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Durch die Tannenwälder zum Schwarzen Mann

Wald in der Schneifel © Rhein-Eifel.TV

Vorbei an Bunkerruinen, Tranchot-Stein und Schwarzer Mann

Skulptur "Schwarzer Mann" Schneifel © Rhein-Eifel.TVDurch den dichten Fichtenwald sind bereits hier erste Bunkerruinen des Zweiten Welkrieges zu sehen. Schließlich gelangt man zum Schwarzen Mann, den man hier jahrzehntelang vergeblich suchte. Nach den vielen Fragen von Touristen, wo denn der Schwarze Mann sei, haben sich einige Einheimische erbarmt und nach ihren Vorstellungen ein hölzernes Abbild jenes Mannes schnitzen lassen, den es nie gegeben hat. Schwarzer Mann heißt der höchste Berg der Schneifel, wohl deshalb, weil die schwarzen Gesichter der Bergleute des Bleialfer Bleierzwerk an den besonders bei schlechtem Wetter dunklen Waldrücken erinnerten. Mit dem Kinderschreck Der Schwarze Mann hat der Name also nichts zu tun. Die lebensgroße Skulptur steht auf einem über eine Treppe zu erreichendes Holzpodest.

Tranchotstein auf der Schneifel © Rhein-Eifel.TVIn unmittelbarer Nähe ist dann auch der bekannte aber eher unspektakuläre Tranchot-Stein zu finden, einer der ältesten Vermessungspunkte der Eifel, benannt nach dem französischen Geographen Jean Joseph Tranchot (1752-1815), der im Auftrag Napoleons so ziemlich alles in Europa vermessen hat und ein riesiges Kartenwerk hinterlassen hat.

Im weiteren Verlauf der Wanderung säumen dann viele Ruinen, der von den Franzosen nach dem Zweiten Weltkrieg gesprengten Bunkern, den Weg. Über 170 dieser Bunker sind im Bereich der Schneifel von 1938-1940 im Zuge der Siegfried-Linie gebaut worden. Sie sind inzwischen, wenn überhaupt, nur noch als bewachsene Beton-Trümmer erkennbar. Viele Bunkerruinen wurden um dieletzte Jahrtausendwende zertrümmert und eingeebnet und erst die vielen Proteste zeitgeschichtlich interessierter Bürger führten dazu, dass diese Arbeiten eingestellt wurden. Infotafeln wären hier erforderlich, um dieses Zeitdokument zu erläutern.

Beim Zertrümmern der Anlagen wurden allerdings durch Betonröhren Zugänge zu den Hohlräumen für Kleinsäuger geschaffen, von denen die Tier- und Pflanzenwelt profitiert hat. In den Trümmern haben sich hervorragende Biotope für seltene Tiere und Pflanzen entwickelt. Wildkatze und Fledermäuse, seltene Moose und Flechten haben mittlerweile diese feuchten Lebensräume erobert.

Schneifel-Wanderung-Karte G Rhein-Eifel.TV

Wanderung in der Schneifel

Schneifelbuchen ©Rhein-Eifel.TV



Schneifel-Wanderung
"Rund um den "Schwarzen Mann"

Parkplatz an der L 20 am Blockhaus "Schwarzer Mann"

Fast am höchsten Pubkt der Schneifel liegt der Parkplatz an der Blockhütte "Schwarzer Mann", der Ausgangspunkt der Wanderng. Von hier aus geht der ca. 12. km lange Rundweg entlang der wenig befahrenen Landstrasse in den überwiegend mit Fichten bepflanzten Wald. Die Ursprünge dieser Monokultur liegt bei den Preußen, die den Bauern dieser verarmten Gegend wieder Holz für den täglichen Gebrauch zur Verfügung stellen wollte und deshalb die kahlgeschlagene Hügelkette mit dem schnell wachsenden Fichten wieder aufforstete. Mittlerweile sind jedoch durch gezielte Forstwirtschaft schon wieder große Teile mit Mischwald bepflanzt worden.

Schneifelwanderung - Ruinen im Wald © Rhein-Eifel.TV


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