Freiburger Münster

Freiburger Münster – eingerüsteter Turm, der Schönste der Christenheit
Freiburger Münster – eingerüsteter Turm, der Schönste der Christenheit

Wiederaufgebaut wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in der Freiburger Innenstadt fast alles, außer dem Münster, das weitgehend von den Bomben verschont blieb. Das Wahrzeichen Freiburgs, das man mal den schönsten Turm der Christenheit genannt hat, ragt weithin sichtbar in den Himmel. Bei unserem ersten Besuch war die Spitze allerdings unter einem großen Gerüst verborgen. „Die westliche gotische Einturmfassade ist ein Meisterwerk von europäischen Rang“, so lasen wir in einem Stadtführer.

Großartige Architektur und Hochaltar von Hans Baldung gen. Grien

Freiburger Münster – Hochaltar von Hans Baldung gen. Grien im Chorraum
Freiburger Münster – Hochaltar von Hans Baldung gen. Grien im Chorraum
Freiburger Münster – Blick in den Innenraum
Freiburger Münster – Blick in den Innenraum

Es war Samstag und der Marktplatz rund um das Münster mit Marktständen zugestellt, so dass wird uns erstmal in der Kirche umsahen. Als Rheinländer sind wir ja mit dem Kölner Dom bestens vertraut, der als die schönste gotische Kathedrale der Welt gilt. Trotzdem beeindruckte uns das Freiburger Münster. Bereits die Vorhalle mit einer beinahe erdrückenden Fülle von hervorragender Bauplastik, mit fast dem ganzen Weltbild des Christentums, zieht einen in den Bann. Der Innenraum der Basilika wirkt durch die hellen Fenster trotz der romanischen Elemente luftig und leicht. Den Chorraum ist umgeben von einem Kapellenkranz, gefüllt mit den verschiedensten Kunstschätzen.

Das zentrale Kunstwerk des Münsters ist der Hochaltar, den Hans Ballung gen. Grien zwischen 1512 bis 1516 malte. Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Kunstwerken des 16. Jahrhundert. Im Zentrum der in leuchtenden Farben gemalten Komposition steht die Marienkrönung mit Gottvater (rechts), Gottessohn (links) und der Taube des Heiligen Geistes (oben), umgeben von unzähligen musizierenden Engelchen. Auf den vielen Seitentafeln sind je nach Zeitraum des Kirchenjahrs die Aposteln, Verkündung, Geburt Christi und andere biblische Szenen zu sehen.

Mit dem Bau des Freiburger Münster wurde um 1200 begonnen und im wesentlichen 1513 vollendet. Das Querschiff ist romanisch, das Langhaus und der Unterbau des Turms sind frühgotisch, der 116 m hohe Turmaufbau (1330 vollendet) ist hochgotisch. Mit Bau des spätgotischen Chors wurde 1354 begonnen, er wurde mit einigen Unterbrechungen bis 1513 zu Ende gebracht.

Nach dieser Reise in die Kunstgeschichte machten wir erstmal eine Kaffeepause, um uns anschließend zum Augustinermuseum aufzumachen.

Infos Freiburger Münster

Freiburger Münster
Münsterplatz, 79098 Freiburg im Breisgau
Telefon: (0761) 20279-0
E-Mail: info@dompfarrei-freiburg.de

Alle Angaben Stand 02.2016

Öffnungszeiten für Besichtigungen
Montag - Samstag: 10:00 - 17:00 Uhr, Sonn- und Feiertage: 13:00 - 19:30 Uhr

Turm:
Dienstag - Samstag: 10:00  - 16:45 Uhr, Sonn- und Feiertage: 13:00 - 17:00 Uhr.
Eintritt: Erwachsene 2 €, Schüler und Studenten 1,50 €, Kinder bis 12 Jahre 0,50 €

Chor und Kapellenkranz
Montag: 10:00 - 11:30 und 12:30 - 16:00 Uhr, Samstag: 10:00 - 11:15 und 12:30 - 15:30 Uhr, Sonn- und Feiertag: 13:00 - 16:00 Uhr
Eintritt: Erwachsene 2 €, Schüler und Studenten 1,50 €, Kinder bis 14 Jahre frei.

Offene Münsterführung
Montag, Samstag, Sonntag 14:00 Uhr. Dauer ca. 1 Stunde. Beitrag: 5 € (Kinder 2,50 €).

Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.freiburgermuenster.info

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Freiburger Münster – Strebewerk am rechten Seitenschiff
Freiburger Münster – Strebewerk am rechten Seitenschiff

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