Max Ernst Museum Brühl – Malerei, Skulpturen, Grafiken

Max-Ernst-Museum in Brühl – Innenrraum mit Skulpturen
Max-Ernst-Museum in Brühl – Innenrraum mit Skulpturen

Das "Max Ernst Museum Brühl des LVR" in Brühl ist zur Zeit das einzige Museum weltweit, das dem Werk des Jahrhundertkünstlers Max Ernst gewidmet ist. Sein umfangreiches Schaffen wird in einem repräsentativen Überblick gezeigt. Der Gebäudekomplex des Museums ist eine Verbindung aus Alt und Neu. Die klassizistische Dreiflügelanlage aus dem 19. Jahrhundert steht zwischen dem Brühler Bahnhof und dem Schloss Augustusburg, die beide nur wenige Meter entfernt sind. Sie wurde für das Museum mit beträchtlichem finanziellen Aufwand um einen zentral eingefügten Glaspavillon und ein Eingangsplateau erweitert. Max Ernst, einer der wichtigsten Künstler der Moderne, wurde am 2. April 1891 in Brühl im Rheinland geboren. Schon sehr früh begann er mit der Malerei und wurde rasch einer der führenden Köpfe der Dadaismus-Bewegung im Rheinland.

Max Ernst ist einer der wichtigsten Künstler der modernen Kunst

Max-Ernst-Museum in Brühl – Innenrraum mit Kleinplastiken
Max-Ernst-Museum in Brühl – Innenrraum mit Kleinplastiken

Die Entwicklung des Künstlers Max Ernst. Max Ernst war Zeit seines Lebens ein Sucher. Er experimentierte ständig mit Materialien, erfand neue Techniken. Der Zufall spielte oft eine Rolle bei seinen aus Launen heraus entstandenen Experimenten mit Zeichen- und Malmaterialien.

Nach und nach wurden seine Bilderwelten immer magischer, so dass er sich in Paris den Surrealisten anschloss und bis zu seinem Tode im Jahre 1976 ein umfangreiches Werk mit phantastischen und poetischen Bilderwelten schuf. Seine Werke sind in allen führenden Museen in der Welt zu sehen, darunter zahlreiche großformatige Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Collagen.

Max-Ernst-Museum Brühl – klassizistisches Gebäude mit modernen Erweiterungen
Max-Ernst-Museum Brühl – klassizistisches Gebäude mit modernen Erweiterungen

Nach langen Überlegungen und Planungen in Brühl, der Geburtsstadt des Künstlers, konnte schließlich 2005 das heutige Max-Ernst-Museum eröffnet werden. Der alte Teil des Gebäudes, eine klassizistische Dreiflügelanlage aus dem 19. Jahrhundert, wurde 1844 gleichzeitig mit dem Brühler Bahnhof errichtet. Es war ein über Brühl hinaus beliebtes Ausflugs- und Tanzlokal. Von 1919 bis zum Jahre 2000 diente es unter verschiedener Regie als Kinder-, Alten- und zuletzt als Asylantenheim. Das Gebäude wurde renoviert und restauriert und für den Museumsbau um einen zentral eingefügten Glaspavillon und im Untergeschoss durch zusätzliche Ausstellungsflächen erweitert.

Das Max-Ernst-Museum beherbergt auf 1.100 qm Ausstellungsfläche neben der bekannten Großskulptur "Capricon" nahezu das gesamte grafische Werk und sogar auch einige Jugendwerke mit Brühler Motiven des experimentier- und verwandlungsfreudigen Künstlers. Die sogenannten "D-painting", Geburtstags- und Liebesgaben von Max Ernst an seine langjährige Lebensgefährtin Dorothea Tanning sind ein besonderer Glanzpunkt des Museums. Außerdem zeigt das Brühler Museum in einem Ausstellungssaal im Untergeschoss Wechselausstellungen mit bekannten zeitgenössischen Künstler. Christo, Neo Rauch David Lynch und Tim Burton waren hier in den letzten Jahren mit ihren Werken zu Gast.

Info: Max Ernst Museum Brühl des LVR

Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl
Telefon: 02232 57930

Alle Angaben Stand 01.2019

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag: 11 - 18 Uhr.
Geschlossen: Jeden Montag, Neujahr, Weiberfastnacht, Karnevalssonntag, Rosenmontag, Karfreitag, 1. Mai, Heilig Abend, 1. Weihnachtstag, Silvester.
Eintritt: Erwachsene 7 € / Ermäßigt 4 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Eintritt frei.
Bei Sonderausstellungen kann der Eintritsspreis höher sein. Z.B. 8,50 € / 5 €
Parkplatz: Direkt am Museum.
Anreise Bahn: Der DB-Bahnhof Brühl ist nur 100 m entfernt.

Weitere Info auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.maxernstmuseum.lvr.de

DruckenRhein-Eifel.TV - Reisen, Freizeit, Kultur & mehr bei YouTube.Rhein-Eifel.TV - Reisen, Freizeit, Kultur & mehr bei Facebook.Rhein-Eifel.TV - Reisen, Freizeit, Kultur & mehr bei Twitter.

Vorschau 2019 auf die Ausstellungen im Max-Ernst-Museum

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR präsentiert 2019 zwei große Sonderausstellungen. Die erste widmet sich der zeitgenössischen portugiesischen Künstlerin Joana Vasconcelos (*1971), die zweite zeigt das visionäre Werk des französischen Comiczeichners und Szenaristen Jean Giraud (1938–2012) alias Mœbius.

JOANA VASCONCELOS, 7.4.2019-4.8.19
Im Frühjahr 2019 widmet das Museum des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) der international bekannten, portugiesischen Künstlerin Joana Vasconcelos (*1971) eine große Ausstellung. Joana Vasconcelos verwendet in ihren monumentalen Arbeiten Alltagsgegenstände und verbindet sie zu einer Art „Objet trouvé“ neuer Generation. In der Schau werden Objekte und Installationen aus den letzten 20 Jahren präsentiert, die einen Einblick in die Arbeitsweise von Joana Vasconcelos vermitteln. Die in Lissabon lebende und arbeitende Künstlerin bedient sich traditioneller Handarbeitstechniken wie Häkeln oder Nähen und überführt sie in die Kunst, indem sie Einrichtungsgegenstände oder Keramiktiere mit farbigen Garnnetzen ummantelt. Aus Stoff formt sie auch ihre voluminösen Skulpturen wie zuletzt im Guggenheim-Museum Bilbao zu sehen.

MŒBIUS, 15.9.2019-16.2.2020
Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt im Herbst 2019 eine Ausstellung mit visionären Bildwelten des französischen Comiczeichners und Szenaristen Jean Giraud (1938-2012), der unter dem Namen ‚Mœbius‘ international bekannt geworden ist. Mœbius erforschte die Sphären der Träume und der Science-Fiction und setzte surrealistische Techniken wie das 'automatische Zeichnen' ein, um Welten im ständigen Fluss zu schaffen. Utopische Architekturen und futuristische, menschenüberfüllte Megametropolen treffen auf Wüstenlandschaften und schamanistische Reisen durch Raum und Zeit.

Die Ausstellung widmet sich dem umfangreichen zeichnerischen Werk von Mœbius und seinen komplexen Bildgeschichten: Ausgehend von seinen Notizbüchern („Carnets“), in denen er grundlegende Ideen seiner Bildproduktion konzentriert hat, über kolorierte Zeichnungen, szenisch gegliederte Comicfolgen, Skizzen, abstrakte Gemälde bis hin zu populären Druckgrafiken wird das Spektrum seiner Zeichenkunst ausgebreitet.