LVR Freilichtmuseum Kommern

Freilichtmuseum Kommern – Baugruppe Westerwald
Freilichtmuseum Kommern – Baugruppe Westerwald

Im Freilichtmuseum Kommern warten in den Baugruppen Rheinland, Eifel, Westerwald, Niederrhein zahlreiche Bauernhöfe, Wind- und Wassermühlen, ein Schul- und Backhaus, eine Schmiede, eine Korbmacherei sowie ein kompletter Tanzsaal und eine Kapelle, eingebettet in eine Museumslandschaft mit Äckern, Bauerngärten und Obstwiesen auf die Besucher.

Historische Gebäude zeigen, wie es früher im Rheinland war. Über 70 historische Gebäude sind im Museum zu besichtigen, die in die Baugruppen Westerwald und Mittelrhein, Eifel und Eifelvorland, Niederrhein, Bergisches Land und Rheinland aufgeteilt sind. Im ganzen Museumsbereich trifft man auf allerlei Tiere des bäuerlichen Lebens wie Schweine, Hühner, Gänse, Ziegen, Rinder und Pferde und die alten Handwerksberufe werden regelmäßig live vor Ort demonstriert.

Fünf Baugruppen: Eifel, Westerwald, Niederrhein, Bergische Land und der "Marktplatz Rheinland"

Baugruppe Eifel

Freilichtmuseum Kommern – Teil der Baugruppe Eifel
Freilichtmuseum Kommern – Teil der Baugruppe Eifel

In der schön angelegten Baugruppe Eifel werden Höfe der verschiedenen Hof- und Siedlungsformen gezeigt, darunter stattliche Höfe aus dem Eifelvorland, die ihr Obst und Gemüse in die Großstädte Köln und Bonn lieferten. Interessant ist die Stellmacher-Werkstatt im Haus aus Wallenthal, die neben Wagenrädern auch Ackergeräte für die Bauern herstellte. Für die Kinder sind sicherlich die vielen Tiere wie Schweine, Kühe oder Ziegen in der Baugruppe Eifel ein Anziehungspunkt, die außerdem noch eine Zehntscheune, eine Gerichtssäule und eine Sägemühle aus Niederweis zu bieten hat.

Baugruppe Westerwald

Freilichtmuseum Kommern – Handlung (Geschäft) in der Baugruppe Westerwald
Freilichtmuseum Kommern – Handlung (Geschäft) in der Baugruppe Westerwald

Nur der rheinische Bereich mit den Höhen und Tälern des Westerwaldes wird im Museum mit einer ganzen Reihe von Gebäuden vorgestellt. Typisch ist bei den Westerwälder Bauernhöfen, daß Wohnung, Stall, und Scheune als einzelne Gebäude klar getrennt sind. Zusammenbau von Wohnung und Stall oder von Scheune und Stallungen blieben in älterer Zeit die Ausnahme. In der Baugruppe Westerwald findet man neben Fachwerkhäusern, eine Schmiede, ein Spritzenhaus, ein Winzerhof aus Oberdollendorf und eine sogenannte Handlung, hinter der sich ein komplett eingerichteter alter Kaufmannsladen verbirgt. Eine Gastwirtschaft mit alter Post und ein Schulhaus mit Backstube runden das Angebot im Westerwald ab. Die Produkte der mehrmals wöchentlich genutzten Bäckerei werden an einem Verkaufswagen angeboten.

Baugruppe Niederrhein

Freilichtmuseum Kommern – Kappenwindmühle in der Baugruppe Niederrhein
Freilichtmuseum Kommern – Kappenwindmühle in der Baugruppe Niederrhein

In der Baugruppe Niederrhein umschließt ein Wassergraben einen Getreidespeicher, um die lebensnotwendigen Vorräte vor Feuer zu schützen. Das macht diese Lagerhäuser zu einem eigenen Bautyp, die es in dieser Form nur am Niederrhein gab. Neben zwei großen Bauernhöfe sind die beiden Windmühlen in der Baugruppe die Highlights. Die voll funktionstüchtige Kappenwindmühle aus Cantrup wird nur mit dem oberen, beweglichen Flügelteil (die Kappe) in die Windrichtung gedreht. Dafür durfte die Mühle nicht zu groß sein, denn sonst wäre sie zum Drehen zu schwer geworden. Die 300 Jahre alte Bockwindmühle aus dem Ort Spiel bei Düren steht seit über 50 Jahren im Museum. Das Mühlengebäude steht auf einem Holzgerüst. Dieser Bock dient als Lagerung, auf dem die Mühle gegen den Wind gedreht werden kann.

