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Weitere Titel von Rudi Jagusch


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Rudolf Jagusch

Ruolf Jagusch © Rhein-Eifel.TV

Der Krimiautor Rudolf Jagusch, 1967 in Bergisch Gladbach geboren, lebt mit seiner Familie in einem Dorf im Vorgebirge. Auf dem Land aufgewachsen liebt er das einfache Leben, welches sich nicht selten in seinen Geschichten widerspiegelt. Nach einer erfolgreichen Vorgebirgs-Krimireihe hat er die Eifel für sich wiederentdeckt und treibt seit dem unermüdlich seine Figuren durch die hügelige Landschaft. Mehr über den Autor erfährt man unter: http://www.krimistory.de

Steckbrief

• 2011 -  Debüt-Eifelkrimi "Eifelbaron"
• 2010 - Jurymitglied Schulwettbewerb "Beste Krimikurzgeschichte" im Kreis Euskirchen
• 2010 - Criminale 2010, Nordeifel, Mitglied im Oganisationsteam "SoKo"
• 2010 - 3ter Vorgebirgskrimi "Todesquelle"
• 2009 - 5ter Platz Germanwings-Story-Award
• 2009 - Nominiert für den Krefelder-Krimi-Preis
• 2009 - 2ter Vorgebirgskrimi "Nebelspur"
• 2007 - Debüt-Vorgebirgskrimi "Leichen-Sabbat"
• 2006 - Gewinner des Germanwings-Story-Award für die beste Kurzgeschichte
• 2004 - erste Kurzgeschichten veröffentlicht
• 2003 - Vom Hobby zum Beruf: Schriftsteller, Genre vorwiegend Krimi und Thriller
• Elektriker und Abenteurer, Meister der Meß- und Regeltechnik, Diplomverwaltungswirt
• verheiratet, zwei Kinder
• Geboren am 27.06.1967 in Bergisch Gladbach


Film-Tipp Feldkapelle Wachendorf

Ein Originalschauplatz im Krimi Eifelbaron


Zur Seite Feldkapelle in Mechernich

"Eifelbaron" - der neue Eifelkrimi aus dem Emons Verlag

Film-Lesung: "Eifelbaron" von und mit Rudi Jagusch

Cover Eifelbaron - Rudolf JaguschIm Wald von Mechernich macht der Förster bei seinem Rundgang einen grausigen Fund: An einem Steindenkmal lehnt eine kopflose männliche Leiche. Der Eifeler Hauptkommissar Horst Fischbach von der neu eingerichteten Mordkommission Euskirchen und sein Kölner Kollege Welscher übernehmen die Ermittlungen. Dabei weht ihnen nicht nur die eisige Winterluft der Eifel entgegen, sondern sie müssen auch in die tiefsten Abgründe mörderischer Vorstellungskraft blicken ...

Leseprobe

Bruce Baron spritzte sich Wasser ins Gesicht. Er war allein auf der
Toilette. Gut. So konnte er sich vor seinem großen Auftritt noch mal
sammeln. Wie in Watte gepackt drang dumpf die Musik an seine Ohren. Die Band spielte ausgezeichnet, und er freute sich, dass er sie engagiert hatte.
Der Blick in den Spiegel zeigte ihm einen ausgemergelten und bleichen Mittfünfziger. Der drastische Gewichtsverlust in den letz-
ten sechs Wochen hatte seine Wangen einfallen lassen, dunkle Rän-
der unter den Augen ließen ihn krank aussehen. Er nahm sich ein Papiertuch von der Ablage, trocknete sich die Hände und verließ die Toilette.

Im Ballsaal empfing ihn ein warmes gelbes Licht. Auf den runden Tischen, um die seine Gäste saßen, leuchteten Kerzen. Einige Paare tanzten ausgelassen auf der Tanzfläche. Zufriedene Gesichter strahlten Baron an, als er zur Bühne schlenderte. Unauffällig gab er einer der Kellnerinnen ein Zeichen. Sie griff
sich einen kleinen Karton, der unter dem Buffet stand, und begann, Kuverts an die Gäste zu verteilen. Bruce hatte ihr eingeschärft, allen zu sagen, dass sie die persönlich adressierten Umschläge erst nach
seiner Rede öffnen durften. Er beobachtete, wie die Ersten ihre Umschläge erhielten. Zufrieden stellte er fest, dass sie der Aufforderung nachkamen und die Kuverts unangetastet ließen.
Baron lächelte. Als er am Tisch des Bürgermeisters vorbeikam, blieb er stehen und klopfte seinem alten Freund auf die Schulter.»Gefällt es dir?«
»Na sicher«, rief der Bürgermeister aus und schmauchte an seiner Zigarre. »Du hast dich das fünfundzwanzigjährige Firmenjubiläum ja richtig was kosten lassen. Hervorragend!«
»Ja, nur vom Feinsten«, bestätigte Baron und gab seiner Frau Susanne, die links vom Bürgermeister saß, einen Kuss in den Nacken. Sie trug ein weinrotes Abendkleid, das ihre Figur umschmeichelte.
Die Perlenkette um ihren Hals schimmerte matt im Kerzenschein und betonte ihr freizügiges Dekolleté. Baron wusste, dass seine Frau einige Eskapaden mit anderen Männern gehabt hatte. Sie war kein Kind von Traurigkeit. In diesem Punkt unterschieden sie sich kaum.

Allerdings sah das beim Thema Eifersucht anders aus. Er nahm es ehergelassen, wenn sie sich mal vergnügte, verzieh ihr die Seitensprünge.Sie dagegen machte ihm jedes Mal eine Szene, hatte ihn sogar schonmit einem Messer angegriffen. In ihrer Wut kannte sie keine Grenzen. Trotzdem liebte er sie immer noch.