Freiburg im Breisgau – Stadt und Sehenswürdigkeiten

Freiburg – Blick vom Schlossberg auf Münster und Altstadt
Freiburg – Blick vom Schlossberg auf Münster und Altstadt

Die Altstadt von Freiburg im Breisgau mit ihren Sehenswürdigkeiten – besonders dem Münster und den Bächle – ist Ziel von jährlich über drei Millionen Besuchern. „Die westliche gotische Einturmfassade ist ein Meisterwerk von europäischen Rang“, so liest man im Stadtführer über das Münster. Die mit Wasser der Dreisam gespeisten „Bächle“ sind in den meisten Straßen und Gassen der Altstadt zu sehen. Seit dem Mittelalter waren die Wasserläufe mit 15 km Länge ein Teil der Wasserversorgung Freiburgs. Heute werden sie als reine Sehenswürdigkeit weiter gepflegt.

Das Leben in Freiburg wird heute nicht unerheblich von den fast 30.000 Studenten geprägt. Die im Jahr 1457 gegründete Albert-Ludwigs-Universität ist eine der ältesten und renommiertesten Hochschulen Deutschlands. Das markante Gebäude der Universitätsbibliothek Freiburg mit einer Fassade aus Glas und dunkelmattiertem Chromstahl wurde 2015 erbaut. Die Universität ist nicht nur wegen der Studenten relevant, sie ist mit ihren fast 13.000 Arbeitsplätzen einschließlich des Klinikum einer der wichtigsten Arbeitgeber in ganz Südbaden.

Freiburg – Martinstor und Kaiser-Joseph-Strasse
Freiburg – Martinstor und Kaiser-Joseph-Strasse

Rund um die Universität sind viele gut besuchte Cafés und Kneipen zu finden. Mittags und abends kann man in der Markthalle in der Altstadt auf eine kulinarische Weltreise gehen. Sowohl Studenten als auch Geschäftsleute geniessen hier für kleines Geld an dutzenden Küchen regionale Speisen bis hin zu chinesischen, italienischen oder orientalischen Leckereien.

Die Kaiser-Joseph-Straße, kurz KaJo, ist die Freiburger Haupteinkaufsstraße in der Innenstadt. Die Straßenbahnen kreuzen sich hier aus allen Richtungen. Aneinandergereiht finden Shoppingbegeisterte viele Geschäfte aus allen Bereichen. Auch in den anliegenden Nebenstraßen sind noch allerlei Shops angesiedelt und machen durch die kurzen Distanzen einen entspannten Bummel in der Einkaufsmeile möglich.

Sehenswertes vom Münster bis zum Augustinermuseum

Freiburger Münster

Freiburg – Blick in den Innenraum mit Chor
Freiburg – Blick in den Innenraum mit Chor

Wiederaufgebaut wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in der Freiburger Innenstadt fast alles, außer dem Münster, das weitgehend von den Bomben verschont blieb. Das Wahrzeichen Freiburgs ragt weithin sichtbar in den Himmel. Mit dem Bau des Freiburger Münster wurde um 1200 begonnen und im wesentlichen 1513 vollendet. Das Querschiff ist romanisch, das Langhaus und der Unterbau des Turms sind frühgotisch, der 1330 vollendete 116 m hohe Turmaufbau ist hochgotisch. Mit Bau des spätgotischen Chors wurde 1354 begonnen, er wurde mit einigen Unterbrechungen bis 1513 zu Ende gebracht.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterFreiburger Münster

Historisches Kaufhaus am Münsterplatz

Freiburg im Breisgau - altes Kaufhaus am Münsterplatz
Freiburg im Breisgau - altes Kaufhaus am Münsterplatz

Das auffälligste der Gebäude rund um den Freiburger Marktplatz ist natürlich das rotleuchtende „Kaufhaus“ mit Laubengang, das im 16. Jahrhundert für die städtische Zoll- und Finanzverwaltung und als Handelszentrum für fremde Kaufleute erbaut wurde. 1522 soll der Bau abgeschlossen sein. Das Kaufhaus wurde später mehrfach umgestaltet und um den Balkon erweitert.  Bedeutendster Innenraum ist der Kaisersaal im Obergeschoss, der heute als repräsentativer Festsaal dient und bis zu 350 Personen fasst. Die Häuserfront zum Marktplatz hin wird durch habsburgische Skulpturen und Wappen verziert, die zwischen 1520 und 1531 angefertigt wurden. Sie zeigen Kaiser Maximilian I., seinen Sohn und die Enkel.