Baugruppe Bergisches Land

Freilichtmuseum Kommern – Mannesmann-Villa in der Baugruppe Bergisches Land
Freilichtmuseum Kommern – Mannesmann-Villa in der Baugruppe Bergisches Land

In der Baugruppe Bergisches Land stehen drei alte Fachwerkwohnhäuser, ein Garnlagerhaus und das ehemalige Haus der Familie Mannesmann aus Remscheid. Das Letztere ist ein charakteristisches gutbürgerliches Wohnhaus mit einem schicken Garten, wie es sich in den niederbergischen Städten Wuppertal, Remscheid oder Solingen entwickelt hat, nachdem die Region zu Wohlstand gekommen war.

Die jüngste Baugruppe: Marktplatz Rheinland

Freilichtmuseum Kommern – Quelle-Fertighaus in der Baugruppe Marktplatz Rheinland
Freilichtmuseum Kommern – Quelle-Fertighaus in der Baugruppe Marktplatz Rheinland

In den kommenden Jahrzehnten wird im LVR-Freilichtmuseum der "Marktplatz Rheinland" stetig um Gebäude aus der Region erweitert. Schon jetzt sind zum Beispiel der Bungalow Kahlenbusch, das Quelle-Fertighaus aus dem Pulheimer Stadtteil Stommelerbusch und die Gaststätte "Watteler" aus" Eschweiler über Feld" und eine Flüchtlingsunterkunft für die Museumsbesucher zugänglich. Das Übergangswohnheim aus Titz-Opherten thematisiert Flucht, Migration und Integration im Rheinland. Die Nissenhütten gelten noch heute als Symbol der Nachkriegzeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie dienten ausgebombten Familien und vertriebenen Flüchtlingen als improvisierte Unterkünfte. Im Bau sind zur Zeit die Notkirche aus Overath und die Milchbar aus Brühl.

Die Gaststätte WATTELER wurde bereits 2013 eröffnet und ist nicht nur zu besichtigen, sondern auch Getränke und kleine Speisen werden hier neben einer attraktiven Fernsicht im kleinen Biergarten angeboten. An den Wochenenden finden von 13-15 Uhr freie Führungen statt.
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Dauerausstellung "Wir Rheinländer" in eigener Ausstellungshalle

Eine Gasse in der Ausstellungshalle Wir Rheinländer im Freilichtmuseum
Nachbau einer alten Gasse mit französischen Soldat in der Ausstellungshalle Wir Rheinländer im Freilichtmuseum

In der Ausstellung wird die Geschichte des Rheinlandes und das Leben der Rheinländer von der französischen Besetzung 1794 bis in die Zeit des beginnenden Wirtschaftswunders nach 1950 in einer Dauerausstellung gezeigt. Die Besucher durchwandern in einer eigens für die Ausstellung errichteten Ausstellungshalle eine Gasse mit mehr als 50 Nachbauten von Gebäuden aus dem Rheinland, in denen Szenen aus der rheinischen Geschichte präsentiert werden.
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Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen: Verrücktes Holz, Jahrmarkt anno dazumal, Zeitblende Museumsfest, Advent

Ausführliche Berichte und ein Video zu den Veranstaltungen finden Sie jeweils auf den Extra-Seiten.

