IKOB - Museum im belgischen Eupen © Foto IKOB
IKOB - Museum im belgischen Eupen © Foto IKOB

IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst in Eupen

IKOB - Museum für Zeitgenössische Kunst – Sammlungsarchiv © Foto IKOB
IKOB - Museum für Zeitgenössische Kunst – Sammlungsarchiv © Foto IKOB

Die Abkürzung IKOB leitet sich ab vom ausgeschriebenen Namen des Museums: Internationales Kunstzentrum OstBelgien. Das IKOB ist das einzige Kunstmuseum in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. 1993 wurde im deutschsprachigen Eupen in Belgien das "IKOB - Museum für zeitgenössische Kunst" durch Francis Feidler gegründet. Seit dem Jahre 2000 hat es ein eigenes größeres Domizil in der Eupener Innenstadt und widmet seitdem mit vier Wechselausstellungen im Jahr der aktuellen Kunst und ihren vielschichtigen Tendenzen. Daneben bieten die neuen Räumlichkeiten Platz, um in Intervallen größere Teile der eigenen, für Freunde der aktuellen Kunst sicherlich sehenswerten Sammlung, zu zeigen. Der grenznahe Standort im Länderdreieck Belgien, Deutschland und Luxemburg bietet dem Museum eine internationale Plattform.

Ausstellungs- und Sammlungsschwerpunkt ist die zeitgenössische Kunst. Die Räumlichkeiten des IKOB in Eupen sind konsequent neutral und flexibel gestaltet. Künstler wie Besucher schätzen den "Laborcharakter" des Hauses, in dem das einzelne Werk ohne Ablenkung wirken kann. Gezeigt werden in der ständigen Sammlung Künstler aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Luxembourg, namhafte internationale Künstler wie Günther Förg, Johan Tahon, Guillaume Bijl, Ronny Delrue, Joachim Bandau, Denmark, Jacques Charlier, Jerry Frantz, Main Kasimir, Emilio Lopez-Menchero, Patrick Everaert, Sylvie Macias-Diaz, Ton Slits, Horst Keining, Barbara und Michael Leisgen, Roger Greisch, Roger Wagner...um nur einige zu nennen.

Seit 2005 schreibt das IKOB alle drei Jahre einen mit 5.000 Euro dotierten Kunstpreis für junge Künstler aus. Der bekannte Ausstellungsmacher Jan Hoet steht der Jury vor.

Aktuelle Ausstellung im IKOB

04.02.–19.04.2020:
 Irmel Kamp BRÜSSEL UND TEL AVIV

Spricht man über Irmel Kamps Fotografien, bleibt ein Diskurs über Architektur nicht aus, denn nur wenige Fotografinnen und Fotografen haben die Architektur derart konsequent in den Fokus ihres Schaffens gerückt. Irmel Kamp gelang dies zeitgleich mit Bernd und Hilla Becher unter deren Studentinnen und Studenten sie seit Langem als Geheimtipp gehandelt wurde. Die Architektur sei wie erstarrte Musik, sagte Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling bereits zu Beginn des 19 Jahrhunderts und folgte damit der verbreiteten Meinung, dass Musik und Architektur etwas in sich bewahrten, was dem Wesen der europäischen Kultur - wie man sie damals sah - am nächsten kam. Es ging um die “zwingende Kraft ewiger Maße”, die Europa unter den verschiedensten Namen in die Welt getragen hatte. Christentum und später Rationalismus.

Das IKOB – Museum für Zeitgenössiche Kunst zeigt mit Brüssel und Tel Aviv die erste museale Retrospektive der Künstlerin. Ausgangspunkt sind zwei Werkserien, die Irmel Kamp seit Jahrzehnten beschäftigen. Da ist zum einen Tel Aviv, die Stadt in Israel, die bekannt dafür ist, das besterhaltene Gefüge moderner Architektur in ihrer reinsten Form zu konservieren, als auch zum anderen Brüssel, dessen Modernismus geprägt ist von einer eigenwilligen Mischung von de Stijl, Jugendstil und Bauhaus. In der Gegenüberstellung der beiden Serien zeigt sich eindrücklich, wie ähnlich die Quellen beider Bautraditionen ist und wie stark die zur Emigration gezwungenen Architektinnen und Architekten das Bild des neuen Israel mitgestalteten. Gleichzeitig zeigen die Brüssel Bilder, wie stark Einflüsse aus den Kolonien Belgiens sich in der Hauptstadt Belgiens eingeschrieben haben.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterInfos über das IKOB

Info IKOB - Museum für Zeitgenössische Kunst

Rotenberg 12B
Belgien - 4700 Eupen
Tel. +32 87 560110
E-Mail: info@ikob.be

Öffnungszeiten bei Ausstellungen Mittwochs bis Sonntags von 13 bis 18 Uhr, Montags und Dienstag geschlossen.
Eintritt: Eintritt auf Spendenbasis, Empfehlung 6 €, freier Eintritt für Mitglieder und Kinder (-12).
Führungen Bitte telefonisch anmelden. Parkplätze vor dem Museum.
Internet: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ikob.be

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