Colmar im Elsass

Colmar – das am Fluss Lauch liegende Viertel Krutenau, das auf Französisch Petite Venise („Klein-Venedig“) genannt wird
Colmar – das am Fluss Lauch liegende Viertel Krutenau, das auf Französisch Petite Venise („Klein-Venedig“) genannt wird

Die Stadt Colmar im Elsass, nur gut 20 km vom Rhein entfernt, ist bekannt für ihre architektonischen Sehenswürdigkeiten aus vielen Jahrhunderten, die man überall in der Innenstadt entdecken kann. Die Außenbezirke mit ihren Fabriken, modernen Betonbauten und Einkaufszentren kommen dagegen gewöhnlich daher. Die Altstadt von Colmar bietet eine Vielzahl an Gastronomiebetrieben, die meist eine gute französische Küche und natürlich den Flammkuchen mit einem hervorragenden elsässischen Wein servieren.

Eine unversehrte mittelalterliche Stadt

Colmar – das Koïfhus von 1480, Kauf- und Zollhaus, einst der geschäftige Mittelpunkt der Stadt
Colmar – das Koïfhus von 1480, Kauf- und Zollhaus, einst der geschäftige Mittelpunkt der Stadt
Colmar – Innenstadtszene mit alten Häusern
Colmar – Innenstadtszene mit alten Häusern

Colmar besuchen, heißt auch, sich den Touristenströmen zu stellen, die vor allem im Sommer die drittgrößte elsässige Stadt bevölkern. Der Besucher wird allerdings durch die vielen romantischen Fachwerkensembles aus dem 16. Jahrhundert in der Altstadt und an den Ufern der Lauch entschädigt.

Bereits 1216 erhoben die Staufer Colmar zur Freien Reichsstadt. Nach zahlreichen Kriegen und den Wirren der Reformation im Mittelalter und den Kriegen der Neuzeit hat sich eine fast unversehrte mittelalterliche deutsche Stadt mit einem Gewirr von Giebeln, Dächern, Mauern und Bastionen mit dem Münster St. Martin im Zentrum erhalten. Die großräumige dreischiffige Basilika mit einem 76 Meter hohen Südturm zeigt Baustile von der Romanik bis zur Renaissance.

Bekannteste Gebäude sind das 1480 errichtete und im 16. Jahrhundert erweiterte Koïfhus, elsässisch für Kaufhaus, das 1537 für einen Hutmacher erbaute Pfisterhaus (Maison Pfister) sowie das Kopfhaus (Maison des Têtes) im Renaissance-Stil von 1609, dessen Fassade über 100 Köpfe zieren. Nicht weniger auffällig sind die ehemalige Wache (Ancien Corps de garde) und das Haus der Ritter des Johanniterordens (Maison des Chevaliers de St. Jean).

Der romantischste Viertel Colmars ist wohl die Krutenau, elsässisch für „Kräuter-Aue“, das auf Französisch Petite Venise („Klein-Venedig“) genannt wird. Ähnlich wie in Venedig verkehren hier die Gondeln für die Touristen. Hier ist auch die örtliche Markthalle zu finden, die kulinarische Köstlichkeiten  aus dem Elsass bereit hält.

Das Unterlinden-Museum mit dem weltberühmten Isenheimer Altar ist das unbestrittene Highlight in Colmar. Das Museum, in den Gebäuden des ehemaligen Dominikaner-Klosters untergebracht, beherbergt zahlreiche Exponate von der Steinzeit bis zur Gegenwartskunst. Der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald gilt bis heute als das Hauptwerk deutscher Malerei. Der Wandelaltar wird in der Klosterkapelle in drei Teilen ausgestellt, um die schöpferische Vielfalt des Werkes angemessen zu präsentieren.

Touristinfos Colmar

Tourismusbüro in Colmar
Place Unterlinden
68000 COLMAR
Telefon: + 33 (0)3 89 20 68 92
E-mail: info@tourisme-colmar.com
Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.tourisme-colmar.com

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Das berühmte Unterlinden-Museum mit zahlreichen Kunstschätzen ist in einem alten Dominikanerkloster untergebracht
Unterlinden-Museum in einem alten Dominikanerkloster
Eine Teilansicht des Isenheimer Altars von Matthias Grünewald, wohl das wichtigste Hauptwerk deutscher Malerei aus dem Mittelalter
Eine Teilansicht des Isenheimer Altars von Matthias Grünewald, wohl das wichtigste  Hauptwerk deutscher Malerei aus dem Mittelalter