Buntes Treiben auf dem Münstermarkt

Freiburg – das Kornhaus aus dem 15. Jahrhundert diente einst den Kornhändlern und Metzger als Handelshaus
Freiburg – das Kornhaus aus dem 15. Jahrhundert diente einst den Kornhändlern und Metzger als Handelshaus

Buntes Treiben herrscht wochentags auf dem Münstermarkt rund um Freiburgs Wahrzeichen. Frisches Obst, Gemüse, Blumen von Bauern aus dem Dreisamtal und die legendäre „Lange Rote“, eine Bratwurst, sind im Angebot. Auf  Qualität wird hier geachtet, wofür das vielfältige Angebot an Bio-Gemüse und die genaue Auskunft der Bauern steht. Auf der Südseite des Münsters findet man Stände mit originellen Keramik- und Holzarbeiten, exotische Früchte, eingelegte Antipasti oder duftende Gewürze.

Sehenswerte Gebäude am Münstermarkt

Freiburg – Alte Wache am Münstermarkt
Freiburg – Alte Wache am Münstermarkt

Rund um den Freiburger Münstermarkt sind neben dem Kaufhaus eine ganze Armada an sehenswerten Gebäuden zu sehen. Neben dem Wenzigerhaus (dem Museum für Stadtgeschichte) und dem hellen „Kornhaus“ aus dem 16. Jahrhundert, das einst den Kornhändlern und Metzger diente, ist die "Alte Wache" eine weitere Sehenswürdigkeit. Dort kann man im Haus der badischen Weine Weinkultur, Degustationen und Weinerlebnisabende geniessen.

Martins- und Schwabentor

Freiburg – Martins- und Schwabentor
Freiburg – Martins- und Schwabentor

Wer im Mittelalter durch das Schwabentor trat, konnte sogleich die Dreisambrücke überqueren und gelangte auf die wichtigsten Handelswege des Schwarzwaldes. Der um 1250 errichtete Torturm besaß ursprünglich einen Zwinger in Richtung Wassergraben und war zur Stadtseite hin offen, erst 1547 wurde er mit einer steinernen Wand zur Stadt geschlossen. Das Martinstor (im Mittelalter Norsinger Tor genannt) in der heutigen Kaiser-Joseph-Straße ist der ältere der beiden noch erhaltenen Tortürme der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Freiburg. Er wurde um 1200 gebaut.

Universitätsbibliothek Freiburg

Das 2015 eröffnete Gebäude der Universitätsbibliothek Freiburg
Das 2015 eröffnete Gebäude der Universitätsbibliothek Freiburg

Das markante Gebäude der Universitätsbibliothek Freiburg mit einer Fassade aus Glas und dunkelmattiertem Chromstahl wurde 2015 offiziell eröffnet.  Eine Fläche von 7300 Quadratmeter wurde verkleidet. Jahrelang wurde geplant, die alte Bibliothek zurückgebaut und mit immer neuen Schwierigkeiten neugebaut. Schließlich kostete das Gebäude 53 Millionen Euro. Dafür ist es mit der neuesten Technik ausgestattet und bietet 1.700 Arbeitsfplätze, die alle an der Aussenseite liegen. Bücher etc lagern computergesteuert im Innern des Gebäudes, das 30.600 m² Nutzfläche hat. Ein erfolgreich getesteter Rund-um-die-Uhr-Betrieb wird bis heute beibehalten.

Die Freiburger "Bächle"

Geschmücktes Fahrrad im Freiburger Bächle
Geschmücktes Fahrrad im Freiburger Bächle

Die mit Wasser der Dreisam gespeisten „Bächle“ sind in den meisten Straßen und Gassen der Altstadt zu sehen. Seit dem Mittelalter waren die Wasserläufe mit 15 km Länge ein Teil der Wasserversorgung Freiburgs. Sie wurden erstmals 1238 in einem Schriftstück als Wässerungsanlagen genannt. Sie waren meist in der Mitte der Gassen. Das Wasser diente zum Viehtränken und wurde als Soforthilfe für den Brandschutz verwendet. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Bächle an den Rand der Straße verlegt. Heute werden sie als reine Sehenswürdigkeit weiter gepflegt.

Augustinermuseum in Freiburg

Augustinermuseum in Freiburg – Blick in einen Ausstellungsbereich
Augustinermuseum in Freiburg – Blick in einen Ausstellungsbereich

Das größte Museum der Stadt ist das Augustinermuseum am Augustinerplatz, eines der bedeutendsten Museen in Südbaden. In dem alten Klosterkomplex, durch die Säkularisation 1784 aufgelöst, zog 1923 das Museum ein, welches durch die Verbindung von mittelalterlicher Kunst und Architektur verbunden mit modernen Bauelementen zu einem der schönsten Museen in Deutschland zählt. Überraschende Ein- und Ausblicke in Verbindung mit Balkonen, Galerien und Stegen, Nischen und Fenster machen den Museumsbesuch nicht nur wegen der ausgestellten Kunst zum Erlebnis.