Seit vielen Jahren wird an einem Wochenende im Frühjahr im Freilichtmuseum das „Holz verrückt“. Kräftige Rückepferde, Oldtimer-Traktoren und Unimogs zeigen, wie in früheren Zeiten Holzwirtschaft betrieben wurde.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen Fenster„Verrücktes Holz

Rund um Ostern werden die Besucher des beliebten „Jahrmarkt anno dazumal“ im Freilichtmuseum mit historischen Schausteller-Attraktionen für knapp zwei Wochen ins letzte Jahrhundert zurückversetzt.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen Fenster„Jahrmarkt anno dazumal

Am dritten Wochenende im August findet die "Zeitblende – das Museumfest der Erinnerungen" im Kommerner Museum statt. Mit einem umfangreiches Begleitprogramm mit echtem Rock 'n' Roll, Currywurst und Pommes etc.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen Fenster"Zeitblende – das Museumfest der Erinnerungen"

Im Freilichtmuseum Kommern gibt es am 1. Adventwochenende immer eine Adventsfeier und einen kleinen Markt wie anno dazumal. Der "Advent für alle Sinne“ will mit zahlreichen Angeboten in allen Museumsbaugruppen zum Entspannen und Nachdenken anregen.
Weiterlesen Öffnet internen Link im aktuellen FensterAdvent für alle Sinne

Tourist-Info Freilichtmuseum Kommern

Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde
53894 Mechernich-Kommern, Eickser Straße
Tel.: +49 (0) 2443-9980-0
E-Mail: kommern@lvr.de

Alle Angaben Stand 08.2019

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober: Täglich 9-19 Uhr, 1
. November bis 31. März: Täglich 10-17 Uhr. Einlass bis 1 Stunde vor Schließung.
24. und 31. Dezember: 10-14 Uhr, 25. / 26. Dezember und 1. Januar: 11-17 Uhr.

Eintritt und Parkgebühr
Erwachsene: 7,50 €, Schwerbehinderte, Studenten, Auszubildende 5,50 €, Kinder / Jugendliche unter 18 Jahre: Eintritt frei, Erwachsenen-Gruppen ab 10 Personen: 7,00 Euro
Parkplatz vorhanden. Parkgebühr 2,50 €.
Der Eintritt in das Museum ist in jedem Monat am zweiten Freitag frei!

Weitere Informationen auf der Homepage Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.kommern.lvr.de

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Aktuelle Ausstellung im Freilichtmuseum Kommern

Handpuppen in der aktuellen Ausstellung des Freilichtmuseums Kommern © Foto

HANDPUPPEN VON IRMGARD UND CHRISTA PASTORS
17. März 2019 bis 9. Februar 2020

Wer kennt ihn nicht? Kasper mit der roten Zipfelmütze, der mit seinen Geschichten auf der Puppenbühne Generationen von Kindern begeistert hat. Allein bei seinem Ruf "Tri-tra-trullala" wissen alle Bescheid: der Kasper ist da!

Als Unterhaltung für Kinder treten Kasperlefiguren aber erst seit etwa 100 Jahren auf. Über seinen Ursprung ist wenig bekannt. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war das Handpuppenspiel meist eine Attraktion auf Kram- und Jahrmärkten - als Unterhaltung für Erwachsene. Der heute bekannte Kasper tritt auf die Bühne, um die Kinder zu gutem Benehmen oder richtigem Verhalten im Straßenverkehr zu erziehen. In Deutschland erleben nach dem Zweiten Weltkrieg Handpuppen aus Holz, Textil, Masse oder Kunststoff eine große Blütezeit und erobern auch das Fernsehen. Zusätzlich zum Kasper werden auch "TV-Kinderhelden" wie Ernie und Bert als Puppen vermarktet.

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung des Puppenspiels und wie es von gesellschaftlichen und politischen Strömungen beeinflusst wird. Sie zeigt Puppen bekannter Künstler, Puppen als Werbe- oder Fernsehfiguren. Krokodile lauern neben Hexen, Räubern und Teufeln auf ihre Opfer, Es sind Prinzessinnen und Polizisten zu entdecken und natürlich auch der Seppel und der Kasper. Ein kleines Puppentheater lädt Kinder und Erwachsene ein, selbst Puppen in die Hand zu nehmen und kleine Geschichten aufzuführen.
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