Museum Morsbroich – Zeitgenössische Kunst in Leverkusen

Museum Morsbroich – Skulptur im Schlosspark
Museum Morsbroich – Skulptur im Schlosspark
Museum Morsbroich – Innenräume mit moderner grafischer Kunst
Schloss Morsbroich – heute ein Museum für moderne Kunst
Schloss Morsbroich – heute ein Museum für moderne Kunst

Burg Morsbroich wurde erstmals 1220 in einer Urkunde erwähnt. Sie wurde 1774 auf Veranlassung von Ignaz Felix Freiherr von Roll niedergerissen und an gleicher Stelle ein barockes Schloss erbaut. Um diese Zeit wird auch ein englischer Garten mit einem kleinen Wasserfall angelegt.

Das Schloss gelangte 1857 in den Besitz eines Viersener Seidenfabrikanten, der das Haus um zwei Flügel erweitern ließ. Die Stadt Leverkusen mietete das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Gebäude im Jahre 1948 und eröffnete dort auf Initiative von Bertha Middelhauve eins der ersten Museen im Nachkriegsdeutschland für moderne Kunst.

Städtisches Museum für Zeitgenössische Kunst in Leverkusen: 1974 ging das Rittergut für 3 Millionen Mark in den Besitz der Stadt über. Nach umfangreichen Renovierungen wurde das Museum Morsbroich 1985 erneut eröffnet. Darüber hinaus nutzt die Stadt Leverkusen das Schloss für Repräsentationszwecke und bietet die Möglichkeit der Hochzeit im Spiegelsaal.

Die Sammlung des Städtischen Museums für Zeitgenössische Kunst umfasst gut 400 Werke der Malerei und Plastik sowie etwa 5000 Arbeiten auf Papier. Das Museum ist spezialisiert auf analytische Malerei, den Nouveau Réalisme, die Op-Art, die kinetische Kunst sowie die Monochromie. Werke von Josef Beuys, Gerhard Richter, Günther Uecker, Ives Klein, Wolf Vostell oder Alexander Calder sind im Museum Morsbroich zu sehen. Bedeutende Ausstellungen internationaler Künstler wie Yves Klein, Lucio Fontana, Louise Nevelson, Andy Warhol, Robert Motherwell u.a. wurden bisher gezeigt.

Seit 2010 ziert die effektvolle Brunnenanlage "Water Island" des dänischen Künstlers Neppe Hein den Vorhof von Schloss Morsbroich. Um trockenen Fußes in die Mitte des Brunnens zu kommen, bedarf es Geschick, denn die Brunnenwände bauen sich aus Wasserfontänen auf.

Ein markanter Blickfang in der Auffahrt zum Schloss Morsbroich mit seinem Museum. 2009 wurde das Museum Morsbroich vom Internationalen Kunstkritikerverband AICA zum Museum des Jahres gewählt. Die Deutsche Sektion des Verbandes begründete seine Entscheidung damit, dass es das Publikum mit den eigenen Sammlungen zeitgenössischer Kunst sowie den Wechselausstellungen vorbildlich an die aktuellen Kunstströmungen heranführt.

Infos Museum Morsbroich

Museum Morsbroich
Gustav-Heinemann-Str. 80
51377 Leverkusen
Telefon: +49 (0)214 85556-0
museum-morsbroich@kulturstadtlev.de

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, Donnerstag 11 bis 21 Uhr (außer feiertags, dann nur bis 17 Uhr).
Öffentliche Führung jeden Sonntag 15:00 Uhr, Gruppenführungen nach Vereinbarung:  Telefon: +49 (0)214 85556-15. Eintritt mit Führung 8,- €
Eintrittspreise
Erwachsene 5,50 €, Schüler, Studenten, Auszubildende 4,00 €, Familienkarten 15,00 €, Gruppen ab 10 Personen 4,00 € pro Person.
Anfahrt mit dem PKW: Von Köln oder Düsseldorf kommend auf der A 3: Abfahrt Leverkusen, dann der Beschilderung ("Museum Morsbroich") folgen.
Anreise mit der Bahn: Köln – Wuppertal (Bahnhof Lev.-Schlebusch), Linie RB 48 Köln – Düsseldorf (Bahnhof Lev.-Mitte), Linie S 6/RE 1/5.
Anreise mit dem Bus:  Linie 212 von Lev.-Mitte
Weitere Infos auf der Homepage Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.museum-morsbroich.de

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Aktuelle Ausstellung im Museum Morsbroich

Museum Morsbroich - aktuelle Ausstellung: Hans Op de Beeck, The Lounge, 2014, © Hans Op de Beeck
Museum Morsbroich - aktuelle Ausstellung: Hans Op de Beeck, The Lounge, 2014, © Hans Op de Beeck

Hans Op de Beeck – The Silent Castle
12. Februar 2017 - 30. April 2017


Der belgische Künstler Hans Op de Beeck (geboren 1969 in Turnhout, lebt in Brüssel) arbeitet in fast allen künstlerischen Medien. Ob in seinen Skulpturen und Raum greifenden Installationen, in seinen Gemälden, den großformatigen Aquarellen und Zeichnungen oder in Animationen und Videos: Souverän bedient er sich der Inszenierungsstrategien von Theater, Film und Architektur und schafft atmosphärisch dichte, traumartige Szenarien, die stets vertraut und doch fremd wirken. Im Dialog mit den Räumen von Museum Morsbroich inszeniert Hans Op de Beeck eine Auswahl seiner Werke der letzten zehn Jahre wie eine Reihe von offenen Bühnen, die der Besucher betreten kann – teils mit seinen Füßen, immer mit seinen Gedanken. Der Künstler entführt ihn in eine Welt, in der sich Realität und Fiktion überlagern, in der die Zeit still zu stehen scheint: suggestive Szenarien, die an Film Stills erinnern. In Gips geformte Figuren scheinen vom Sockel gestiegen, sie begegnen uns wie selbstverständlich in den ehemaligen Wohnräumen und scheinen zugleich eingefroren in Momenten der Stille. Schweigsam begleiten sie uns durch die Schlossräume, wo eigens verlegte Teppichböden die Schritte abfedern, wo eine auf Grau, Schwarz und Weiß reduzierte Farbigkeit eine Atmosphäre der Konzentration erzeugt.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterInfos über das Museum Morsbroich

DVD Sehenswerte Eifel - Hinweis