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Haus der Geschichte in Bonn

Haus der Geschichte Bonn – Kaufhaus aus den 60er Jahren
Haus der Geschichte Bonn – Kaufhaus aus den 60er Jahren

Das Haus der Geschichte in Bonn wurde im Juni 1994 eröffnet und feierte 2019 sein 25-jähriges Jubiläum. Das Museum veranschaulicht auf über 4.000 qm mit mehr als 7.000 Ausstellungsstücken und 150 Medienstationen deutsche Zeitgeschichte unter dem Motto: Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945. In der Dauerausstellung des Museums wecken zahlreiche Exponate, Dokumente, Fotos und Filme Erinnerungen und veranschaulichen historische und politische Zusammenhänge aus der Nachkriegszeit bis heute. Mit 850.000 Besuchern jährlich ist es eines der meistbesuchten Museen in Deutschland.

Viele wichtige Gegenstände und Dokumente der westdeutschen und ostdeutschen Geschichte sind in zeitlicher Reihenfolge in lebendigen Inszenierungen gegenüber gestellt, die DDR-Objekte sind dabei rot unterlegt.Der Ausstellungsrundgang im Haus der Geschichte beginnt mit der in beiden Staaten schwierigen Nachkriegszeit. Die Suche nach Vermissten, die knappen Lebensmittelrationen und der Wiederaufbau stehen hier im Vordergrund.

Vom VW-Käfer mit Brezelfenster und Trittbretter von 1950 bis heute

Der deutsche Bundestag tritt 1949 in Bonn zusammen, im Haus der Geschichte kann der Besucher auf den alten Bänken Platz nehmen oder am Rednerpult stehen. Ein russischer Panzer leitet die Zeit des Kalten Krieges ein, sogar ein paar Original-Steine der Mauer und eine Geheimkamera in einem Buch sind zu sehen.

Das Kaufhaus mit vielen bekannten Designstücken und die komplett eingerichtete Eisdiele mit Musikbox dokumentieren das westdeutsche Wirtschaftswunder in den fünfziger und sechziger Jahren. Einige Sitzbänke aus dem Berner Wankdorf-Stadion und das Rennrad der DDR-Radsportlegende "Täve" Schur stehen für die sportlichen Erfolge beider deutschen Staaten aus dieser Zeit.

Haus der Geschichte Bonn – russischer Panzer
Haus der Geschichte Bonn – russischer Panzer

Aktuelle Ausstellung im Haus der Geschichte

HEIMAT
Eine Suche
11.12.2021 – 25.09.2022

Heimat verspricht Geborgenheit und Überschaubarkeit – insbesondere in Zeiten großer politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen. Aber Heimat ist sehr vielschichtig.Menschen verlieren ihr Heim, ihr ganzes Dorf an eine Braunkohlegrube oder an einen Krieg. Andere fühlen sich in der alten Heimat fremd und begeben sich auf die Suche nach einer oder mehrerer neuen Heimat(en). Für manche ist Heimat ganz klar mit einem Ort verbunden, den sie nie verlassen wollten, dem sie aber gezwungenermaßen den Rücken kehren müssen. Wenn Sie unsere Wechselausstellung besuchen, betreten Sie eine kleine Siedlung mit Dorfplatz. In den Häusern können Sie sich mit verschiedenen Seiten des Heimatbegriffs auseinandersetzen: Heimat im geteilten Deutschland und Identitäten in verschiedenen Regionen, (Spät-)Aussiedler und Vertriebene, jüdisches Leben in Deutschland, Zerstörung von Heimat durch Energiegewinnungsprojekte, Heimischwerden von Menschen mit internationaler Geschichte. Der Fokus liegt auf der Entwicklung seit 1945.Sie sehen die Tür einer Flüchtlingsunterkunft, bemalt von einer aus Syrien nach Deutschland geflohenen jungen Frau. Die Tür zeugt von dem Bemühen, den Verlust der alten Heimat zu verarbeiten und in einer potenziell neuen Heimat Halt zu finden. Das Bühnenbild einer idyllischen Spreelandschaft aus dem Dorf „Mühlrose“ steht für die Bedrohung der sorbischen Minderheit, ihrer Sprache und Kultur durch den Tagebau.In der Öffentlichkeit wird der Heimatbegriff kontrovers diskutiert, instrumentalisiert und als politischer Kampfbegriff missbraucht. Die Ausstellung lädt dazu ein, über die Bedeutung von Heimat für den Einzelnen und für die Gesellschaft nachzudenken: Wie kann ein moderner Heimatbegriff aussehen, der dem gesellschaftlichen Zusammenhalt dient? Bringen Sie sich gerne in unserem „Heimat-Labor“ ein.

Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterInfos Haus der Geschichte

Haus der Geschichte Bonn – Hippie-Bus
Haus der Geschichte Bonn – Hippie-Bus

Ein VW-Käfer mit Brezelfenster und Trittbretter von 1950, die berühmte Vespa der italienischen Firma Piaggio und ein Trabi sind Beispiele der beginnenden Motorisierung in Deutschland. Interessant ist die Geschichte des ausgestellten Mokkicks der Marke Zündapp. Es ist jenes Gefährt, das der millionste Gastarbeiter in Deutschland, ein Portugiese, beim Empfang auf dem Bahnhof von der BRD geschenkt bekam.

Weiter geht die Zeitreise im Bonner Haus der Geschichte mit einem Hippie-Bus und dem Flug zum Mond. Parlamentswahlen dokumentieren die Demokratie in Westdeutschland, während im Osten der Ruf nach Freiheit laut wird. 1989 fällt die Mauer und Deutschland ist wiedervereint und die Ausstellungsbesucher sind in der Gegenwart angekommen. Neben der Dauerausstellung im Bonner Haus können auch die authentischen Orte wie das Palais Schauburg, der ehemalige Kanzlerbungalow oder der Bundesratssaal besichtigt werden. Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist an drei Standorten in Bonn, Leipzig und Berlin vertreten.

Impressionen aus dem Haus der Geschichte

Eine typische Eisdiele aus den 1960er-Jahre
Eine typische Eisdiele aus den 1960er-Jahre
Sinnbild für die 1960er Jahre: Eine Vespa im Haus der Geschichte
Sinnbild für die 1960er Jahre: Eine Vespa im Haus der Geschichte
Im Stil der neuen Zeit: Möbel um 1960 im Haus der Geschichte
Im Stil der neuen Zeit: Möbel um 1960 im Haus der Geschichte

Infos Haus der Geschichte Bonn

Haus der Geschichte Bonn
Museumsmeile
Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn
Tel: (02 28) 91 65-0

Öffnungszeiten
Di - So | 9:00-19:00 Uhr

Eintritt:
Eintritt frei

Weitere Infos auf der Homepage
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.hdg.de/bonn/

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