Wallraf-Richartz-Museum in Köln

Das 1824 gegründete Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud ist das älteste Museum der Stadt Köln und beherbergt die weltweit größte Sammlung mittelalterlicher Malerei. Repräsentativ ist auch die Auswahl an Kunstwerken aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Sammlung mit impressionistischen Werken ist ebenfalls die umfangreichste in Deutschland.

Meisterwerke mittelalterlicher Meister über Rembrandt bis Van Gogh

Wallraf-Richartz-Museum – "Muttergottes in der Rosenlaube" von Stephan Lochner
Wallraf-Richartz-Museum – "Muttergottes in der Rosenlaube" von Stephan Lochner
Wallraf-Richartz-Museum – "Selbstbildnis" von Rembrandt (1668)
Wallraf-Richartz-Museum – "Selbstbildnis" von Rembrandt (1668)

Der Rektor der Kölner Universität Ferdinand Franz Wallraf vermachte in seinem Testament von 1818 seine Sammlung mit Gemälden, Grafiken, Mineralien und Büchern der Stadt Köln, mit der Auflage sie zum Nutzen von Kunst und Wissenschaft einzusetzen. Er hatte in weiser Voraussicht und aus Liebe zur Kunst während der Säkularisation die Altarbilder der profanierten Kirchen, Klöster und Stifte gekauft. Diese Sammlung ist der Grundstock der Mittelalterabteilung des Museums.

Als im Jahre 1851 der Kölner Kaufmann Johann Heinrich Richartz 100.000 Taler für die Errichtung eines Museumsgebäudes stiftete, konnte mit dem Bau begonnen werden. Dieses Gebäude wurde bei einem Luftangriff 1943 zerstört. Ein moderner Nachkriegsbau folgte 1957 an gleicher Stelle. 1986 wurde ein neuer Bau zwischen Dom und Rhein gemeinsam mit dem Museum Ludwig bezogen. Der Kölner Architekt Ungers entwarf das heutige kubische Gebäude am Kölner Rathaus. Auf 3.500 qm wird seitdem die Sammlung in einem ihr angemessenen Bau gezeigt.

Sammlung des Kölner Museums mit Meisterwerken mittelalterlicher Meister über Rembrandt bis Van Gogh: Bekannte Werke des Wallraf-Richartz-Museums sind u.a. die "Muttergottes in der Rosenlaube" von Stephan Lochner und die "Pfeifer und Trommler" von Albrecht Dürer aus dem Mittelalter, das "Selbstbildnis" von Rembrandt (1668) und das "Ruhende Mädchen" von François Boucher (1751) und aus der Kunst des 19. Jahrhunderts "Das Paar" von Renoir, "Ein Bündel Spargel" von Manet und "Die Brücke bei Arles" von Vincent van Gogh.

Die Kunst des 19. bis 20. Jahrhunderts ist im Museum Wallraf ebenfalls mit einer sowohl quantitativen als auch qualitativen beeindruckenden Sammlung vertreten. Der Bogen spannt sich hier von den Deutsch-Römern des späten 18. Jahrhunderts über die Romantiker mit Caspar David Friedrich und Carl Blechen bis zu den Nazareneren. Weiter sind viele Werke des Kölners Wilhelm Leibl als auch Gemälde von Gustave Courbet, Max Liebermann bis zu den Symbolisten Arnold Böcklin, Franz von Stuck, James Ensor und Edvard Munch zu sehen. Von Pierre-Auguste Renoir und Auguste Rodin sind erwähnenswerte Plastiken ausgestellt.

Wallraf-Richartz-Museum – "Die Brücke bei Arles" von Vincent van Gogh in der Abteilung der Klassischen Moderne
Wallraf-Richartz-Museum – "Die Brücke bei Arles" von Vincent van Gogh in der Abteilung der Klassischen Moderne

Die dem Museum angegliederte Fondation Corboud zeigt die umfangreichste Sammlung von Malerei des französischen und internationalen Impressionismus und Spätimpressionismus in Deutschland. Ein geplanter Erweiterungsbau neben dem jetzigen Museumsgebäude soll gewährleisten, dass von dieser weltweit größten Sammlung in Zukunft mehr gezeigt werden kann. Exzellent ist auch die Grafische Sammlung des Museums mit vielen Zeichnungen, Radierungen und Kupferstichen u.a. von Rembrandt, Albrecht Dürer Leonardo da Vinci, Raffael bis hin zu Caspar David Friedrich, Carl Spitzweg, Edvard Munch und Auguste Rodin.

