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Verborgene Schätze

50 Jahre alt ist das LVR Freilichtmuseum in Kommern 2011 geworden. Aus diesem Anlass haben die Mitarbeiter in den Museumsmagazinen gesucht und fünfzig Exponate ausgewählt, die in einer sehenswerten Ausstellung noch bis Oktober 2012 gezeigt werden. Es sind Zeugnisse der rheinischen Vergangenheit – Gegenstände aus dem Handwerk, dem Alltag oder dem Totenkult.

Musikbox Wurlitzer  © Rhein-Eifel.TV


www.groupon.de

Informationen:
LVR-Freilichtmuseum Kommern

Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde
53894 Mechernich-Kommern
Tel.: +49 (0) 2443-9980-0
http://www.kommern.lvr.de/freilichtmuseum/

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober: 9-18 Uhr
1. November bis 31. März: 10-16 Uhr
24. und 31. Dezember: 10-14 Uhr
25. / 26. Dezember und 1. Januar: 11-17 Uhr

Eintritt und Parkgebühr
Erwachsene: € 5,50,
Kinder / Jugendliche unter 18 Jahre: Eintritt frei, Parkgebühr: € 2,50


Film-Tipp Freilichtmuseum Kommern

Filmischer Rundgang durch die Baugruppen


Zur Seite Freilichtmuseum

Ausstellung im Freilichtmuseum Kommern

"50 Jahre – 50 Themen" vom 21. Juli 2011 bis 21. Oktober 2012

In der Ausstellung "Verborgene Schätze" des LVR Freilichtmuseum in Kommern werden unter anderem folgende Gegenstände gezeigt, die wir hier kurz erläutern.

Blechspielzeugauto - Tut - der Fa. Lehmann  © Rhein-Eifel.TVEin altes Kräuterbuch, gedruckt 1577 in Frankfurt a. M., hat 840 handkolorierte Textholzschnitte, die die beschriebenen Pflanzen darstellen. Es wurde von dem Marburger Arzt, Botaniker und Chemiker Adam Lonicer verfasst, der die Tochter eines Druckereibesitzers heiratete und somit sein eigenes Werk drucken konnte.

Die aus Keramik kunstvoll hergestellte Schreibgarnitur wurde um 1750 im Westerwald gefertigt. Vorne ist ein Fach für die Schreibfedern, dahinter sind Tintenfass und Sandbüchse angeordnet. Der Sand diente damals zum trocknen der Tinte. Als Beispiele Westerwalder Keramik sind heute noch in vielen alten Haushalten Gurkentöpfe, Bierkrüge oder Schüsseln zu finden, die auch oft auf Flohmärkten angeboten werden.

Keramik-Schreibgarnitur aus dem Westerwald © Rhein-Eifel.TVAls Andenken waren bis ins 20. Jahrhundert so genannte Haarbilder verbreitet. Sie wurden als Erinnerungsstücke an die Toten gefertigt. Ein Kommerner Ausstellungsstück zeigt einen kunstvoll gefertigten Strauß aus den Haaren eines verstorbenen Kindes. Das aus der Zeit des Jugendstils stammende Kaffeeservice wurde um 1900 von der Kölner Firma Orivit hergestellt. Hier werden matter Zinn mit rot leuchtender Fayence verbunden.

Die sehr alten Blechspielzeuge der Firma Lehmann von 1905, zwei Blechautos und ein Doppelrad,sind mittlerweile unter Sammlern sehr begehrte Stücke.

Aus der jüngeren Vergangenheit stammt die seit 1945 produzierte Musikbox 1015 der Firma Wurlitzer, die wie kaum ein anderer Gegenstand, die Lebensfreude nach dem Zweiten Weltkrieg symbolisiert.