Die Bundeskunsthalle in Bonn am Abend
Die Bundeskunsthalle in Bonn am Abend

Bundeskunsthalle in Bonn

Blick in eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle
Blick in eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle

Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland ist mit seinen zahlreichen Ausstellungen eines der meistbesuchten Museen in Deutschland. In dem modernen Gebäude mit drei charakteristischen Lichtschächten auf dem Dach sind seit der Eröffnung 1992 zahlreiche Kunstschätze aus der ganzen Welt präsentiert worden. Das Museo Nacional del Prado war mit Velázquez, Rubens und Lorrain zu Gast in Bonn, die Kaiserliche Sammlung aus dem Nationalen Palastmuseum Taipeh, in Taiwan und die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul mit geretteten Schätzen ebenso. Auf der 5600 m² großen Ausstellungsfläche der Bundeskunsthalle werden ständig bis zu vier Ausstellungen parallel gezeigt.

Ausstellungen aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte, Wissenschaft und Technik

Wissenschaftsausstellung in der Bundeskunsthalle
Wissenschaftsausstellung in der Bundeskunsthalle

Namhafte Künstler wie Ferdinand Hodler oder Ernst Kudwig Kirchner wurden neben den Gegenwartskünstlern wie Marina Abramović, Gregor Schneider oder Katharina Sieverding in großen Einzelausstellungen präsentiert. In den ersten zehn Jahren konnten über 100 Ausstellungen aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte, Wissenschaft und Technik präsentiert werden. Auch Konzerte, Theateraufführungen, Konferenzen Lesungen und Filmvorführungen finden in einem Veranstaltungssaal mit bis zu 600 Sitzplätzen statt. Sogar eine Schachweltmeisterschaft ist hier ausgefochten worden. Der Sammelschwerpunkt der für jedermann frei zugänglichen Bibliothek mit 50.000 Medien liegt auf der Geschichte des Ausstellungswesens.

Aktuelle Ausstellung in der Bundeskunsthalle

METHODE RAINER WERNER FASSBINDER
EINE RETROSPEKTIVE
10. September 2021 bis 6. März 2022

Rainer Werner Fassbinder (1945–1982) war Regisseur, Filmproduzent, Schauspieler und Autor. Als einem der wichtigen Vertreter des Neuen Deutschen Films, gelang ihm in seinem Werk die Synthese aus radikaler Subjektivität und gesellschaftlicher Analyse. Wie kaum ein anderer Künstler hat er dadurch ein zeitgenössisches Spiegelbild der Bundesrepublik Deutschland geschaffen. Die retrospektive, chronologisch ausgerichtete Ausstellung präsentiert ein facettenreiches Porträt des großen deutschen Filmemachers im Spiegel seiner Zeit: Sein Œuvre wird als beispielloses Gesellschaftsdokument in Kombination mit Archiv- und Quellenmaterial präsentiert, seine Biografie anschaulich mit der damaligen deutschen Lebensrealität verknüpft. Dokumente, Briefe, Archivalien, Fotografien, Zitate, persönliche Gegenstände, Kostüme und Filmkompilationen ermöglichen eine Kontextualisierung.
Fassbinders Exponiertheit, seine kreative Unangepasstheit und künstlerische Radikalität führten zu inzwischen legendären Filmen, Fernseh- und Theaterstücken wie ANGST ESSEN SEELE AUF, DIE EHE DER MARIA BRAUN, ACHT STUNDEN SIND KEIN TAG, BERLIN ALEXANDERPLATZ oder QUERELLE, die sich in das kollektive Bildgedächtnis eingeschrieben haben. Er war in seinem kurzen Leben äußerst produktiv: Er schrieb, drehte oder inszenierte 45 Spielfilme und 25 Theaterstücke, seine Bildsprache changierte von Beginn an virtuos zwischen Theater, Film/Fernsehen und Zeitdokument.
Fassbinder lebte und forderte Intensität. Seine manchmal sperrige, kritische Haltung bei gleichzeitig liebevoller Darstellung und Zeichnung der Menschen, ohne Rücksicht auf ihre jeweiligen Milieus, war von beispielloser, aber auch zutiefst respektvoller Konsequenz. Das schon zu seinen Lebzeiten oft kontrovers diskutierte Werk Fassbinders hat bis heute nichts von seiner Relevanz, Intensität und Strahlkraft verloren. Es zu verstehen bedeutet, sich und andere zu verstehen und zu tolerieren.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle, Bonn, in Zusammenarbeit mit dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, und der Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin

Info Bundeskunsthalle

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn
Telefon: 0228 91710
E-Mail: info@bundeskunsthalle.de
Web: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.bundeskunsthalle.de

Alle Angaben Stand 04.2019

Öffnungszeiten
Montag geschlossen,
Dienstag und Mittwoch 10 bis 21 Uhr,
Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen (auch an Montagen) 10 bis 19 Uhr.

Eintritt
Alle Besucher/-innen bis einschließlich 18 Jahre haben an allen Tagen freien Eintritt in die Ausstellungen der Bundeskunsthalle.
Tageskarte für Dauerausstellung regulär/ermäßigt 17 €/11,50 €.

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