Führungen im Wallraf: Bei den Führungen durch das Museum zeigen Ihnen die KunstvermittlerInnen die Highlights der jeweils aktuellen Ausstellungen und machen Sie mit den klassischen Meisterwerken der ständigen Sammlung vertraut. Sie können auch Führungen nach Ihren individuellen Vorstellungen mit dem Museumsteam vereinbaren. Anfragen per E-Mail oder Telefon über den Museumsdienst der Stadt Köln: service.museumsdienst [at] stadt-koeln.de und Tel 0221/221-27380.

Aktuelle Ausstellung im Wallraf-Richartz-Museum

Wallraf-Richartz-Museum - Aktuelle Ausstellung Godefridus Schalcken, Venus und Cupido, Um 1685/90, Öl auf Leinwand, Nationalgalerie Prag

SONNTAG DES LEBENS – LIFESTYLE IM BAROCK
13. Jul. 2018 - 30. Jun. 2019


Rauschende Roben, vornehme Kulissen, exotische Früchte und edle Accessoires - Porträts und Stillleben der Barockzeit spielen meist auf der Sonnenseite des Lebens. Doch verbergen sich hinter den prachtvoll inszenierten Personen und dekorativen Arrangements auch abenteuerliche Schicksale und doppelbödige Geschichten. Mit seiner neuen Sammlungspräsentation "Sonntag des Lebens" lädt das Wallraf seine Besucher in die schillernde Welt des Barocks ein. Eine Auswahl von besonders reizvollen und großteils selten gezeigten Gemälden wirft einen intimen Blick auf den 400 Jahre alten Lifestyle und ist ein verblüffender Spiegel für unsere heutige Selfie-Kultur. Um die damalige Zeit noch lebendiger zu machen, erscheint zur Ausstellung erstmals das museumseigene Hochglanzmagazin „BAROQUE“.

Auf der Bühne des Kölner Museums treten völlig unterschiedliche Persönlichkeiten ins Rampenlicht: Magdalena Stockmans, eine angebetete Schriftstellermuse, die noble Madame de Soucarières und ihr Sklavenpage, der stolze venezianische Diplomat Paolo Tiepolo, die aus Batavia angereiste Familie Cunäus und das junge Bürgermeisterehepaar van Buytenhem. Allesamt auch noch heute sehr beeindruckende Charakteren, die sich von berühmten Künstlern wie Jacob van Loo, Nicolaes de Largillière, Tintoretto, Jan Mijtens und Nicolaes Verkolje porträtieren ließen. Zum eigenen Ruhm und zu dem des Künstlers.

Ein besonderes Highlight bildet die „gemalte Biografie“ von Everhard Jabach. Vier Porträts präsentieren den berühmten Kölner Bankier und Sammler in verschiedenen Lebensphasen. Besonders prunkvoll erscheint dabei eine Leihgabe aus belgischem Privatbesitz, die den jungen Jabach zeigt, so wie ihn der flämische Starporträtist Anthonis van Dyck einst sah. eschlossen.
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Infos Wallraf-Richartz-Museum in Köln

Obenmarspforten (am Kölner Rathaus)
D-50667 Köln
Tel.: +49 (0)221 / 221 - 211 19
E-Mail: wallraf(at)museenkoeln.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr, jeden Donnerstag 10 – 21 Uhr, Montag geschlossen. An Feiertagen 10 – 18 Uhr, (Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit (3. Okt.), Allerheiligen, 2. Weihnachtstag).
Eintritt (ohne Sonderausstellungen)
Erwachsene: 8 €, ermäßigt: 4,50 €, Gruppen: 10 € (pro Person, Gruppengröße 10 – 25 Personen), Schulklassen: 2 € (pro Schülerin und Schüler), Familien: 26 (2 Erwachsene + mindestens 1 Kind). Alle Angaben Stand 12.2016.

Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.wallraf.museum

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Wallraf-Richartz-Museum in Köln – neues Gebäude nach Entwürfen des Kölner Architekten Oswald Mathias Ungers
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