Der Betrieb geht im Kloster Himmerod weiter

2017 wurde Kloster Himmerod nahe Großlittgen aufgelöst und die Mönche auf andere Häuser verteilt. Das Bistum Trier hat die Gebäude, die zu der Abtei gehören, nach dem Weggang der Kongregation der Zisterzienser übernommen. In der ehemaligen Abtei werden aber auch nach der Aufhebung der Klosterladen, die Buch- und Kunsthandlung, die recht gute Gaststätte, das Gäste- und Exerzitienhaus sowie eine Fischerei vorerst weiterbetrieben. Übernachtungen sind nachwievor im Kloster möglich. Jakobspilger und Eifelsteig-Wanderer nutzen dies immer noch rege. Auch Gottesdienste werden nach der Brandsanierung der Kirche wieder stattfinden.

Kloster Himmerod – gegründet von Bernhard von Clairvaux

Kloster Himmerod im Salmtal – Kirche mit der bekannten Westfassade
Kloster Himmerod im Salmtal – Kirche mit der bekannten Westfassade
Kloster Himmerod – Blick durch das Klostertor auf das Westwerk der Kirche
Kloster Himmerod – Blick durch das Klostertor auf das Westwerk der Kirche

Kloster Himmerod wurde 1134/35 durch den später heilig gesprochenen Bernhard von Clairvaux als Zisterzienserabtei gegründet. Sie liegt einsam in der Eifel im Tal der Salm, nordwestlich von Wittlich. Im Kloster finden heute eine Vielzahl von Veranstaltungen wie Seminare, Vorträge, Konzerte oder Meditationswochen statt. Ein Newsletter, bequem auf der Homepage anzufordern, informiert über die Termine.

Bewegte Geschichte der Abtei im Salmtal. Kloster Himmerod war das 14. Zisterzienserkloster und das erste deutsche Kloster, das direkt von Bernhard von Clairvaux gegründet wurde. Die Mönche lebten einige Jahre in einem Provisorium und im Jahre 1178 wurde die erste romanische Klosterkirche durch den Erzbischof von Trier geweiht.

Das Kloster kam zur Blüte, hatte große Besitztümer in der Eifel und gründete Tochterklöster u. a. 1189 die Abtei Heisterbach im Siebengebirge bei Bonn. 1739 wurde mit dem Neubau einer barocken Klosterkirche im Zisterzienserstil begonnen. Entsprechend zisterziensischer Auffassung ist der Bau als für die Barockzeit untypische Hallenkirche angelegt und verzichtet auf Glockentürme. Ein bißchen Prunk sollte es aber doch sein und so erhielt die Kirche durch seinen Baumeister eine reichverzierte mächtige Westfassade, die fast wie ein Turm wirkt. 1751 wurde die Kirche fertiggestellt.

1802 kamen die Franzosen auch nach Himmerod und lösten natürlich auch hier das Kloster auf. Kloster und Kirche verfielen und wurden als Steinbruch genutzt bis 1919 deutsche Trappisten aus Bosnien die Ruinen erwarben. Schließlich gründeten Zisterzienser 1922 das Kloster neu. Im zweiten Weltkrieg wurde wieder fast alles zerstört und in den sechziger Jahren wieder aufgebaut.

Gastronomie, Klosterladen, Museum
Im den Klostergebäuden findet der Besucher eine Gastronomie mit guter und preiswerter Küche, einen Klosterladen mit Büchern und Produkten und ein Museum, in dem regelmäßig Ausstellungen gezeigt werden.

Infos Kloster Himmerod

Abtei Himmerod OCist e.V.
Himmerod 3
54534 Grosslittgen
Tel.: +49 (0)6575-9513-0
Fax: +49 (0)6575-9513-20
E-Mail: abtei (at) himmerod.net

Öffnungszeiten
April-Oktober Di-Sa 14-17, So 11-17 Uhr; Sonderöffnungszeiten im Winter.
Führungen nach Vereinbarung (Tel.: 06572-932665 oder 06575-9513-55)
Parkplätze
sind reichlich vorhanden.
Weitere Infos zum Kloster und Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.abteihimmerod.de

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Kloster Himmerod – Abteigebäude mit Park
Kloster Himmerod – Abteigebäude mit Park

Himmeroder Orgelsommer

"Es ist nicht zuletzt die besondere Atmosphäre der Örtlichkeit, die unserer Konzertreihe ihr ganz eigenes Profil verleiht" (Wolfgang Valerius, Orgelkustos).
International renommierte Organisten konzertieren von Juli bis September jeweils sonntags um 15.00 Uhr an der Klais-Orgel.
Weitere Infos unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.abteiorgel.de