Die Kirchen in Mayen: Sankt Clemens und Herz Jesu

Mayen – gotische Kirche St. Clemens, Wahrzeichen von Mayen mit verdrehtem Turm
Mayen – gotische Kirche St. Clemens, Wahrzeichen von Mayen mit verdrehtem Turm
Mayen – die 1912 gebaute neuromanische Kirche Herz Jesu
Mayen – die 1912 gebaute neuromanische Kirche Herz Jesu

Der Name Mayen leitet sich wohl von dem Begriff Megina (keltisch magos) her. Es bedeutet Ort in der Ebene oder Ort auf dem Feld. Mayen wurde erstmals urkundlich 1041 erwähnt und erhielt 1291 die Stadtrechte. Knapp 20.000 Einwohnern leben heute Mayen. Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Mayen, wie viele Eifelstädte, bei heftigen Bombenangriffen fast vollständig zerstört, darunter auch die alte Burg und die Kirchen. Die schwerbeschädigte gotische Kirche "St. Clemens", die mit ihrem verdrehten Turm schon immer das Wahrzeichen von Mayen war, wurde in mehreren Abschnitten in den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut.

Der charakteristische Helm des Westturms wurde rekonstruiert: allerdings in einer gekürzten Form.. Die spiralförmige Drehung des Turms war übrigens nicht geplant, ein Konstruktionsfehler im Dachstuhl ist die Ursache des Phänomens. Die nach dem heiligen Papst Clemens geweihte Kirche ist eine der ältesten Hallenkirche des Rheinlands. Im Innenraum der Kirche haben lediglich einige Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert, ein Sakramentstürmchen und das alte Taufbecken die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg überstanden. Auch die Reste des ehemaligen Stifts fielen den Angriffen am 2. Januar 1945 zum Opfer.

Bei Ausgrabungen wurden Reste der Vorgängerbauten der heutigen Kirche Sankt Clemens entdeckt, die bis ins frühe Mittelalter datiert wurden. Um 600 stand hier wohl eine kleine Holzkirche, um 800 eine Steinkirche, um 1000 eine größere Saalkirche.

Mayens zweite große katholische Kirche "Herz Jesu", nach nur 13 Monaten Bauzeit 1912 nach Plänen des Kottenheimer Kirchenbaumeister Caspar Clemens Pickel fertiggestellt, ist ein imposanter Bau im romanischen Stil mit 5 Türmen, die beiden Glockentürme davon sind 43 Meter hoch. Auch diese Kirche wurde 1945 bis auf den Glockenturm und Teile des Chores durch Bomben zerstört. Doch bereits 1952 wurde mit dem Wiederaufbau nach den alten Plänen begonnen. Sieben Jahre später erhielt die Kirche den zweiten (südwestlichen) Glockenturm.

Der 50 x 23 Meter breite Innenraum der Basilika hat wahrlich beachtliche Ausmaße. Die reichhaltige Innenausstattung zeigt zahlreiche Rundbögen, Friesen, Gewölberippen, Pilastern und Konsolen. Da nur wenige Ausstattungsstücke gerettet wurden, darunter ein sehenswertes Sakramentshaus, ist die Basilika überwiegend mit ungewöhnlichen, aber guten modernen Stücken ausgestattet.

Tourist-Info Kirchen in Mayen

St. Clemens Kirche
Kirchplatz 11, 56727 Mayen
Pfarramt 02651 / 492690 ‎

Herz-Jesu Kirche
Burgfrieden, 56727 Mayen
Führungen (auch in englisch oder französisch) durch die Kirchen in Mayen bietet das Tourismus-Büro für Einzelpersonen und Gruppen bis max. 20 Personen an.

Tourist-Information Stadt Mayen
Altes Rathaus am Markt, 56727 Mayen
Telefon: 0 26 51 - 90 30 04 bis 07
E-Mail: touristinfo@mayenzeit.de

Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.mayen.de

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Mayen – Burg, Fachwerk, Eifelmuseum mit Schieferbergwerk

Mayen – Marktplatz

Die heutige Stadt Mayen wurde im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform gebildet. Sehenswert sind der Marktplatz, die Genovevaburg (im Sommer die Burgfestspiele), das Eifelmuseum mit dem Deutschen Schieferbergwerk und die Kirchen. Öffnet internen Link im aktuellen FensterVideo und weitere Infos über Mayen

DVD Sehenswerte Eifel - Hinweis