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Kleine römische Tempelanlage bei Zingsheim

Römischer Tempelbezirk bei Hirschberg - Umgangstempel © Rhein-Eifel.TV

Matronenheiligtum "Vor Hirschberg" in der Eifel

Römischer Tempelbezirk Hirschberg Steininschrift © Rhein-Eifel.TV In der Flur "Vor Hirschberg" fand man 1960 die Fundamente eines römischen Umgangstempels. Dabei fand man auch auf Kalk- und Sandsteinbrocken mit Resten von Inschriften und Ornamenten. Die Vermutung, dass es sich hier um ein Matronenheiligtum handele, wurde bei Ausgrabungen im Sommer 1963 und 1975 bestätigt. Bruchstücke und Inschriftenreste lassen darauf schließen, dass der kleine Tempel den fachinehischen Matronen geweiht war. Die Verehrung der Fachinehischen Matronen ist durch ihnen gewidmete Weihesteine im Kreis Euskirchen nachgewiesen.

Der gallo-römische Tempel ist von rechteckiger Gestalt und bestand aus einem Kultraum, die sogenannte Cella (2,60 x 3,40 m), die von einem säulengestützten Umgang umgeben war. In der Rekonstruktion der etwa 1 Meter hohen Mauern wurde der Eingang nach Südosten gelegt, was allerdings aus den Funden nicht klar hervorgeht. Für eine flache Verdoppelung der Umgangsmauer, die sich an der Ostseite zeigte, fand sich keine Erklärung (evt. Schwelle und Eingang). Der Tempel ist wahrscheinlich Teil eines größeren Kultbezirkes gewesen, da weitere römische Bauspuren in der Umgebung gefunden wurden.

Tempelbezirk "Vor Hirschberg"

Römischer Tempelbezirk bei Hirschberg - Weihestein © Rhein-Eifel.TV

Römischer Tempel bei Zingsheim

Die Fundstelle der kleinen gallo-römischen Tempelanlage liegt südwestlich von Zingsheim, etwa auf halbem Wege zwischen den Tempelbezirken von Nettersheim (Görresburg) und Pesch. Ob die drei Tempel in irgendeiner Form im Zusammenhang stehen, ist nicht erwiesen.

Tempel "Vor Hirschberg" Rekonstruktion © Rhein-Eifel

Im ersten Grabungsbericht wird folgendes erwähnt: "Das ganze Gelände ist ziemlich naß. Weiter nördlich liegt die Quelle, die heute Gut Hirschberg mit Wasser versorgt, und wenig östlich der römischen Bauwerke floss bis vor einigen Jahren in einer flachen Mulde eine weitere Quelle. Sie wurde inzwischen trockengelegt."

Anfahrt

Die Anlage ist über die K 59 zwischen Nttersheim und Zingsheim zu erreichen. Ein Hinweisschild steht an der Strasse. Parkmöglichkeiten neben der Anlage sind vorhanden.