Aachener Dom – UNESCO-Weltkulturerbe

Aachener Dom – Nordansicht mit angebauten Kapellen
Aachener Dom – Nordansicht mit angebauten Kapellen
Aachener Dom – Blick in das von Karl dem Großen errichteten Oktogon. Im Vordergrund ist der Barbarossaleuchter zu sehen, der im Auftrag Kaiser Friedrichs I. zwischen 1165 und 1170 angefertigt wurde.
Aachener Dom – Blick in das von Karl dem Großen errichteten Oktogon. Im Vordergrund ist der Barbarossaleuchter zu sehen, der im Auftrag Kaiser Friedrichs I. zwischen 1165 und 1170 angefertigt wurde.
Aachener Dom – Schematischer Grundriss der Gebäude
Aachener Dom – Schematischer Grundriss der Gebäude

1930 wurde der Aachener Dom Kathedralkirche des neu errichteten Bistums Aachen. Im Jahre 1978 erfolgte die Aufnahme als erstes deutsches Denkmal in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Seit Karl der Große um 789 die Aachen zu seiner Residenz machte und die Pfalzkapelle bauen ließ, schlug in der Stadt für einige Jahrhunderte das Herz Europas. Bis zum Jahre 1531 wurden im Aachener Dom nicht weniger als 31 deutsche Könige in gekrönt.

Kaiser Friedrich I. Barbarossa erhob 1166 die Stadt zur freien Reichsstadt mit Markt und Münzrecht. Anstelle der Residenz befindet sich heute das Rathaus, 1349 auf Initiative der Aachener Bürgerschaft gebaut. An Stelle der Kapelle wurde der Aachener Dom errichtet.

Baugeschichte und Wissenswertes über den Kaiserdom in Aachen. Der heutige Aachener Dom besteht aus mehreren Teilbauten. Im Zentrum steht das Oktogon (der gewaltige Kuppelbau) aus karolingischer Zeit, das von mehreren Anbauten aus späterer Zeit umgeben ist. Dazu gehören die gotische Chorhalle im Osten, das Westwerk (Eingang) und einige Seitenkapellen.

Den karolingischen Zentralbau, das Oktogon, ließ Karl der Große, dessen Grabstätte auch hier ist, gegen Ende des achten Jahrhunderts (793/94) nach dem Vorbild der Kirche San Vitale in Ravenna errichten.

Im Obergeschoss gegenüber dem Chor steht der berühmte Königsthron, der aus Baumaterial der Grabeskirche in Jerusalem erbaut ist. Zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert haben nicht weniger als 31 deutsche Könige nach ihrer Weihe und Krönung diesen Thron bestiegen.

Vom Westwerk des Doms in Aachen, ebenfalls karolingisch, sind die beiden seitlichen Treppentürme von der ursprünglichen Bausubstanz erhalten, die das eigentliche Westwerk flankieren. Von den ursprünglichen Anbauten aus der Zeit Karls des Großen auf der Nord-, Süd- und Ostseite ist nichts mehr vorhanden.

Die gotische Chorhalle mit dem Marienschrein wurde 1414 nach einer Bauzeit von sechzig Jahren geweiht. Sie ist 32 Meter hoch und ihre Außenwand besteht aus weitgehend aus den prachtvollen Glasfenstern.

Um das Oktogon des Aachener Doms scharen sich die Matthiaskapelle, die mit dem Chor erbaut wurde, die Annakapelle, die Ungarnkapelle, die im 18. Jahrhundert barockisiert wurde, die Nikolaus- und Michaeliskapelle sowie die Karls- und Hubertuskapelle. Im Obergeschoss gegenüber dem Chor steht der berühmte Königsthron, der aus Baumaterial der Grabeskirche in Jerusalem erbaut ist.

Tourist-Info Aachener Dom

Klosterplatz 2
52062 Aachen

Öffnungszeiten
April - Dezember: täglich 07.00 bis 19.00 Uhr,
Januar - März: täglich 07.00 bis 18.00 Uhr.
Besichtigungen des Aachener Doms

sind zu festen Terminen für Einzelgäste ohne Voranmeldung möglich.
montags bis freitags 11.00, 12.00, 13.00, 14.30, 15.30, 16.30, 17.30 Uhr,
samstags bis sonntags 13.00, 14.00, 15.00, 16.00, 17.00 Uhr,
Kosten: Erwachsene: 4,00 Euro, Ermäßigt: 3,00 Euro.
Schatzkammer
Öffnungszeiten Januar-März:
Montag: 10.00 bis 13.00 Uhr, Dienstag – Sonntag: 10.00 bis 17.00 Uhr
Öffnungszeiten April – Dezember:
Montag: 10.00 bis 13.00 Uhr, Dienstag - Sonntag: 10.00 bis 18.00 Uhr
An Feiertagen ist die Schatzkammer geschlossen.
Eintritt
Vollzahler: 5,00 € / ermäßigt: 4,00 € / Gruppen ab 10 Personen: 3,50 € / Familienkarte: 10, - €
Führungen Schatzkammer (deutsch) Vollzahler: 9,00 €, Ermäßigt:7,50 €
Bei außerplanmäßigen Veranstaltungen können Führungen ausfallen. (Die Führung ist auch als Gruppenführung buchbar.)

Weitere Infos auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.aachendom.de

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Der Karlsschrein im Aachener Dom

Aachener Dom – Karlsschrein mit den Gebeinen des Kaisers im Chor
Aachener Dom – Karlsschrein mit den Gebeinen des Kaisers im Chor

Karl der Große, einer der bekanntesten Gestalten der europäischen Geschichte, wurde am 28. Januar 814 in der von ihm erbauten Marienkirche (dem Oktogon) in einem Sarkophag bestattet. Dieser ist heute noch in der Schatzkammer des Aachener Doms zu sehen.

350 Jahre später veranlasste Kaiser Friedrich I. Barbarossa (+1190) die Heiligsprechung Karls des Großen. In diesem Zusammenhang wurden die Gebeine Karls in den im Jahre 1215 fertig gestellten Karlsschrein umgebettet. Der prachtvolle Schrein steht heute im Zentrum des Chor der gotischen Chorhalle im Dom.