Burg Schönburg in Oberwesel am Rhein

Die Schönburg liegt weithin sichtbar auf einem Felsmassiv oberhalb von Oberwesel, dessen Stadtbefestigung noch weitgehend erhalten ist.
Die Schönburg liegt weithin sichtbar auf einem Felsmassiv oberhalb von Oberwesel, dessen Stadtbefestigung noch weitgehend erhalten ist.

Die Schönburg liegt weithin sichtbar auf einem Felsmassiv oberhalb von Oberwesel, dessen Stadtbefestigung noch weitgehend erhalten ist. Bereits im 3. Jahrhundert befand sich hier ein römischer Militärstützpunkt. Sie ist unterteilt in ein Hotel, das Kolpinghaus und ein Turmmuseum.

Die erste Erwähnung der Schönburg datiert aus dem Jahre 1149. Bereits im 13. Jahrhundert teilten sich mehrere Familien die Burganlage, die sich nach und nach in drei Gruppen aufteilten, was sich in den drei Baugruppen mit je einem Bergfried widerspiegelt. Wie im Mittelalter üblich folgten mehrere Besitzerwechsel. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burganlage nacheinander durch Spanier, Schweden, Bayern und Franzosen besetzt. Trotz des mittlerweile schlechten Zustand wurde die Schönburg in dieser Zeit nie zerstört.

Erst 1689 folgte durch die Truppen des französischen König Ludwig XIV. ein heftiger Beschuss und die Erstürmung der Burg, die anschließend gesprengt und als Ruine zurückblieb. 1815 fielen die linksrheinischen Gebiete wieder an Preußen. Wieder folgten mehrere Besitzerwechsel bis schließlich 1885 der reiche Amerikaner mit deutschen Wurzeln T. J. Oakley Rhinelander die Ruine kaufte und in Teilbereichen wieder aufbauen ließ.

Nach dem Tode Rhinelanders erwarb 1950 die Stadt Oberwesel die Schönburg und ließ in den 1950er Jahren den Nordteil umbauen. Markant ist die fast 50 Meter lange Schildmauer, die den unteren Burghof schützt. Sie ist innen in zwei übereinander liegende spitzbogige Mauernischen mit langen Schießscharten gegliedert und trägt einen vorkragenden Wehrgang.

Die Familie Hüttl erwarb von der Stadt Oberwesel 1957 als Pächter und seit 1983 als Erbbaupächter den Südteil der Schönburg, der zu dieser Zeit noch Ruine war, und baute ihn seitdem kontinuierlich in Eigenleistung mit beträchtlichen finanziellen Aufwand zu einem Burghotel mit nunmehr 24 Zimmern sowie Restaurants aus. Die Familie führt das Burghotel nunmehr in der 3. Generation.

Das Burg-Hotel "Auf Schönburg" mit 24 Konfortzimmern und Restaurant und das Kolpinghaus mit einer internationalen Jugendburg teilen sich die Anlage. Im großen Torturm ist das Turmmuseum untergebracht, das viel Ambiente um den Burgenbau und die Verteidigung zeigt. Über das Museum gelang man auf den großen Bergfried mit Aussichtsplattform. Ein Gang auf den Turm lohnt sich allein wegen der grandiosen Aussicht auf das Rheintal.

Infos und Wissenswertes

Die Schönburg ist in zwei Bereiche geteilt: Kolpinghaus mit Jugendburg und Turmmuseum sowie das Hotel "Auf Schönburg". Die Rebsorte Schönburger wurde nach der Burg benannt. Von der Westseite ist ein steiler Aufstieg für Fußgänger in ca. 30 Minuten möglich. Auch eine Anfahrt mit dem Auto ist bis kurz vor der Burg möglich. Ein Parkplatz liegt direkt gegenüber der Jugendherberge, die kurz vor der Burg liegt.

Internationale Jugendburg
Kolpinghaus auf Schönburg e.V.
55430 Oberwesel
Telefon: (06744) 405
Email: info@]schoenburg.eu
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.schoenburg.eu

Alle Angaben Stand 03.2015

Turmmuseum auf der Schönburg
Öffnungszeiten ab 1.4.
10 bis 18 Uhr, Montag Ruhetag
Eintritt
Erwachsene 3,00 Euro, Kinder 1,50 Euro, Familien mit eigenen Kindern 7,00 Euro
Weitere Infos auf der Webseite
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.kolpinghaus-auf-schoenburg.de


Burghotel – Restaurant "Auf Schönburg"
Familie Hüttl
Auf Schönburg - 55430 Oberwesel am Rhein
Telefon 06744 - 93930  
huettl@hotel-schoenburg.com
www.burghotel-schoenburg.de

Hotel und Restaurant sind ab Mitte März bis Mitte Januar geöffnet. Öffnungszeiten des Restaurants: Dienstags bis Sonntags mittags von 12.00 bis 14.00 Uhr, abends von 18.30 bis 21.00 Uhr

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