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Die ursprünglichen Mauerreste des Tempelbezirks stammen nach Analysen der zuständigen Denkmalbehörde aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. Es sind mehrere Bauphasen mit Erweiterungen und völligem Neubau nachgewiesen. Die größte Ausdehnung der rechteckigen Anlage sind 100 x 34 Meter, die Zerstörung wird auf das 5. Jahrhundert datiert.
Die Kultstätte wurde mit ein bis zwei Meter hohen Mauern rekonstruiert, um den Besuchern einen Überblick zu geben. Einige Abgüsse von Weihesteinen, die Originale befinden sich im LVR Landesmuseum Bonn, sind zur Demonstration des Kultes aufgestellt. Die Anlage ist die besterhaltene ihrer Art in Nordrhein-Westfalen.
Die Kultstätte war wahrscheinlich ursprünglich ein Baumkultort und wurde durch den gemischten germanischen und römischen Einfluss Matronen geweiht, Muttergottheiten, die als Schutzpatroninnen für Familie und Heim dienten. Bemerkenswert ist, daß die Verehrung dreier Göttinen eigentlich eine keltische Tradition ist. Die Römer haben diesen regionalen Kult übernommen.
Der Kult war im Rheinland sehr verbreitet. Die oft an den Weihesteinen zu findenden Opfergaben (Blumen, Äpfel, Eier und Geldstücke) deuten an, daß diesem Kult auch heute noch gehuldigt wird.

Auf einem Hügel oberhalb der Eifelorte Nöthen und Pesch (zwischen Nettersheim und Bad Münstereifel) sind von 1913 bis 1918 die Grundmauerreste einer gallo-römischen Tempelanlage der römischen Provinz Niedergermanien ausgegraben worden.
Anfahrt
Die Anlage ist über die L206 zu erreichen, die von Bad Münstereifel nach Nettersheim führt.
Hinweisschilder und ein Parkplatz unterhalb der Anlage sind vorhanden. Vom Parkplatz sind es etwa 10 Gehminuten bis zum Tempelbezirk.
