Ein Besuch in Wolfach im Schwarzwald

Wolfach – Blick auf die Hauptstraße
Wolfach – Blick auf die Hauptstraße

Reisebericht von Norbert Conzen. Die malerische Kleinstadt Wolfach lebt - im Sommer deutlich sichtbar - vom Tourismus. Daneben gibt es viele Kleinbetriebe und mittelständige Unternehmen, die der Region eine ganze Reihe Arbeitsplätze bieten. Rund um den kleinen Marktplatz mit dem mit Trachten und ortstypischen Berufsständen bemalten Rathaus haben wir bei unseren Besuchen in Wolfach zahlreiche Geschäfte und Gastronomiebetriebe angetroffen. Meine Frau zog es zufrieden wieder in diverse Boutiquen und unsere Testessen waren ganz passabel.

Ein lohnendes Ziel für den Schwarzwald-Reisenden

Wolfach – Fassade des Rathauses von 1681
Wolfach – Fassade des Rathauses von 1681
Wolfach – Blick in den Innenhof des Schlosses
Wolfach – Blick in den Innenhof des Schlosses

Wolfach liegt im mittleren Kinzigtal an der Einmündung des kleinen Flusses Wolf in die Kinzig. Wie viele andere Orte im Kinzigtal wurde auch Wolfach früher vom Holzhandel und der Flößerei geprägt. Die Nachfrage nach dem langsam gewachsenen starken Holz der Schwarzwälder Tannen war vor allem für den Segelschiffbau in Holland und dem Dombau in Speyer und Straßburg sehr groß. Die Wolfacher Schiffer beherrschten ab dem späten Mittelalter die gesamte Flößerei auf der Kinzig. Von Wolfach bis zum Rhein waren es nur noch 60 km. Ein einträglicher aber auch gefährlicher Job, der Wolfach Wohlstand und Arbeit brachte.

Am östlichen Stadtausgang gelang man zum „Floßlände“, wo jährlich im Sommer die alte Tradition der Langholzflößer, begleitet von einem großen feuchtfröhlichen Fest, wieder lebendig wird. Beim Gang durch die kleine Stadt haben wir nach dem „Flößerwegle“ einen Blick auf das ins Auge fallende 1681 errichtete Schloss des fürstenbergischen Landgrafen gemacht, das eine der wenigen noch vollständig erhaltenen Residenzen aus jener Zeit in Südbaden ist.

In der großen Schlossanlage innerhalb der alten Stadtbefestigung hatten wir kurzfristig auch die Möglichkeit die kleine Schlosskapelle „Unserer lieben Frau“ mit einem sehenswerten Chorgestühl aus dem 17. Jahrhundert und der Pieta im barocken Hochaltar zu besuchen. Das Heimatmuseum im Wolfacher Schloss zeigt eine umfangreiche Sammlung frühgeschichtlicher Funde, alte Handwerkstechniken und Trachten sowie aktuelle Kunstpräsentationen.

Fazit: Wolfach ist für den Schwarzwald-Reisenden ein lohnendes Ziel. Eine schöne Altstadt, der Wanderer kann seine Neigung mit sehenswerten Highlights verbinden, der Durchreisende braucht nur die Hauptstraße bis zum Schloss zu durchlaufen, um vieles vom typischen Schwarzwald-Flair einzufangen. Von Norbert Conzen

Infos Wolfach

Stadt Wolfach
Hauptstraße 41
77709 Wolfach
Telefon: 0 78 34 / 83 53 0
E-Mail: stadt@wolfach.de

Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.wolfach.info

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Brunnen in Wolfach

Wolfach – der Stadtbrunnen mit dem Heiligen Nepomuk, der auch als Narrenbrunnen bekannt ist. Wolfach verbindet eins mit dem Rheinland: Vom Dreikönigstag bis Aschermittwoch ist der Ort ein Brennpunkt der alemannischen Fastnacht.
Wolfach – der Stadtbrunnen mit dem Heiligen Nepomuk, der auch als Narrenbrunnen bekannt ist.

Tipp: Schiltach – Fachwerkmeile und Hansgrohe

Schiltach – Rathaus am Marktplatz

Schiltach ist bekannt geworden durch seine Fachwerkhäuser, die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert erbaut wurden und den Stammsitz der Firma „Hansgrohe“, die hier 1901 gegründet wurde. Infos über Sehenswertes, Geschichte und aktuelle Tipps. Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchiltach – weiterlesen