Seit November 2004 erstrahlt die gotische Portalhalle des Westturms nach langer Renovierung in neuem Glanz. Zu erkennen sind eine Darstellung des Jüngsten Gerichts, die um Szenen aus dem Leben Jesu mit Geburt und Passion erweitert ist. Das Portalgewände ist von einem Marienzyklus besetzt, in dessen Zentrum eine großartige Mariendarstellung auf dem Trumeaupfeiler des Portals steht.

Blick in das Seitenschiff des Freiburger Münsters
Blick in das Seitenschiff des Freiburger Münsters

Der Innenraum der Basilika wirkt durch die hellen Fenster trotz der romanischen Elemente luftig und leicht. Die Glasfenster stammen aus allen Bauperioden des Münsters. Im romanischen Querschiff sind einige bunte Glasfenster aus der Bauzeit um 1220–1260 zu sehen. Die meisten gotischen Fenster im Langhaus sind um 1330 entstanden. Sie wurden zum größten Teil von den Handwerkszünften gestiftet, worauf Symbole wie Brezel, Stiefel usw. hinweisen.

Schnitzaltar in einer Seitenkapelle des Münsters
Schnitzaltar in einer Seitenkapelle des Münsters

Der Chorraum ist umgeben von einem Kapellenkranz, gefüllt mit den verschiedensten Kunstschätzen. Es sind unter anderem die Stürtzelkapelle mit einem Dreikönigsaltar, die Universitätskapelle mit den Seitenflügeln eines für die Basler Kartause geschaffenen Altars von Hans Holbein dem Jüngeren (1521), die Lichtenfels-Krozingen-Kapelle mit einem Marienaltar von 1615 oder die Locherer-Kapelle mit einem Altar aus dem 16. Jh. von Hans Sixt von Staufen, der eine Schutzmantelmadonna zeigt.

Hochaltar von Hans Baldung

Freiburger Münster – Hochaltar von Hans Baldung gen. Grien im Chorraum
Freiburger Münster – Hochaltar von Hans Baldung gen. Grien im Chorraum

Das zentrale Kunstwerk des Münsters ist der Hochaltar, den Hans Ballung gen. Grien zwischen 1512 bis 1516 malte. Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Kunstwerken des 16. Jahrhundert. Im Zentrum der in leuchtenden Farben gemalten Komposition steht die Marienkrönung mit Gottvater (rechts), Gottessohn (links) und der Taube des Heiligen Geistes (oben), umgeben von unzähligen musizierenden Engelchen. Auf den vielen Seitentafeln sind je nach Zeitraum des Kirchenjahrs die Aposteln, Verkündung, Geburt Christi und andere biblische Szenen zu sehen.

Infos Freiburger Münster

Freiburger Münster
Münsterplatz, 79098 Freiburg im Breisgau
Telefon: (0761) 20279-0
E-Mail: info@dompfarrei-freiburg.de

Alle Angaben Stand 02.2016

Öffnungszeiten für Besichtigungen
Montag - Samstag: 10:00 - 17:00 Uhr, Sonn- und Feiertage: 13:00 - 19:30 Uhr

Turm:
Dienstag - Samstag: 10:00  - 16:45 Uhr, Sonn- und Feiertage: 13:00 - 17:00 Uhr.
Eintritt: Erwachsene 2 €, Schüler und Studenten 1,50 €, Kinder bis 12 Jahre 0,50 €

Chor und Kapellenkranz
Montag: 10:00 - 11:30 und 12:30 - 16:00 Uhr, Samstag: 10:00 - 11:15 und 12:30 - 15:30 Uhr, Sonn- und Feiertag: 13:00 - 16:00 Uhr
Eintritt: Erwachsene 2 €, Schüler und Studenten 1,50 €, Kinder bis 14 Jahre frei.

Offene Münsterführung
Montag, Samstag, Sonntag 14:00 Uhr. Dauer ca. 1 Stunde. Beitrag: 5 € (Kinder 2,50 €).

Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.freiburgermuenster.info

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Freiburger Münster – Strebewerk am rechten Seitenschiff
Freiburger Münster – Strebewerk am rechten Seitenschiff
Freiburger Münster mit eingerüstetem Turm
Freiburger Münster mit eingerüstetem Turm

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