
Das Ägyptische Museum in Bonn, das ein Teil der Universität ist, widmet sich in seinem öffentlich zugänglichen Teil in einer Dauerausstellung der ägyptischen Kulturgeschichte. Das bei Fachleuten geschätzte Museum ist sicherlich auch für den an der ägyptischen Hochkultur interessierten Laien empfehlenswert.
Selbst für Kinder sind viele Ausstellungsstücke, wie die mumiengestaltigen Särge oder das Modell einer Bierbrauerei, spannend und faszinierend.

Informationen: Ägyptisches Museum der Universität Bonn
Regina-Pacis-Weg 7 · 53113 Bonn
Telefon: 0228-739710
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 12-18 Uhr
Eintritt
Erwachsene: € 3,50
Kinder und Ermäßigungsberechtigte: € 2,50
Familienkarte (2 Erw. und max. 3 Kinder): € 9,00
Angemeldete Gruppen ab 10 Personen:
Erwachsene € 2,50
Schulklassen, Studenten € 1,50
Das Ägyptische Museum der Universität Bonn ist in die drei thematisch gegliederten Ausstellungsbereiche GRAB, TEMPEL und HAUS gegliedert. Da die alten Ägypter an ein Leben nach dem Tod glaubten, sind im Laufe der letzten 200 Jahren bei Ausgrabungen in Ägypten hunderttausende Grabbeilagen gefunden worden.
Viele seltene Stücke haben ihren Weg ins Bonner Museum gefunden, darunter ein 4.000 Jahre alter Kastensarg und einige bemalte und vergoldete Särge in Mumiengestalt aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Es sind die größten und auf den ersten Blick auffälligsten Ausstellungsstücke in Bonn. Weitere wertvolle Stücke der Abteilung GRAB sind Mumienmasken, Grabreliefs, Amulette und zahlreiche Vasen aus verschiedenen Dynastien.
Ein maßstabsgetreues Modell des Tempel von Medinet Habu in Theben, den Ramses III. errichten ließ, eröffnet den Ausstellungsbereich TEMPEL. In den Vitrinen sind viele Tempelutensilien wie z. B. ein Räucherarm mit Falkenkopf aus Bronze, Hunde- und Falkenmumien sowie eine zeitlos schöne Statuette eines Ibis zu sehen.
Aus dem Tempel der bekannten Pharaonin Hatschepsut stammen fünf interessante Wandfragmente und ein kleiner Parfumflakon, der 2011 für Schlagzeilen sorgte. Bei einer Untersuchung stellte sich heraus, dass das Gefäß noch original verschlossen war und dass sich noch Reste der eingetrockneten Flüssigkeit im Flakon befanden.
Im Bereich HAUS sind neben vielen kleinen Götterfiguren, Gefäßen, Schmink- und Schreibutensilien auch aus Holz geschnitzte Modelle einer Brauerei, einer Bäckerei und eines Schiffes zu sehen. In jedem dieser mehrere tausend Jahre alten Stücke lebt das alte Ägypten weiter.