Köln in der Römerzeit – Colonia Claudia Ara Agrippensium (CCAA)

Das römische Nordtor wurde ca. 50 nach Chr. gebaut. Der mittlere Torbogen trug auf der Feldseite den Stadtnamen CCAA Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Einer der beiden seitlichen Torbögen wurde 1971 zu Demonstrationszwecke auf seinen Resten wieder aufgebaut. Er steht direkt vor dem Kölner Dom.
Ein Seitentor des römischen Nordtores fast an alter Stelle vor dem Kölner Dom

Die heutige Stadt Köln wurde 50 nach Chr. als Colonia Claudia Ara Agrippensium (CCAA) gegründet. Aus dem langen römischen Namen konnten die Zeitgenossen die Entstehungsgeschichte ablesen. Die lateinische Bezeichnung COLONIA = Kolonie ist klar. AGRPPENSIUM geht auf die hier 15 nach Chr. geborene Agrippina, Tochter des Feldherrn Germanicus zurück, die in zweiter Ehe die Gemahlin ihres Onkels und Kaiser CLAUDIUS wurde. ARA geht auf den Altar der Ubier zurück (Ara Ubiorum), der im Tempelbezirk plaziert war. Nach der Gründung 50 nach Chr. wuchs die Kolonie am Rhein schnell und wurde schließlich Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien. Mainz war das Gegenstück in der Provinz Obergermanien. Der Grundriss der römischen Stadt und das Straßennetz sind noch heute auf dem Kölner Stadtplan nachzuvollziehen.

Geschichte des römischen Köln

Die Kolonie am Rhein wuchs schnell und wurde schließlich Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien. Mainz war das Gegenstück in der Provinz Obergermanien. Der Grundriss der römischen Stadt und das Straßennetz ist noch heute auf dem Kölner Stadtplan nachzuvollziehen. Die römische Stadtmauer von Köln ist gut 3,9 km lang und umschließt das knapp 100 Hektar große Stadtgebiet. Der Verlauf der Mauer orientiert sich im Osten und Süden an der Topographie. Am Rhein verläuft sie parallel zur Flussaue, im Süden folgt sie dem aus Hürth kommenden Duffesbach. Im Norden und Westen wird die Mauer nach römischen Bauprinzip schnurstracks geradeaus gezogen. Sie war mit 19 Türmen bestückt.

Köln – Römerturm an der Zeughausstrasse, reicht verziert mit Mosaikschmuck. Er ist der vollständigste Turm des römischen Köln.
Köln – Römerturm an der Zeughausstrasse, reicht verziert mit Mosaikschmuck. Er ist der vollständigste Turm des römischen Köln.

Bis zu 20.000 Einwohner lebten im römischen Köln

Köln – römischer Stadtplan. Zeichnung aus dem Römisch-Germanischen Museum
Köln – römischer Stadtplan. Zeichnung aus dem Römisch-Germanischen Museum

Knapp 200 Jahre später hatte die römische Gouverneursstadt bereits 20.000 Einwohner. Aus dieser Zeit stammt auch das berühmte Dionysus-Mosaik, das heute noch an seinem ursprünglichen Platz, eingebunden in das Kölner Römisch-Germanische Museum, zu sehen ist. Auch die Lage des Prätoriums, Sitz des römischen Gouverneurs, ist nahezu identisch mit dem heutigen Rathausgebäude. Es lag direkt am Hafen an einem Nebenarm des Rheins, der später zugeschüttet wurde.

Römerkanal – Eifelwasserleitung nach Köln

Römische Wasserleitung – Viadukt bei Vussem

Der Verlauf der römischen Wasserleitung (auch als Römerkanal bekannt) von der Eifel nach Köln führte von ihrem entferntesten Punkt, die Quellfassung "Grüner Pütz" bei Nettersheim, quer durch die Eifel vorbei an Mechernich, Euskirchen, Rheinbach über das Vorgebirge, Brühl und Hürth nach Köln. Die entfernteste Quelle "Grüner Pütz" liegt bei Nettersheim.
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Anfang des 5. Jahrhunderts zerfiel das römische Reich

Reste der römischen Stadtmauer am Duffesbach
Reste der römischen Stadtmauer am Duffesbach

Anfang des 5. Jahrhunderts, das einst mächtige römische Reich zerfiel, übernahmen die Franken die Macht. Die alten römischen Bauten wie Thermenanlage, Forum und Theater verfielen. Einer der letzten römischen Tempel wurde Anfang des 6. Jahrhunderts vom Heiligen Gallus in Brand gesteckt und nur noch einige hundert Einwohner lebten in der Stadt. Das rege Leben war aus der einst großen römischen Colonia, dem späteren Köln, verschwunden und Hirten mit Ziegen und Schafen beherrschten die Szene zwischen den Ruinen. Erst Ende des 6. Jahrhunderts wuchs die Stadt wieder und an der Stelle, an der jetzt Chor und Querhaus des Kölner Doms stehen, wird sogar eine Bischofskirche gebaut. Köln erwachte wieder und entwickelte sich bis zum Mittelalter zu einer der größten Städte in Europa.

Tourist-Info Römisch-Germanisches Museum Köln

Römisch-Germanisches-Museum im Belgischen Haus
Cäcilienstraße 46, Nähe Neumarkt
50667 Köln
Telefon 0221-221/2 44 38 und 221/2 45 90
E-Mail: roemisch-germanisches-museum@stadt-koeln.de

Für mindestens 6 Jahre ist das Museum mit einem Teil der Sammlung in das Belgische Haus gezogen.

Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.museenkoeln.de/roemisch-germanisches-museum/

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