Römisch-Germanisches Museum in Köln

Römisch-Germanisches Museum in Köln am Rocalliplatz
Römisch-Germanisches Museum in Köln am Rocalliplatz
Römisch-Germaisches Museum Köln – das Dionysosmosaik ist mit 27 mehrfarbigen Medaillions geschmückt
Römisch-Germaisches Museum Köln – das Dionysosmosaik ist mit 27 mehrfarbigen Medaillions geschmückt
Römisch-Germanisches Museum Köln – Grabmal des Poblicius
Römisch-Germanisches Museum Köln – Grabmal des Poblicius

Das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln ist aus der Abteilung für römische Geschichte des Wallraf-Richartz-Museum hervorgegangen. Der 1974 fertiggestellte preisgekrönte Bau beherbergt eine der größten Sammlungen römischer und fränkischer Epochen.

Das berühmte Dionysosmosaik

Das berühmte Dionysosmosaik ist an seinem Originalfundort in das Museum eingebunden. Es wurde 1941 beim Bau eines Luftschutzbunkers am Dom entdeckt und wurde von Kriegsschäden verschont. Dieses Mosaik ist vom Roncalliplatz aus im Museumsuntergeschoß sichtbar. Benannt wurde es nach seinem zentralen Motiv. Das Dionysosmosaik ist mit 27 mehrfarbigen Medaillions geschmückt, die Szenen um Dionysos, aber auch Jahreszeiten, Vögel und Früchte zeigen. Insgesamt besteht das 70 m² große Mosaik aus rund 1,5 Millionen Steinchen aus Naturstein, Glas und Ton. Es war Bestandteil eines römischen Hauses an der Hafenstrasse, die zum Rhein führte.

Das Grabmal des Poblicius

Das zweite bekannte Objekt im Kölner Museum ist das 14,70 Meter hohe Grabmal des Poblicius, das ursprünglich an der Strasse nach Bonn stand. Das guterhaltene Monument aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. ist ein gutes Beispiel für die Grabarchitektur gut situierter römischer Familien.

Es wurde 1884 am Kölner Clodwigplatz entdeckt, allerdings erst 1965 von zwei begeisterten jungen Männern mit fünf Freunden nach und nach heimlich ausgegraben, da von offizieller Seite ein Grabungsverbot ausgesprochen war. 1970 erwarb die Stadt Köln für 510.000 DM die Steine von den beiden Ausgräbern für das im Bau befindliche Römisch-Germanische Museum.

Viele weitere ausgestellte Fundstücke zeugen vom römischen Alltagsleben und der Siedlungsgeschichte des Kölner Raumes. Von der Steinzeit bis zur Kölner Stadtgeschichte ist im Römisch-Germanischen Museum alles anschaulich vertreten. Weitere Highlights des Museums sind die weltweit größte Sammlung römischer Gläser sowie eine herausragende Sammlung römischen und frühmittelalterlichen Schmucks.

Zahlreiche Funde zum römischen Alltagsleben führen den Besucher mitten in die römische COLONIA CLAUDIA ARA AGRIPPINENSIUM. Römische Architekturteile, Inschriften, Porträts, darunter Bildnisse des Kaiserpaares Augustus und Livia, Keramik u. a. vermitteln eine Vorstellung der Stadtentwicklung des römischen Köln vom Zentralort der germanischen Ubier zur Stadt römisches Rechtes und Hauptstadt der kaiserlichen Provinz Niedergermanien

Römisches Köln

Nach der Gründung 50 nach Chr. wuchs die Kolonie am Rhein schnell und wurde schließlich Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien. Der Grundriss der römischen Stadt und das Straßennetz sind noch heute auf dem Kölner Stadtplan nachzuvollziehen. Knapp 200 Jahre später hatte die römische Gouverneursstadt bereits 20.000 Einwohner.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterWeitere Infos über das römische Köln

Tourist-Info Römisch-Germanisches Museum Köln

Roncalliplatz 4
50667 Köln
Telefon 0221-221/2 44 38 und 221/2 45 90
E-Mail: roemisch-germanisches-museum@stadt-koeln.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat 10 - 22 Uhr
Eintritt: Museum und Sonderausstellung: Erwachsene ab 9.- € / ermäßigt 5,- €, der Eintritt in das Museum (Ständige Sammlung) ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei, Schüler im Klassenverband haben freien Eintritt in die Ständige Sammlung.
1. Donnerstag im Monat (ausgenommen Feiertage): freier Eintritt in die Ständige Sammlung für alle Kölnerinnen und Kölner mit Wohnsitz in Köln.

Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.museenkoeln.de/roemisch-germanisches-museum/

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Aktuelle Ausstellung im Römisch-Germanischen Museum

Römisches Glas in der Ausstellung "Zerbrechlicher Luxus"
Römisches Glas in der Ausstellung "Zerbrechlicher Luxus"

VORZEITGESCHICHTE(N) – KÖLN IN SCHRIFTLOSEN ZEITEN
Ab 4. April 2017


‚Leben am Fluss‘ ist seit der mittleren Steinzeit das Motto für Jäger und Sammler, für die ersten Ackerbauern und Viehzüchter, für die Siedler der Bronze- und Eisenzeit im Rheinland. Beiderseits des wilden mächtigen Stromes nutzen Menschen verschiedener vorgeschichtlicher Kulturen die vielfältige Siedlungsgunst auch im Kölner Raum.
Das Römisch-Germanische Museum zeigt im Foyer des Hauses eine kostbare Auswahl größtenteils noch nie gezeigter Funde aus der reichen Sammlung zur Kölner Vorzeit.

DVD Sehenswerte Eifel - Hinweis