In dem umgebauten Kirchengebäude befindet sich eine Skulpturenhalle, deren Mittelraum den steinernen Originalfiguren des Freiburger Münsters vorbehalten bleibt. Der große Raum im Untergeschoss mit Kabinetten sorgt mit einem breiten Themenspektrum für Abwechslung. Propheten, Fabelwesen, Heilige und Todsünden erwarten die Besucherinnen und Besucher. Die Tafelmalerei ist mit Werken von Matthias Grünewald, Lucas Cranach der Ältere, Martin Schaffner und Hans Baldung wie auch dem „Christus auf dem Esel“ (1350/60) oder dem Passionsaltar des Hausbuchmeisters (um 1480) bestückt. Glasfenster vom Freiburger Münster in abgedunkelten Räumen auf zwei Ebenen oder die Werke des Barock im ehemaligen Chorraum zeigen ihre volle Pracht. Letzterer ist mit einer funktionstüchtigen Barockorgel bestückt, die für Konzerte ihr Klangvolumen entfaltet.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterAugustinermuseum Freiburg

Tourist-Infos Freiburg

Tourist-Information am Rathausplatz
Rathausgasse 33
79098 Freiburg
Tel. 0761/ 3881 - 880
E-Mail: touristik@fwtm.de

Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://visit.freiburg.de

DruckenRhein-Eifel.TV - Reisen, Freizeit, Kultur & mehr bei YouTube.Rhein-Eifel.TV - Reisen, Freizeit, Kultur & mehr bei Facebook.Rhein-Eifel.TV - Reisen, Freizeit, Kultur & mehr bei Twitter.

Wiwilíbrücke – Blaue Brücke

Freiburg – Wiwilíbrücke auch Blaue Brücke genannt mit Herz-Jesu-Kirche
Freiburg – Wiwilíbrücke auch Blaue Brücke genannt mit Herz-Jesu-Kirche

Die auffällige Brücke am Freiburger Bahnhof verbindet den Freiburger Stadtteil Stühlinger mit der Altstadt. Der Kirchplatz der Herz-Jesu-Kirche, der Konrad-Adenauer-Platz und das Konzerthaus bilden somit eine Einheit. Die Brücke steht heute unter Denkmalschutz und wird täglich von zehntausenden Fußgängern und Radfahrern überquert. Sie wurde in den Jahren 1885–86 von der Großherzoglichen Badischen Staatseisenbahn erbaut und als "Kaiser-Wilhelm-Brücke" eingeweiht. Der Name konnte sich allerdings bei den Freiburgern nicht durchsetzen. Zum Gedenken an zwei im nicaraguanischen Wiwilí bei einem humanitären Einsatz ermordete Freiburger erhielt sie ihren heutigen Namen.

Schlossberg

Freiburg – Blick vom Schlossberg auf Stadtteile
Freiburg – Blick vom Schlossberg auf Stadtteile

Vom Burghaldenring, der den Schlossberg auf halber Höhe umrundet, hat man eine gute Aussicht über weite Teile der Stadt, besonders vom Kanonenplatz unmittelbar über der historischen Altstadt. Der Burghaldenring ist zu Fuß oder mit Fahrzeugen zu erreichen. Der Schlossberg liegt 455,9 Meter über dem Meeresspiegel und ist heute größtenteils bewaldet. Vom Schlossbergturm hat man eine Rundumsicht über alle Teile der Stadt und ihre Umgebung.

Hochaltar von Hans Baldung im Münster

Freiburger Münster - Blick in den Chorraum mit dem Altargemälde von Hans Baldung Grien
Freiburger Münster - Blick in den Chorraum mit dem Altargemälde von Hans Baldung Grien

Das zentrale Kunstwerk des Münsters ist der Hochaltar, den Hans Baldung Grien zwischen 1512 bis 1516 malte. Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Kunstwerken des 16. Jahrhundert. Im Zentrum der in leuchtenden Farben gemalten Komposition steht die Marienkrönung mit Gottvater (rechts), Gottessohn (links) und der Taube des Heiligen Geistes (oben), umgeben von unzähligen musizierenden Engelchen. Auf den vielen Seitentafeln sind je nach Zeitraum des Kirchenjahrs die Aposteln, Verkündung, Geburt Christi und andere biblische Szenen zu sehen.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterHochalter auf der Seite Freiburger Münster

Impressionen aus Freiburg

Freiburg – Erker des Kaufhauses am Marktplatz und das Freiburger Münster, eines der Meisterwerke der gotischen Baukunst in Mitteleuropa
Freiburg – Münster und Erker des Kaufhauses am Marktplatz
Freiburg – die Insel: malerische Altstadt am Gewerbebach mit alten Häusern und vielen Kneipen
Freiburg – die Insel: malerische Altstadt am Gewerbebach mit alten Häusern und vielen Kneipen