Neanderthal Museum – am Fundort des Teilskeletts

Neanderthal Museum – Blick in die Dauerausstellung © Foto Neanderthal Museum
Neanderthal Museum – Blick in die Dauerausstellung © Foto Neanderthal Museum
Neanderthal Museum – Blick auf das Museumsgebäude © Foto Neanderthal Museum
Neanderthal Museum – Blick auf das Museumsgebäude © Foto Neanderthal Museum

Die weltweit bekanntesten Knochen des Rheinlandes sind die 42.000 Jahre alten fossilen Überreste eines Neandertalers. Die Originale sind zwar im Öffnet internen Link im aktuellen FensterLVR Landesmuseum Bonn zu sehen, aber das Neanderthal-Museum in Mettmann widmet sich in vielen Multimedia-Präsentationen und Rekonstruktionen ausführlich dem Thema Neandertaler. Der Fundort liegt in unmittelbarer Nähe zum Museum.

Das Teilskelett mit 16 Knochen des ausgestorbenen Verwandten des heutigen Menschen Homo sapiens wurde 1856 in einem Steinbruch im Neanderthal zwischen Erkrath und Mettmann gefunden. Von diesem Tal leitet sich die weltweite Bezeichnung Neandertaler für diese Gattung ab. Einer der Mitbesitzer des Steinbruchs hatte die Anfangs weggeworfenen Knochen an den Naturforscher Johann Carl Fuhlrott zur Untersuchung übergeben, der sie einem vorzeitlichen Menschen zuschrieb, was von vielen wissenschaftlichen Zeitgenossen zuerst angefochten wurde. Der Schädel wurde für einen krankhaft deformierten Schädel eines modernen Menschen gehalten. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Theorie von vorzeitlichen Menschen durch weitere Untersuchungen bestätigt und die Bezeichnung Homo neanderthalensis eingeführt.

Für 1000 Goldtaler erwarb das Rheinische Provinzialmuseum, Vorgänger des heutigen LVR-LandesMuseum, im Jahre 1877 den Fund. Bei Nachgrabungen im Neandertal zwischen 1997 und 2000 wurden tatsächlich weitere Knochen gefunden, die nachweislich zu diesem Skelett gehören.

Bis heute sind bereits europaweit über 300 Skelett-Reste von Neandertalern bekannt. Der Schwerpunkt dieser Funde liegt in Südfrankreich, was wohl den damals gemäßigten klimatischen Bedingungen in dieser Region zuzurechnen ist. Gesichert ist, dass die Neandertaler an ihren Wohnplätzen Feuer machten und Steinwerkzeuge (Schaber) und Waffen aus Holz (Speere und Stoßlanzen) hergestellt haben. Unklar ist, nach jetzigem Stand der Forschung, warum die Neandertaler vor ca. 34.000 Jahren ausstarben. Ob es etwas mit der Einwanderung des modernen Menschen (Homo sapiens) vor rund 40.000 bis 45.000 Jahren zu tun hat, wird wohl noch einige Forschergenerationen beschäftigen. Laut DNA-Analysen gibt es nur wenige Merkmale für ein Vermischung.

Das Neanderthal Museum in Mettmann, erbaut 1996, widmet sich mit teilweise lebensgroßen Rekonstruktionen, Videoinstallationen und Informationstafeln ausführlich dem Kapitel der "Menschwerdung" mit und um den Neandertaler.

Infos Neanderthal Museum

Neanderthal Museum
Talstraße 300
40822 Mettmann
Tel.: +49 (0)2104.9797-0
E-Mail: museum@neanderthal.de

Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10.00–18.00 Uhr, Montags ist das Museum geschlossen. Heiligabend, 1. Weihnachtstag und Silvester geschlossen. Die Fundstelle ist von November bis Februar 10.00–16.00 Uhr und März bis Oktober 10.00–17.00 Uhr zu sehen.
Eintritt Dauerausstellung Erwachsene 9,00 €, Kinder 5,00 € (Alle Angaben Stand 10.2015).

Weitere Infos über das Neanderthal Museum finden Sie auf der Homepage Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.neanderthal.de

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Bogenbau nach klassischen Vorbildern

Bogenbau nach klassischen Vorbildern - Wochenendworkshop im Neanderthal Museum. © Foto Neanderthal Museum

Wochenendworkshop im Neanderthal Museum. In der Reihe der beliebten Bogenbauseminare des Neanderthal Museums in Mettmann steht im November wieder ein Wochenendworkshop auf dem Programm:  13./14. Mai (jeweils 9 bis 18 Uhr) haben Interessierte (ab 16 Jahren bzw. 14 Jahren mit Begleitperson) die Wahl zwischen sechs verschiedenen Bogentypen: Gebaut werden könne etwa Wikingerbogen, Nydambogen, alamannischer Langbogen, Steinzeitbogenoder oder Sudbury-Indianerbogen. Die Teilnahme an dem Workshop kostet zwischen 190 und 210 Euro (abhängig vom Bogentyp).

Anmeldungen (mit Angabe der Körpergröße für die Bemaßung der Bogenrohlinge und der vollständigen Adresse, da weitere Unterlagen per Post verschickt werden) bitte direkt an den Seminarleiter Dr. Johann Tinnes, Stuppstr. 13, 50823 Köln, Tel./Fax 0221-513877, Mobil 0172-2435593, eMail: j.tinnes.pre-rec@arcor.de oder an das Neanderthal Museum.