Max Ernst Museum Brühl – Malerei, Skulpturen, Grafiken

Max-Ernst-Museum in Brühl – Innenrraum mit Skulpturen
Max-Ernst-Museum in Brühl – Innenrraum mit Skulpturen

Das "Max Ernst Museum Brühl des LVR" in Brühl ist zur Zeit das einzige Museum weltweit, das dem Werk des Jahrhundertkünstlers Max Ernst gewidmet ist. Sein umfangreiches Schaffen wird in einem repräsentativen Überblick gezeigt. Der Gebäudekomplex des Museums ist eine Verbindung aus Alt und Neu. Die klassizistische Dreiflügelanlage aus dem 19. Jahrhundert steht zwischen dem Brühler Bahnhof und dem Schloss Augustusburg, die beide nur wenige Meter entfernt sind. Sie wurde für das Museum mit beträchtlichem finanziellen Aufwand um einen zentral eingefügten Glaspavillon und ein Eingangsplateau erweitert. Max Ernst, einer der wichtigsten Künstler der Moderne, wurde am 2. April 1891 in Brühl im Rheinland geboren. Schon sehr früh begann er mit der Malerei und wurde rasch einer der führenden Köpfe der Dadaismus-Bewegung im Rheinland.

Auf 1.100 qm Ausstellungsfläche zeigt das Museum Werke des Surrealististen

Max-Ernst-Museum Brühl – klassizistisches Gebäude mit modernen Erweiterungen
Max-Ernst-Museum Brühl – klassizistisches Gebäude mit modernen Erweiterungen

Nach langen Überlegungen und Planungen in Brühl, der Geburtsstadt des Künstlers, konnte schließlich 2005 das heutige Max-Ernst-Museum eröffnet werden. Der alte Teil des Gebäudes, eine klassizistische Dreiflügelanlage aus dem 19. Jahrhundert, wurde 1844 gleichzeitig mit dem Brühler Bahnhof errichtet. Es war ein über Brühl hinaus beliebtes Ausflugs- und Tanzlokal. Von 1919 bis zum Jahre 2000 diente es unter verschiedener Regie als Kinder-, Alten- und zuletzt als Asylantenheim. Das Gebäude wurde renoviert und restauriert und für den Museumsbau um einen zentral eingefügten Glaspavillon und im Untergeschoss durch zusätzliche Ausstellungsflächen erweitert.

Das Max-Ernst-Museum beherbergt auf 1.100 qm Ausstellungsfläche neben der bekannten Großskulptur "Capricon" nahezu das gesamte grafische Werk und sogar auch einige Jugendwerke mit Brühler Motiven des experimentier- und verwandlungsfreudigen Künstlers. Die sogenannten "D-painting", Geburtstags- und Liebesgaben von Max Ernst an seine langjährige Lebensgefährtin Dorothea Tanning sind ein besonderer Glanzpunkt des Museums. Außerdem zeigt das Brühler Museum in einem Ausstellungssaal im Untergeschoss Wechselausstellungen mit bekannten zeitgenössischen Künstler. Christo, Neo Rauch David Lynch und Tim Burton waren hier in den letzten Jahren mit ihren Werken zu Gast.

Max Ernst ist einer der wichtigsten Künstler der modernen Kunst

Max-Ernst-Museum in Brühl – Innenrraum mit Kleinplastiken
Max-Ernst-Museum in Brühl – Innenrraum mit Kleinplastiken

Die Entwicklung des Künstlers Max Ernst. Max Ernst war Zeit seines Lebens ein Sucher. Er experimentierte ständig mit Materialien, erfand neue Techniken. Der Zufall spielte oft eine Rolle bei seinen aus Launen heraus entstandenen Experimenten mit Zeichen- und Malmaterialien.

Nach und nach wurden seine Bilderwelten immer magischer, so dass er sich in Paris den Surrealisten anschloss und bis zu seinem Tode im Jahre 1976 ein umfangreiches Werk mit phantastischen und poetischen Bilderwelten schuf. Seine Werke sind in allen führenden Museen in der Welt zu sehen, darunter zahlreiche großformatige Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Collagen.

Info: Max Ernst Museum Brühl des LVR

Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Telefon: 02232 57930

Alle Angaben Stand 01.2019

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag: 11 - 18 Uhr.
Geschlossen: Jeden Montag, Neujahr, Weiberfastnacht, Karnevalssonntag, Rosenmontag, Karfreitag, 1. Mai, Heilig Abend, 1. Weihnachtstag, Silvester.
Eintritt: Erwachsene 7 € / Ermäßigt 4 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Eintritt frei.
Bei Sonderausstellungen kann der Eintritsspreis höher sein. Z.B. 8,50 € / 5 €
Parkplatz: Direkt am Museum.
Anreise Bahn: Der DB-Bahnhof Brühl ist nur 100 m entfernt.

Weitere Info auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.maxernstmuseum.lvr.de

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Ausstellungen im Max-Ernst-Museum

Doppelausstellung: Hartmut Neumann – Verbotene Zonen und Wolf Hamm – Große Prozesse
10.5.2020 – 16.8.2020

Unter den Titeln „Verbotene Zonen“ und „Große Prozesse“ präsentiert das Max Ernst Museum Brühl des LVR in einer Doppelausstellung rund 100 Arbeiten von Hartmut Neumann (*1954) und Wolf Hamm (*1974).
Der deutsche Maler, Objektkünstler und Fotograf Hartmut Neumann studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Künste in Bremen bei Rolf Thiele. Seit 1992 lehrt er als Professor an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Hartmut Neumann wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet und ist mit seinen Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten. Der Künstler lebt in Köln. Seine meist großformatigen, geheimnisvollen Landschaftsvisionen lassen eine ganz eigene, utopische Sicht auf die Natur erkennen. Die Ausstellung in Brühl versammelt Gemälde sowie Zeichnungen unter dem Titel „Verbotene Zonen“, darunter sein bislang größtes, spektakuläres Werk aus dem Jahr 2019: „Ungeklärte Turbulenzen“.
Auch Wolf Hamms farbintensive und in der Bildkombinatorik surreal anmutenden Arbeiten erstellt in der Technik der Hinterglasmalerei ziehen die Betrachtenden gleichsam in einen visuellen Strudel. Zum ersten Mal werden in einer Ausstellung alle sechs großformatigen Werke seines 2010 begonnenen Zyklus „Die großen Prozesse“ gezeigt, der im Gewand des Jahreszeitenwechsels die Entwicklungsstufen der Menschheitsgeschichte thematisiert.
Wolf Hamm war Meisterschüler von Siegfried Anzinger an der Düsseldorfer Kunstakademie, erhielt zahlreiche Stipendien und Förderpreise und ist seit 1998 in Einzelausstellungen und Gruppenbeteiligungen in Deutschland, Spanien, Griechenland und Finnland zu sehen. Er lebt und arbeitet in Berlin.
In der Doppelausstellung des Museums mit zeitgenössischen Künstlern lassen sich zwei unterschiedliche, aktuelle Positionen im Spannungsfeld zum Werk von Max Ernst und surrealen Bildstrategien entdecken. Diese Berührungspunkte verbinden die beiden künstlerischen Ansätze und schlagen inhaltliche Brücken in der räumlich separiert konzipierten Präsentation.