Breisach am Rhein

Das imposante Breisacher Stephansmünster auf dem heutigen Münsterberg.
Das imposante Breisacher Stephansmünster auf dem heutigen Münsterberg.

Breisach am Rhein liegt nahe am Kaiserstuhl an der deutsch-französischen Grenze auf halbem Weg zwischen Colmar und Freiburg im Breisgau. Gut 15.000 Einwohnern leben heute hier. In der teilweise verkehrsberuhigten Innenstadt rund um den Marktplatz prägen Fachgeschäfte und Ladenhandwerk das Bild des Breisacher Einzelhandels. Die Anhöhe am Rhein mit dem alten Stadtkern und dem romanischen St. Stephansmünster (erbaut im 13. Jahrhundert) lag bis zur Rheinbegradigung im 19. Jahrhundert bei Hochwasser im Rhein.

Breisacher Stephansmünster und Sehenswürdigkeiten

Panorama von Breisach am Rhein mit dem Stephansmünster
Panorama von Breisach am Rhein mit dem Stephansmünster
Bajakel in Breisach – vermutlich im 3./4. Jh. angelegter Abstieg vom Römerkastell zum Rheinufer.
Bajakel in Breisach – vermutlich im 3./4. Jh. angelegter Abstieg vom Römerkastell zum Rheinufer.

Das Panorama von Breisach wird heute vom auf dem Münsterberg liegenden Breisacher Stephansmünster geprägt, dem Wahrzeichen der Stadt. Der Bau der spätromanische Kirche wurde im 12. Jahrhundert begonnen und in den nächsten Jahrhunderten um den gotischen Chor und dem Westbau ergänzt.

Das imposante Gebäude ist mit 68 Meter Länge und 30 Meter Breite und den beiden untypisch am Chor angebauten unterschiedlichen Türmen die Sehenswürdigkeit von Breisach. Dazu tragen das 100 Quadratmeter große Wandbild von Martin Schongauer und der geschnitzte Hochaltar hinter einem Lettner im Innenraum bei.

Sehenswert ist noch der Radbrunnenturm mit einem über 40 m tiefer Brunnenschacht, der auch bei längerer Belagerung noch eine Versorgung mit Trinkwasser ermöglichte. Hinter dem Turm ist ein acht Meter hohes bewegliches Kunstwerk von mit dem Titel „Radbühne“ von badischen Bildhauer Helmut Lutz zu sehen. Das imposante Rheintor, in dem heute das Museum für Stadtgeschichte untergebracht ist, und das Kupfertor sind erhaltene Teile der barocken Festungsanlage.

Bekannt sind auch die seit 1924 aufgeführten Festspiele Breisach, die seit 1962 im Freilichttheater auf den Schlossplatz der Stadt in einer eine feststehenden Anlage mit über 700 überdachten Sitzplätze stattfinden. Die Anlage in der Nähe des Rheins kann das ganze Jahr über besichtigt werden

Aus der Geschichte von Breisach

Bereits in der Jungsteinzeit siedelten Menschen auf dem Plateau des heutigen Münsterberges. Die Kelten unterhielten dort einen Fürstenhof und die Römer ein großes Kastell. Wechselnde Herrscher gaben sich bis ins späte Mittelalter die Klinke in die Hand. Um 1500 begann unter Kaiser Maximilian I. der Ausbau der freien und mittlerweile reichen Handels- und Gewerbestadt zu einer der stärksten Festungen Europas. Nach einigem Hin und Her im 17. Jahrhundert zerstörten schließlich die Franzosen 1793 Breisach zu großen Teilen. Auch im Zweiten Weltkrieg wurden 85 Prozent der Stadt und das Münster zerstört. Zermürbt von den ständigen Kriegen sprach sich die Breisacher Bevölkerung als eine der ersten Städte in einer Abstimmung 1950 für ein einiges und freies Europa aus. Seit 1961 darf sie sich „Europastadt“ nennen.

Tourist-Info Breisach am Rhein

Breisach-Touristik
Marktplatz 16
D-79206 Breisach am Rhein
Telefon: 07667 / 940155
E-Mail:  breisach-touristik@breisach.de
Webseite: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.breisach.de

DruckenRhein-Eifel.TV - Reisen, Freizeit, Kultur & mehr bei YouTube.Rhein-Eifel.TV - Reisen, Freizeit, Kultur & mehr bei Facebook.Rhein-Eifel.TV - Reisen, Freizeit, Kultur & mehr bei Google+.Rhein-Eifel.TV - Reisen, Freizeit, Kultur & mehr bei Twitter.
Breisacher Stephansmünster – von 1523 bis 1526 geschnitzter Hochaltar aus Lindenholz von Meister H.L.
Breisacher Stephansmünster – von 1523 bis 1526 geschnitzter Hochaltar aus Lindenholz von Meister H.L.